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Full text of "Die Inoceramen des Kreibitz-Zittauer Sandsteingebirges"

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Natural  History  Museum  Library 


000065222 


■ 

Sonderabdruck  aus  der  f estschrift  des  Ifjumboldtvereins 
zur  feier  seines  50  jährigen  Bestehens  am  22.  Oktober  1011 

■ 

|\ie  ITnocerame»  des  IKreibitz- 
W Zittauer  Sandsteingebirges 

cwjsjcwßacw  von  Hermann  Ändert* 

Cbersbad)  1011. 

V. 

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Kommissionsverlag  von  Iflax  Kl  eg,  Ceipzig. 

Druck  von  Richard  filier. 

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SonderabdrucN  aus  der  festsd)rsft  des  If^umboldtvereins 

. ! 

zur  feier  seines  50|äl>rlQen  Bestehens  am  22.  Oktober  1911 

1 

F|k  ifnoceramen  des  Mreibitz- 
W Zittauer  Sandsteingebirges 

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tssßSMSößssßa  von  Hermann  lindert, 

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Cbersbacl)  1911. 

Kommissionsverlag  von  SHax  &leg,  Ceipzig. 

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Druck  von  Richard  filier. 

§1 

y 


Die  ITnoceramen 

des  KreibitZ'Zittauer  Sandsteingebirges 

dou  Rcrrnatin  Hndert. 


Vorwort. 

Rorfteljenbe  Rrbeit  [teilt  ben  erften  Seil  Dort  geologifdjen  unb  paläontologifdjen 
ltutcr[ud)ungen  im  ^reibit3s3ittauer  ©anbfteingebirge  bar. 

Sie  Berufen  auf  etiua  10  [ädrigen  Regelungen  beb  ©ebieteb  unb  perfonlictjen  Ruf= 
fammlungen,  inobei  Befonbereb  ©eroicf)t  auf  cjafteb  ftratigrapf)ifdE)e§  ©ammein  gelegt 
mürbe,  um  bie  3uSePrigIeit  ber  ^offilien  51t  beftimmten  ^porigonten  51t  fidferu.  Sieb 
erfcfjiert  Befonberb  roidjtig,  benu  bie  in  ber  Siteratur  aufgeführten  $unborte  „Sanneit  = 
berg"  unb  „^reibiij"  finb  fefjr  roeite  Regriffe,  bie  oerfdjiebene  .fporigonte  in  [ich  fdjliefjen. 
Ritcf)  bie  Stellung  beb  Rrongniartiquaberb  im  ^ittauer  ©ebirge  mar  bibtjer  rätfeB 
|aft,  ba  ber  ungroeifelhafte  ©nt  f cf)  et  beb  ^reibitjer  ©ebirgeb  in  näc£)fter  Raffe  in 
etma  gleicher  tpöljenlage  cmfte|t,  bie  ©d)id)tenlagerung  non  allen  Reobadjtern  im  gangen 
©ebiet  als  naljegu  horigontal  angegeben  mirb  unbRrücfje  bibfjer  nidjtnadjgeroiefen  morbenfinb. 

3uitäü)[t  mürbe  ber  ergiebigfte  ber  befannten  $unborte,  ber  ©ifenbäfjneinfdfnitt  an 
ber  Station  Saunenberg  an  ber  Rö|mifcf)en  Rorbbaljn,  aubgebeutet.  Sie  foffilreirfqe  ca. 
1 Bieter  mächtige  ©djidjt  oon  bunfeln,  feften  QuargitBlöden  in  fjalber  §ö|e  beb  ©irt= 
fchnitteb  lieferte  and)  mir  reidjeb  Material,  $ebod)  fei  für  ©ammler  Bemerft,  baff  ein 
flüchtiger  Refuch  bafelbft  nur  geringe  Rubbeute  Derfpridjt. 

• Reben  biefem  ißlaije  mürbe  and)  bab  übrige  ©ebiet  fleißig  beobachtet  unb  barin  nad) 
Üunbftätten  gefa|nbet.  Unb  eb  fattben  [ich  bereu  uod)  eine  gange  Rngaf)I,  befonberb  am 
Rorb hange  beb  ^rcibtijer  Saleb,  Rud)  ber  dou  ^ritfd)  ermähnte  alte  gmitbort  au  ber 
Pechhütte  bei  Rieberfreibitj  tonnte  nad)  jahrelangem,  Dergeblidjcnt  ©rfunben  roiebcr 
fcftgcftellt  merben  unb  lieferte  in  einem  4?of)Imege  eine  grofje  Qafyl  ^offilien.  ©rgängt 
mürbe  bab  RIaterial  biefer  ©teile  burd)  eine  oon  ben  ©ö|nen  beb  ^ärbereibefi^er§  Sifcfjfe 
in  Rieberfreibitj  gelegentlich  beb  Raiteb  einer  Röafferleitmtg  bafelbft  aufgefammelte  Suite 
oon  Rerfteinerungeu,  bie  fie  mir  gur  Rearbeitung  bereitmilligft  gur  Rerfitgitug  [teilten. 
Ruch  an  ber  ©übfeite  beb  ßreibiijer  Sa  leb  fattben  fid)  foffilfüfjrenbe  ©d)id)ten. 

Sie  Steinbrüche  am  ©onncnberge  bei  Söalterbborf  unb  am  ©üb|ange  beb  £>0 dy 
mal  beb  mürben  ebenfallb  gelegentlich  aubgebeutet. 

Sie  Rufgählung  unb  ©djilberung  ber  eingelnen  ^unborte  mürbe  für  beit  oorftef)eit= 
beit  3niecf  gu  10  eit  führen  unb  mag  für  bie  ©efamtbearbeitung  norbefjalteit  [ein. 

©o  mürbe  im  ßaufe  ber  3e^t  an  [elbft  gefammeltem  RIaterial  bebeutenb  me|r  gu= 
fammengebrad)t,  alb  in  allen  beftebjeitben  ©ammlungen  oorhanbeit  ift.  Siefeb  eigene 
RIaterial  geftattet  nun  eine  fritifdje  Renuijung  für  petrographifdje  unb  paläoittologi[d)e 
Rergleichc  frember  Ruffammlungen,  dou  benen  inbbefonbere  benutzt  mürben  bie  ©nimm 
lungeit  beb  .[per nt  gabrifbefiijer  Bögler  Rater  unb  ©o|n  in  ©cfjönlinbe  in  Rohmen  unb 
beb  oerftorbenen  £>errn  Drt§ricf)terb  Ruguft  SSeife  in  ©berbbacf). 

-fperr  Steife,  ber  für  bie  ©rforfdjung  ber  he^matlid)en  Ratur  [0  Diel  roertoolleb 
RIaterial  in  [einen  gut  georbneten  ©ammlungen  gufammengetragen  hat,  mar  eb  auch, 
bem  id)  bie  Rnregung  gtt  oorftehenber  Rrbcit  oerbanfe  unb  ber  biefem  Unternehmen  bib 
gu  [einem  im  Rorjahre  erfolgten  Rblcbett  f elbft  Diel  an  3e^  unb  Rlütje  geopfert  hat. 
Rlit  [einem  [cfjarfen,  fritifdjen  Urteil  |at  er  mir  [0  manchen  roertootlen  $ingergeig  gegeben. 
3hm  [ei  hier  mein  gang  befonberer  Sauf  gum  Rubbrud  gebracht. 

Rub  bem  gefamten  oorliegenben  RIaterial  oon  mehr  alb  10  000  ©tüd  [ollen  roegen 
ber  Ipärtfigfeit  beb  Rorfommens  an  einigen  mid)tigeu  fünften  ititb  bereit  [tratigraphifchen 
Rerroenbbarfeit  guerft  fyiev  bie  $n  oc  er  amen  behanbelt  merben.  Sie  Rearbeitung  ber 
übrigen  gauna  erfolgt  [pater  unb  ift  bereitb  iit  Rorbcreitmtg. 


33  [l] 


£fu  ber  Literatur  über  bie  ^noceramen  f»errfd)t  befannttid)  nicht  geringe  Serroirrung. 

Sie  allein  genügt  nicf)t  §ur  ©Raffung  non  Klarheit,  notroenbig  mar  beSfjalb  and)  hier- 
ein Sergteid)  mit  beit  Originalen  auS  entfprecf)enöen  Ablagerungen  frember  Gebiete  unb 
Kenntnis  beS  in  anberen  Sammlungen  d erftreuten  SCRateriateS  beS  Arbeitsgebietes. 

3u  biefem  3roede  nutrben  befitfjtigt  bie  Sammlungen  beS  föuigt.  SSineralogifdp 
geologifdjen  StufeumS  §u  SreSben,  beS  Söfjmifdjen  ßanbeSmufeumS  unb  beS  geotogifd)en 
$nftituteS  ber  bcutfdjen  Unioerfitöt  gu  ^3  r a g , ber  föuigt.  preufdfdjen  geologifdjen  ßanbeS= 
anftalt  unb  beS  OJhtfeumS  für  Saturfunbe  31t  Ser  litt,  beS  geologifdjen  $nftituteS  ber 
fönigl.  iluiuerfitäten  SreSlart  unb  £>alle,  ber  fönigl.  fädjfifdjen  geologifdjen  ßanbeSanftalt 
31t  ßeipjig  unb  beS  SealgtjmnafiumS  3U  ßöroenberg  in  ©dffefien.  SaS  .ffreibitpSanneU' 
Berger  $noceramenmaterial  an  ber  !.  f.  geologifdjen  SeidjSanftalt  Söiett  mürbe  mir  eben' 
falls  3ur  ^Bearbeitung  überlaffen.  And)  geftattcte  mir  «Sperr  ißrofeffor  Sr.  ©cupin  ©infidjt 
in  fein  SJianuffript  betr.  bie  ßöroenberger  treibe. 

Sen  Herren  SammlungSoorftänben  unb  Seamten,  roie  and)  ben  Herren,  bie  mid) 
burd)  prinatc  SJtitteilungen  in  reid)em  SRafje  unterftütjt  haben,  füf)te  id)  mid)  3U  ergebenftem 
Sauf  oerbunben,  unb  3roar  ben  Herren  (Sefjeimrat  ißrofeffor  Sr.  Sepfd)lag=Serlin, 
Sr.  Sier=i)3rag,  ißrofeffor  Sr.  Soetjm  unb  ©ehcimrat  ^ßrofeffor  Sr.  Sranca=Setlin,  §ofrat 
ißrofeffor  Sr.  Seid)müller=SreSben,  Sr.  SietridpSerlin,  Sr.  ©tjolb^ße-ipgig,  fPpofeffor  Sr.$ded)= 
SreSlau,  if3rofeffor  Sr.  gritfcfpißrag,  ©efjeimrat  ^ßrofeffor  Sr.  RalforoSft)  unb  ?ßröfeffor 
Sr.  9Jfär3=SreSben,  Sr.  ißerner=ißrag,  Sr.  i|3etrafd)ed=Sßien,  ^ßrofeffor  Sr.  Seinifd)=ßeip3ig, 
*ßrofeffor  Sr.  ©cupin^alte,  Sircftor  ©teinroorttpßöroenberg,  ©peraffer  ,©tiimde=ßüneburg, 
f.  !.  £>ofrat  Sr.  SietjeSföicn,  Sr.  Sietje=33erlin,  ^ßrofeffor  Sr.  SKattper^atlep %rofeffor 
Sr.  2öcil)ner=ißrag,  Sr.  9Segener=SreStau,  ©fjemüer  £t'arl  ron  3fmme.rmann=^öhm.=ßeipa, 
unb  gait3  bcfauberS  aber  ^errn  Sr.  Söanberer,  Sireftorialaffiftent  am  fönigl  ÜDtineral.= 
geol  SRufeum  31t  Sredben,  für  feine  roertoollen  Satfcfjläge  unb  unabläffige  freunblidje 
llnterftütjung. 

SSeitcr  banfe  id)  and)  ben  ^unterbliebenen  beS  .fferrn  Söeife,  fperrn  gabrifbefitjer 
Vogler  SSater  unb  ©ßf)n  = ©d)önlinbe  unb  gurbereibefitjer  ßifdjfe^Sieberfreibib  für  bie 
Erlaubnis  3m-  Senkung  bereu  Sammlungen,  unferem  5pumboIbtnereinS=Sibüotf)tfür 
^errn  Almin  Apenfe  für  feine  befonbere  Sorgfalt  bei  ber  Aufnahme  ber  photographischen 
Objefte,  ben  Ruuftanftalten  non  grifd)=93crlin  unb  ©trobad)=(£bcrSbad)  für  bie  üor3Üglid)e 
Ausführung  ber  Safeln,  unb  nicht  3ulet)t  and)  bem  Apumbolbtoerein  ©berSbad),  ber  in  feiner 
oorliegenben  ^ubiläumSfdjrift  ben  Saunt  für  bie  Arbeit  3m-  Verfügung  geftellt  £)at,  maS 
mir  um  fo  efjrenuolter  ift,  famt  hoch  baburcf)  ein  Seil  ber  fo  roertooflen  Auffaminfungeu 
beS  oerftorbenen  ©hrennorfiüeuben  beS  SereinS,  beS  Iperrn  Sßeife,  in  bie  ßiteratur  eim 
geführt  roerben. 

Sa  bie  ^noceramen  an  mehreren  mid)tigen  fünften  für  bie  geftftelluug  beS  -fporpjonteS 
faft  allein  in  grage  fommen,  fo  mag  man  cntfdjulbigen,  roenn  in  biefer  Arbeit  bie 
ftratigrapljifdjen  Serhältniffe  beS  ©ebieteS  faft  nur  auf  biefer  3iI>cUcf)atergruppe  aufgebaut 
fiub  unb  bie  fonftige  $auna,  bie  einer  fpäteren  Bearbeitung  oorbefjalten  roerben  fott, 
meniger  beriidfid)tigt  ift,  fid)  jebod)  nad)  meinen  Beobadjtungen  ben  $noceramen  gut 
einorbnet. 


Geschichtliches. 

®üS  ^reihih=.3ittauer  ©anöftcingebirge  (teilt  in  (einem  ©djidjtenauföau  ein 
teftonifd)  einheitliches  ©ebirge  bar,  öaS  int  Sorbett  non  ber  ßaufitger  fpauptoermerfung 
nnb  im  HBefteit  mm  bcr  BruchzoneBöhm.^amnitj — Hiieöerfreibitz — Baffenöorf1)  begrenzt  roirb. 
©ic  ©tcitze  gegen  ©üben  reicht  iutge(ähr  bis  §aiba,  bie  gegen  Offen  mag  eine  uom  £>od)Toalb 
nad)  ©üben  gezogene  ßiitie  bilben  ((.  Partei  tffizze  Saf.  9 fyig.  2).  Sie  genaue  Hlbgreitzuitg  gegen 
©üben  nnb  Offen  fann,  ba  bie  pctrograpl)ifd)cn  Berhältitiffe  roeitig  (iüjeren  Inhalt  bieten, 
nur  aufgrunb  mciterer  eingehenber  palaoutologifcher  ltnterfnd)uugen  erfolgen  nnb  fontiitt 
and)  I)ü'r  nicht  in  (frage. 2)  HIIS  ^reibitjer  ©ebirge  (oH  ber  raeftlid)  gelegene,  rein  öfter? 
rcid)ifd)e  Anteil  bis  gnnt  'rßafs  non  (jnnogen^iborf  unter  Zurechnung  beS  ®ad)§lod)eS,  als 
3ittaner  ©ebirge  baS  öftlidje  (äd)fi(d)e  nnb  baS  bemfelben  tCI|er  zugehörige  (üblich  an? 
fchliefjenbe  öfterreicfjifche  ©renggebiet  begeichnet  tu  erben.  ßetjtercS  geht  in  baS  ebenfalls  gleich- 
altrige  Zioitfaner  ©ebirge  über,  baS  jebod)  mm  mir  nod)  nicht  näher  nnterfnd)t  ro erben  tonnte, 
©anbfteine,  HJtergel  nnb  Qnarjifbänfe  ber  oberen  treibe,  auf  benen  fid)  tertiäre  ©ruptio? 
gefteinc  als  Bafalt?  nnb  Bhbuolithfuppen  erheben,  bilben  bie  giemlidj  einfache  petrograpf)ifd)e 
3ufammenfehnng  beS  ganzen  ©cbieteS.  (pn  ber  ßiteraütr  finb  bie  ©ebimente  beS  öfter = 
reidjifdjen  Anteiles  allgemein  als  ©hlomefer  ©d)id)ten3)  (©mfeher4),  bie  beS  Zittauer 
©ebirgeS  als  Brongniartiquaber 5)  aufgeführt. 

BcuB6)  gitiert  oon  ^reibitj  mehrere  Hirten,  bie  nad)  ffritfd)7)  auS  beit  unter  beit 
©hlomefer  ©dfcdjten  liegenben  ißriefener  ©d)id)teit  beS  UreiöiütalcS  (tammen  (ollen,  jebod) 
mar  nirgettbS  etmctS  aufgnfinben,  maS  über  beit  (fitnbort  genauen  HIuffd)Iuf)  gibt. 

©ciuit)8)  hnt  (ich  nüeberhott  über  baS  ©ebiet  oon  ^reibitg  geäußert,  and)  einige 
Soffitten  anfgegähtt,  jebod)  i(t  er  31t  einem  flarcit  Bilbe  nicht  gelangt,  ilitbefannt  i(t  mir 
bie  ©teile  beS  ,,©tabtbrud)eS  mm  ©tabt  ßreibitj"  (©haraftcriftif  ©.  107).  $11  biefer  Hlrbeit 
hält  er  beit  ©anbftein  mm  ^reibit)  für  unteren  Quaber,  toährenb  er  im  „Quabcrgebirgc" 
(©.  60)  bie  Hlehnlidjfeit  mit  ben  Bilbungen  am  ©algberg  bei  Queblinburg  heroorhebt. 

Bon  (fritfd)9)  finb  bie  (foffilien  beS  ©ifeubahneiufd)nitteS  an  ber  ©tation  Scannern 
berg  ber  Böhm.  Hlorbbahit  einer  Bearbeitung  unterzogen  roorbeit;  mm  Hreilüt) 10)  führt 
berfetbc  Hlutor  eine  Hinzahl  ffoffilien  an,  oon  benen  er  aber  nicht  mit  Sicherheit  grt  fagen 
oermag,  ob  fie  beut  oon  ihm  aufgeftellten  „oberen"  ober  „unteren"  Horizont  angehören, 
ba  ber  größte  Seil  ber  fleinen  ©uite  oon  beut  ©animier  ©rohmaitit  angefanft  morbeit  ift, 
ber  ben  (fuitbort  nid)t  genau  prägifiert  bot-  Sie  ©figge  bafelbft  (Septfigur  14)  läfzt  unter 
beit  ©hlomefer  ©d)id)teit  bie  Briefener  herD°rtreten,  ititb  and)  an  anberer  ©teile11)  (teilt 
(fritfd)  bie  BafiS  ber  ©hlomefer  ©d)id)teit  in  .ft'reibit)  erft  in  etioa  352  m ipöhe.  HBeiter 
begrünbet  er  in  biefer  Hlrbeit  paläontologifd)  bie  ©leicfjaltrigfeit  ber  ©hlontcfer  Sd)id)teit 
mit  bem  ©anbftein  001t  ^ieSlingSioalbe. 

^ager1-)  gibt  in  (einem  ganz  Böhmen  nmfaffenben  Höerfe  eine  allgemeine  ©haralteriftif 
ber  ©hlomefer  @d)id)ten  nnb  hebt  ben  HSechfel  oon  ©anbftein  nnb  HJtergel  befonberS  heroor. 

Betrafdjed  13)  führt  aufgrunb  beS  in  beit  öffeut!id)eit  Sammlungen  oorhanbenen 
geringen  ÜRaterialS  auS  bent  ©ebiet  einige  (fnoceramen  an,  and)  heit  er  fid)14)  foioie  einige 
aitbere  Hintoren,  auf  ber  Hlrbeit  oon  (fritfd)  fujjenb,  über  bie  HllterSftellnng  biefeS  mehr 
beim  300  m mächtigen  ©||id)tenfompIepeS  auSgefprodjeit. 

33etra(d)ccf  erflärt  bie  ©hlomefer  ©d)id)teit  für  gleichaltrig  mit  beit  ©aitbeu  00m 
ßöbofSberg  nnb  (teilt  (ie  in  bie  Zone  beS  Inoceramus  Koeneni  ©. SCRitller  = unterer  ©ntfd)er. 

©turnt15)  nnb  nad)  ihm  (flegel16)  trennen  aufgrunb  ber  zweifelhaften  (foffillifte  mm 
jfritfd)  bie  ^reibi^er  ©d)id)tcu  oon  ben  höheren  ©hlomefer  ©d)id)ten  ab  nnb  loeifcit 
erftere  ber  ©noierizone,  letztere  bem  ©mfeher  zu. 


')  ßritfd),  Siteraturoerzeid)ni§  11  ©.8.  £>icr  getcl y 
net  Per  Hlutor  bie  Briefener  ©d)icl)ten  in  ber 
Sinic  Böhnm&'amuig— ßrcibit)  al§  auf  ben 
Qferfd)id)ten  fid)  allmählich  auflagernb,  jebod) 
treten  biefc  beiben  ©lieber  t)icr  nidjt  über«, 
fonbern  burd)  eine  Brudjfpalte  getrennt,  neben 
einanber  auf,  roie  man  befonberS  bei  Bieber? 
freibig  zu  beobachten  ©elegenheit  hat- 

2)  ffritfd)  unb  Saube,  Siteraturoerp  12.  Btit  obiger 

Slbgrcnjung  ftimmt  ungefähr  bie  Hluäbreitung  be§ 
©roßffaler  Sanbfteines  = (©hlomefer  Schichten 
im  ©ebiet  SreibitpS>aiba  auf  ber  Üarte  überein. 

3)  gritfd),  Siteraturocrz-  11  ©.  9. 

4)  ©türm,  Siegel,  ©cupin,  Siteraturoerp  36.  7,  31. 


5)  ©iegert,  Siteraturoerp  32  ©.  7 u.  16. 

6)  Beug,  Siteraturoerp  26  ©.  123  unb  bie  einzelnen 

. S°ffUbefd)rcibungen. 

7)  Srüfd),  Siteraturoerz-  11  ©.  24. 

8)  ©einig,  Siteraturocrz.  15  ©.  107.  I.  u.  flgbc. 

©erf.,  Siteraturocrz-  13  ©.  60. 

9)  Sritfd),  Siteraturocrz.  11  ©•  21. 

10)  gritfcl),  ebenbafelbft  ©.  23. 

X])  Üritfd),  ebenbafelbft  ©.  9. 

,2)  ^agcr,  Siteraturocrz.  19  ©.  1335  u.  flgbe. 

,?-)  Betrafchecf,  bo.  23  ©.  153. 

u)  ©erf , bo.  24  ©.  8. 

15)  ©türm,  bo.  36  ©.  52. 

16)  Süsel  bo.  7 ©.  7. 


35  [3]  - 


<Scup in x)  nimmt  biefetbe  Trennung  oor,  ftettt  aber  beibeS.  gum  ©mfdjer  in  ber 
Söeife,  baff  er  bie  ©fjlomefer  ©dj i cf) t e n mit  bem  © djtefifdjen  Ober  q naher  unb 
bie  Äreibiper  ©(piepten  mit  ben  9t  eitmart  flauer  ©djidjteit  parattetifiert. 

daS  3^ t tau  er  © an b ft e ingeb  ir  g e tjat  bitrd)  ©o  tta2),  © eiitip3)  unb  dangig4), 
finnie  im  Stuftrage  ber  fönigt.  fädjfifdjen  geotogifdjen  ßanbeSanftatt  bitrd)  ©iegert5) 
geotogifdje  Bearbeitungen  erfahren,  jebad)  ift  bisher  eine  fixere  ißaraftefifierung  mit  aitberen 
©ebieten  uid)t  gelungen. 

die  eingef)eubfte  SIrbeit  t)at  dangig  geliefert.  diefer  roeift  bereits  oerfdjiebenttid) 
auf  bie  Uebereinftimmung  non  $offitien  mit  beiten  mm  ßieStingSroatbe  t)in.  die  fäd)fifdje 
ßanbeSaufnafjnte  f)at  bieS  aber  nidjt  anerfannt;  unb  nur  anfgrunb  einiger  meniger 
^noceramen,  bie  man  als  Inoceramus  Brongniarti  Sowerby  beutete,  bie  aber  bicfer  Slrt 
entfcfjieben  nidjt  angeboren,  tjat  man  ben  öit ab  er  beS  $it  tau  er  ©ebir  gcS  gur 
(Stufe  beS  Inoceramus  Brongniarti  geftettt.  demgemäß  mirb  er  feitbem  raeitergefüfjrt. 

die  geoIogifcTqe  UeberfidjtSfarte  ©ad)fenS  non  ©r  ebner6)  geht  fdjtiefjtid)  nod)  einen 
©d)ritt  meiter  unb  gietjt  and)  baS  ©ebiet  mm  ^r  eibi  13  = Dannenberg,  baS  alte,  bie  fid) 
mit  beffen  (Stratigraphie  in  neuerer  3e^  befdjäftigt  haben,  ©türm7),  s3 e tr a fd) ccf 8), 
Riegel9)  unb  ©cupin10)  bem  ©mfdjer  5ured)iten,  311111  Brongniarti  qua  ber. 

tiefer  furge  Stbrif)  möge  gur  ©figgierung  ber  ©ntmidetung  unb  beS  jepigen  ©tanbeS 
ber  Kenntnis  beS  gu  behanbetnben  ^reibegebieteS  genügen. 


Illlgemeines  über  die  Unoceramen  des  Gebietes. 

©d)on  frütjgeitig  hoi  bie  ©attung  Inoceramus  als  3£)nenfDff1t  111  ber  treibe  Ber= 
mertung  gefunben  unb  gmar  über  meitere  ©ebicte,  roie  aber  and)  fpegiett  in  ber  treibe 
©adjfenS,  bie  man  je  nad)  bem  Stuftreten  beS  Inoceramus  striatus,  labiatus  unb  Brongniarti 
in  Cenoman,  Labiatus-  unb  Brongniarti -Zone  gegliebert  tjat.  Sin  ßeptere  fdjtiefjt  fid)  uad) 
üben  bie  3onc  beS  Inoceramus  latus  an,  bie  aber  in  ©acbfen  roegen  SJtanget  an  fonftigen 
djaratteriftifdjen  f^offilien  bisher  fid)  nidjt  einführen  tonnte.  SIuS  ber  nod)  t)öher  auf* 
fteigcuben  Cuvierizone,  bem  Emscher  unb  Senon  finb  anberroeit  ebenfalls  gut  ausgeprägte 
formen  non  $noceramen  befanitt. 

die  Bbrgüge  ber  Slrteit  bicfer  ©attung  bei  ber  Beroertung  als  ßeitfoffitien  finb  fdjon  oft 
hernorgel)obcu  roorben  unb  beftehen  befonbcrS  in  ber  häufigen  pynbioibiteugat)t  an  ben  fjlntn 
ftetten,  bann  and)  in  beut  rafdjeit  Slrtenraedjfet  in  geittid)er  = oertifater  Bidjtung  bei  meiter 
horigontater  Berbreitung.  demgegenüber  fiepen  jebodj  and)  nidjt  unbeadjttidje  Bacpteite. 
die  Bariabitität  ber  Slrteit  unb  oor  altem  bie  deformierung  ber  meift  f)ocf)gcTr>ötbteti 
gönnen  geben  fetjr  leidjt  51t  HJtifjbeutungen  Beranlaffung  unb  tjaben  fdjon  gu  größer 
Berroirrung  geführt,  3ebod)  pej  uorfidjtiger  Beitupuitg,  SluSfcpattung  ber  fdjtedjten  ©tiicfc 
unb  mögtidjftcm  Bergleid)  mit  ©riginatcpcmptaren  finb  fic  gut  oerroenbbar.  9Iur  fetten 
genügt  gum  einroattbfreien  Bergleid)  Befcf)reibitug  unb  SIbbitbung. 

Sind)  bei  ben  oortiegenben  ©tiicfeu  mar  trop  beS  reichen  SJcateriateS  bie  geftffettung 
ber  SIrtumgrengungen  gum  teil  fefjr  erfd)mcrt.  Unter  10  ©fremptaren  ift  faum  ein  00IL 
ftänbig  normales  oorhanben.  Söcitcr  ift  and)  baS  geplen  ber  ßatffdjate  001t  nngüuftigem 
©inftup  auf  bie  Beftimmung  ber  Objcfte.  91ur  ©teinferne  begm.  ^oplabbrüde  tonnten 
benupt  rocrben.  deshalb  finb  mögtidjft  and)  nur  anfcfjeinenb  normale  ©tiicfe  gur  Be= 
arbeitung  perangegogen  morben,  bie  in  ber  gleichen  SluSbilbung  mehrfad)  oorhanben  roaren. 
dropbem  merbcn  neue  gnnbe  noch  mandje  ©rgänguug  unb  Berichtigung  bringen  tonnen. 

daS  Beftreben  mar  oontchmtidj  barauf  gerichtet,  einen  einro  anb* 
freien  Bergteich  piefiger  formen  mit  benen  anberer  ©ebiete  perbeigufüpren. 

2Bie  fdjoit  bargetegt,  befcpränft  fid)  bie  Kenntnis  beS  goffitinfjaltS  nuferer  Hreibe= 
fd)idjteu  faft  nur  auf  ben  gunbort  an  ber  ©tation  danitenberg.  gnoceramen  finb  bafetbft 
im  ©egenfap  gum  übrigen  ©ebiet  gicmtidj  fetten,  unb  fo  ift  eS  teid)t  erftärtidj,  bafj  nur 
rocnig  über  bie  barin  oorfommenben  formen  befanitt  ift. 


’)  ©cupin,  Siteraturoerg.  31  @.  708,  714. 

2)  Cotta,  bo.  2. 

3)  ©einip,  bo.  13  6.  60,  ßiteraturoerg.  14, 

ßiteraturoerp  15  ©.  108—110. 

4)  dangig,  bo.  4 ©.  8,  ßiteraturoerg.  5. 


5)  ©tcgcrtt),  ßiteraturocrg.  32  ©.  7 u.  16 

6)  Sr  ebner,  bo.  3. 


7)  ©türm,  bo. 

8)  Betrafdjecf,  bo. 

9)  Siegel,  bo. 

10)  Scupin,  bo. 


36  ©.  52. 

24  ©.  8. 

7 ©.  7. 

31  ©.  708,  714. 


SBaS  tu  ber  Siteratur  darüber  angeführt  ift,  [ei  tu  folgenbem  befprodjen  tutb  [ouieit 
bas  nit  §anb  bcr  mir  gitgättglichcu  93elege  möglich  mar,  nachgeprüft  unb  berichtigt. 

teilte  einzige,  für  beu  ©mfdjer  anbenoärtS  leitenbe  $orm  mar  bisher  hier  firfjer 
feftgeftcllt.  Die  fypffillifte  mm  Ureibitg  bei  prüfet)1)  führt  einen  Inoceramus  nur  iu 
klammern  an. 

Inoceramus  percostatus  G.  Müller,  mie  iß  ctraf  d)  e cf -)  einige  ©jemplare  int  üüttnetal. 
9Jhtfeum  51t  Dresden  unb  an  ber  geologifdjett  DTeidjSanftalt  Söien  beftinunt  hat,  enoieS 
[ich  bei  genauer  Untersuchung  als  Inoceramus  Kleini  G.  Müller. 

Inoceramus  latus  Mähteil2),  ber  nun  ihm  ebenfalls  mm  hier  angeführt  roirb,  geht 
auch  in  tiefere  Schichten  hinab  unb  famt  beSEjatb  [ür  bie  -fpörigontfeftftellung  nicht  ntafp 
gebeub  [ein. 

Inoceramus  crassus  Petrascheck3)  ift  eilte  mm  ihm  neu  aufgeftetlte  UCrt,  bie  bisher 
nur  auS  bem  ©ebiet  befanut  mar. 

Inoceramus  Cuvieri  Sow.,  obtoohl  mm  iß  e tr  et  [ di  e cf 4)  unb  $ritfd)5)  gitiert,  mar 
in  [einer  tr)pi[cf)en  gönn  bisher  uoit  hier  nicht  befanut. 

Inoceramus  Geinitzianus  Stol. 6)  rnirb  mm  griffe!)  mm  ber  Station  Dannenberg 
aufgeführt.  Die  9Ibbilbung  ift  eine  Bopie  attS  ©einit)  „^ieSlingStoalbe".  DaS  int  53öf)mifd)eu 
öänbcSmufeum  31t  Ißrag  unter  bem  gimbort  „Dannenberg"  fo  begcidptctc  Stücf  fdjeint 
nach  bem  ©efteiu  muht  mm  SöalterSborf  i.  Sa.  (Qittaner  ©ebirge)  31t  ftammeit  unb  31t 
Inoceramus  Lusatiae  n.  sp.  31t  gehören. 

91  e ith7)  führt  mm  Ifreibit)  Inoceramus  concentricus  Park.,  Inoceramus  Brongniarti 
Park.,  Inoceramus  Cripsi  Mant.  unb  Inoceramus  mytiloides  Mant.  auf,  ba  er  jebod)  feine 
9Ibbilbungen  hlergrt  gibt  unb  neben  „ßreibiig"  auch  oerfd)ieöeue  fonftige  gunborte  trüberer 
Iporigonte  [teilt,  fatttt  hierzu  nicht  Stellung  genommen  merbert. 

Inoceramus  Brongniarti  Sow.  gittert  ©eittih8)  mm  SöalterSborf,  .ft'reibip,  Dattnem 
berg  unb  öftlid)  9teul)ütte.  ©oioeit  mir  attS  beut  ©ciuit;  uerfügbaren  iölaterial  eine  gefL 
fteltuug  möglich  mar,  fittb  bie  ©tüde  31t  Inoceramus  Lusatiae  n.  sp.  unb  Inoceramus 
Kleini  G.  Müller  31t  [teilen.  Der  Inoceramus  Brongniarti  beS  ©IbtljaleS  liegt  attS  unferem 
©ebiet  nicht  uor. 

Die  nott  ©eiitit3  als  Inoceramus  latus  Mant.9)  mm  .fheibit)  begegneten  Stüde  ent= 
flammen  bem  tieferen  ^origont  unb  fittb  bei  biefer  91rt  gtt  belaffett. 

ferner  führt  er  beit  Inoceramus  Cripsi  Mant-.10)  mm  ^'reibitg  auf,  jebod)  gehört  ©lbff)aL 
gebirge  II,  Daf.  13  gig.  13  gtt  Inoceramus  crassus  Petr.,  unb  Dctf.  13  gig.  14  tutb  15  31t 
Inoceramus  Cuvieri  var.  planus  Münst. 

Die  fd)lief)lid)  uort  ©einit)  als  Inoceramus  Lamarcki  Park.11)  non  Dannenberg  auf= 
geführte  91  rt  fd)eiut  Inoceramus  Weisei  n.  sp.  31t  fein,  beim  bie  in  ber  Söeifefdjen  ©amm= 
litttg  uorhanbenen  Stüde  biefer  91rt  fittb  non  ihm  als  Inoceramus  Lamarcki  begeidjnet 
roorben. 

gnoceramctt  fittb  nott  ßreibii)  nod)  nerfdjiebentlid)  aufgeführt  roorben,  jebod)  ohne 
nähere  ^Begründung  ber  91  rt  unb  attd)  unrichtig,  fo  baß  oon  einer  roeiteren  9lufgäf)lung 
abgefehen  nt  erben  fatttt. 

gut  folgenben  fei  eine  gufammenfaffung  ber  oon  mir  im  ©ebiet  feftgefteüten  91rten 
gegeben,  möglid)ft  nach  ihrem  91uftreten  in  oertifaler  9ttd)titng  begro.  oon  Söeftett  nach 
Offen  fortfd)reiteitb  geordnet. 

9luS  beit  ißriefeuer  Schichten  oon  93öhm.'$amnih  ift  mir  nur  ber  Inoceramus  latus 
befanut.  Der  oon  ba  angeführte  In.  Cuvieri  Sow.  dürfte  tool)l  attd)  nur  biefer  9Irt 
angehören.  Die  gnoceramen  in  den  Dänen  oon  gafgfdjfe,  toie  fie  auS  bem  ÜJttneral. 
HLufeum  gtt  Dresden  unb  oon  ber  geologifd)en  SanbeSanftalt  gtt  Seipgig  oorliegen,  find 
ebenfalls  nur  31t  In.  latus  31t  [teilen.  9(itcl)  ber  tieffte  befannte  foffilführenbe  -fporigont 
im  ^reibitjtale  bei  350  m |>öf)e  hQf  nur  T11.  latus,  unb  310 ar  2 ©remplate,  geliefert. 
91m  91orbabhang  beS  DalcS  herr[d)t  in  390  unb  400  m -f?öf)e  attd)  Liefe  9(rt  oor  (iühtfcttm 


’)  griffet),  Siteraturoerg.  11  <5.  24. 

2)  ißetrafcbect,  bo.  23  ©.  165. 

3)  Derf.,  bo.  23  @.  164. 

4)  Serf.,  bo.  23  ©.  162. 

5)  griffet),  bo.  11  ©.  67.  ®a§  58öl)mifctie 

SanbeSmufeum  befitjt  nur  wenig  gnoceramen 

auS  bem  föreibijp Dannenberger  ©ebiet.  gd) 


habe  fie  bafelbft  beficfjtigt,  jebod)  bei  ber  Durch’ 
arbeitung  ber  Slrten  nicht  oor  mir  gehabt. 

6)  gritfd),  Citeraturoerg.  li  ©.  67. 


7) 

9teu6, 

bo. 

26 

©. 

24 

, 25,  26. 

8) 

©einii). 

bo. 

17 

II 

S. 

43. 

9) 

©erf.. 

bo. 

17 

II 

45. 

10) 

®erf.. 

bo. 

17 

II 

49. 

®er[., 

bo. 

17 

II 

0. 

50. 

37  [5]  - 


DreSbeit,  ffteidfSanftalt  Söieit,  iUhtfcum  für  fftaturfunbe  93erlin).  9Iur  ein  einziges  93utd)= 
ftitd  (©ammlung  ßifdffe)  märe  51t  Inoceramus  crassus  Petr.  gu  [teilen. 

93iS  etraa  450  m tritt  fobann  an  berfclben  Dalfeite  Inoceramus  Cuvieri  var.  planus  auf. 

93ei  450  m fet^t  gleid)geitig  nocfj  mit  ber  norgenaunten  Hirt  gufammen  Inoceramus 
Kleini  in  trjpiftfjen  ©petnplarcit  ein.  Diefe  Hirt  fiubet  man  nun  an  nerfd)iebenen  (Stellen 
bis  gur  ©ifeubahnftation  Dannenberg  hinauf  in  540  m §öl)c,  unb  fie  ift  and)  in  groci  @,rem= 
plaren  nom  DadjSIjodj  in  520  m unb  in  einem  ©tüd  aus  bem  alten  ©teinbrud)  am  ©üb= 
bange  beS  großen  $riebrid)SbergeS  in  550  m Jpöfje  befannt.  Hin  ber  [üblichen  Dalfeite 
non  ftreibit)  fanb  id)  in  ca.  410  m ^>of>e  einen  ©anbfteinblod  in  primärer  ßagerung,  ber 
bie  formen  be§  In.  Kleini  lieferte,  roie  fie  auf  Daf.  II  ^yig.  3 gur  Darftellung  gelaugt 
finb.  (jin  ©teinbrud)  an  ber  fguliu§höl)c  in  450  m £>öf)e  treten  fobann  neben  biefen 
formen  and)  d)arafteriftifd)ere  Gsfremplare  biefer  Hirt  auf. 

93ont  ßrcibit)tal  gegen  Hierbei!  in  ber  Hlöf)e  ber  $urafd)olIe  non  üftaffeitborf  in  400  m 
6pöbe  liegen  mir  aitS  ber  ^öglerfdfen  ©ammlung  einige  ©tiide  nor,  bie  bem  tppifdfen 
norbbeutfcben  In.  Cuvieri  gitgured)nen  finb.  Daneben  fiubet  fid)  and)  In.  Cuvieri  var. 
planus,  In.  Weisei  unb  In.  crassus,  alles  formen,  bie  auf  ben  In.  Cuvieri  guriid= 
gufüfjren  finb. 

In.  crassus  fommt  bitrd)  ba§  gange  ßreibitger  ©ebiet  nor.  93oit  390  m ÜDteereShöf)e 
an  fiubet  er  fid)  an  mehreren  ©teilen  bis  hinauf  gur  ©tation  Dannenberg  unb  in  befoitberS 
fd)änen  ©remptareu  im  Dad)Slod).  .Qittauer  ©ebirge  ift  er  nod)  nicht  beobachtet  roorben. 

9Jtit  ihm  gnfammen  fiubet  fid)  im  DadjSlocf)  ber  nicht  geringer  aufgeblähte  In. 
Weisei,  ber  auch  bei  Hlaffejtborf  oorfommt,  unb  non  ber  ©tation  Dannenberg  in  je  einem 
©jemplar  im  .93öf)niifd)cn  ßaubeSinufeitm  unb  an  ber  beutfdjen  Uninerfität  gu  $rag  foroie 
in  einem  ©tücf  nom  Dlorbabhang  beS  -'pocbroalbeS  an  ber  gcoiogifdfen  ßanbeSanftalt  ßeipgig 
norl)anben  ift. 

Inoceramus  percostatus  liegt  nur  non  ber  ©tation  Dannenberg  nor,  an  il)u  fd)licf)t 
fiel)  Inoceramus  subpercostatus  non  ber  ßaufdje  unb  Inoceramus  Koegleri  nom  Dad)Sloä), 
ber  ©tation  Dannenberg,  ber  $uIiuShöf)e  unb  non  9taffeitborf. 

ferner  liegen  nom  D>ad)Slod)  2 ©pemplare  beS  Inoceramus  cf.  Koeneni  nor,  foroie 
eine  rechte  unb  eine  liufe  klappe  ber  neuen  Hirt  Inoceramus  Wandereri,  ferner  3 ©remplare 
beS  Inoceramus  Dachslochensis.  Inoceramus  Winkholdioides  ift  befannt  nom  ©übl)ang  beS 
großen  $riebrid)SbergeS,  nom  DadfSlod)  unb  nom  Dreieder. 

DaS  öftlidje  ^reibegebict  roirb  befouberS  bitrd)  bie  Hirten  Inoceramus  Frechi,  Glatziae, 
Lusatiae  unb  Sturmi  dfaraftcrifiert.  In.  Frechi  liegt  nom  ©onnenberge  bei  HBalterSborf 
foroie  in  einem  ©jemplar  non  ber  ©tation  ^rcibifpDcichftatt,  In.  Glatziae  nom  ©onnein 
berge,  Dreieder  unb  DadjSlocf),  In.  Lusatiae  ebenfalls  nom  ©onnenberge,  bann  nom  9torb= 
hang  ber  ßaufdje,  nom  Dreieder,  Dadj§lodj  unb  ber  ©ifenbaf)n=3tatiou  ßreibitpDeidjftatt, 
fd)lief3lid)  In.  Sturmi  nom  ©onnenberge  unb  non  ber  ©tation  Dannenberg  nor.  93 om 
©onnenberge  ift  nod)  In.  subquadratus  unb  In.  protractus  gu  ermähnen.  93 om  ©itb= 
hang  beS  ©odpoalbeS  ift  mir  nur  ein  großes  ©jemplar  non  In.  Cuvieri  unb  eines,  bas 
niclleid)t  bem  In.  Cuvieri  var.  cripsioides  angehört,  befannt.  2öie  bie  genauen  ßagerungS= 
nerf)ältniffe  an  festerem  Orte  finb,  entgieht  fid)  meiner  Kenntnis,  $ritfcf)  geid)nct  auf 
feiner  geologifdjen  ßarte  non  Htorbböhmen,  ©eftion  Deplit3=ffteidjenberg,  am  ^jodjroalb  bie 
©renge  ginifd)eu  ©hLnnefer  unb  $ferfdjidjten,  roebei  roofl  eine  93rucl)Iinie  angunehmen 
märe,  roaS  fid)  and)  bitrd)  meine  fffuitbe  beftätigen  mürbe. 

|fur  befferen  lleberfid)t  beS  HluftretenS  ber  Hirten  an  ben  eirtgelnen  ^unbfteflen  möge 
nad)folgenbe  Dabclle  bienen. 


— 38  [6]  — 


sn;our;o.id 

snurwaooiij 

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piajapas  \\ 

snureiaooiij 

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snar&raoonj 

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sn^'Bjp'Bnbqns 

smimaootij; 

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-3füi  ;\\  smuuiaooui 

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sn^sooiadqns 

snai'B.iöoouj 

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sn^fsoo.tad 

sppreidoonj 

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o'Bi^'Bstiq; 

snurejaoouj 

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Gisuajjops.10^^ 

sruu'ß.xaoouj 

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laaiAüQ  snumaoouj 

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LiaiAHQ  stira^jaoGui 

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39  [7] 


Der  Aufbau  der  Mreidefcbicbten. 

Sa§  SängSprofil  auf  Saf.  9 $ig.  1 gibt  einen  ibealen  Surdjfdjnitt  beS  ©ebieteS  unter 
SBerüdfidjtiguitg  bei*  £>auptfunbftätteu  non  $noceramen.  Ser  Scpnitt  ift  ungefäpr  in  ber 
fRidjtung  non  2Beft  na  cf)  Oft  geführt,  non  ber  tiefften  Stelle  beS  ürcibiptaleS  biefem 
entlang  na  cf)  bem  Sannenbergfegel,  bann  über  ba§  SadjSlodj  naef)  ben  Saubfteinbrücpen 
an  ber  Saufcpe  unb  am  Sonnenberge,  unb  non  ba  gen  Süboft  umbiegenb,  gum  Sanbfteim 
britdjc  am  Sübpange  be§  ^odjroalbeS.  Sie  gange  Sänge  entfpriept  einer  Suftlinie  non 
21  km.  Sie  tieffte  Steife  im  Äreibitjer  Safe  liegt  etroa  bei  310  m,  ber  Salfdjlufj  ber 
£h*eibefdjidjten  im  Often  über  bem  Sanbfteinbrudj  am  Sübpange  beS  SanuenbcrgeS  in 
670  m .Spöfgc.  Sin  ber  Saufcpe  fteigt  ber  Sanbftein  bi§  720  unb  am  fpodjroalb  bi§  680  m 
pinan,  fo  bafj  eine  Sdftäcptigfeit  be§  gangen  ^omplejeS  non  ntnb  400  m angunepmeit  ift. 
Sie  ©ipfel  be§  SaimenbcrgeS,  ber  Saufcpe  unb  be§  fpodjraalbed  beftepen  au§  Ißponclitp. 

allgemeinen  ift  bie  Sd)id)tenlagc  eine  porigontale.  Ob  ba§  im  roeftlidj  anfcpliefjenben 
©ebiete  beobacptete  fd)macf)e  öftlid)e  ©infallen  ber  Scpicpten  and)  pier  fortfetgt,  läf3t  fid)  burdj 
paläontologifdjc  IBefunbe  nidjt  fidjer  nad)meifen.  SSenn  and)  einige  Slrten,  roie  Inoceramus 
Frechi,  Glatziae  unb  Lusatiae  im  öftlicfjen  füdjfifdjeu  Anteil  if)re  fpauptoerbreitung  befipen, 
feplen  fie  bod)  and)  nidjt  noflftänbig  im  ^reibiper  ©ebiet.  Sie  $agie§oerpältuiffe  paben 
belanntlidj  großen  ©influfj  auf  bie  §aitna. 

lieber  bie  litpologifdje  .ßufammenfepuug  biefeS  SdjidjtenfomplereS  in  feinem  ungemein 
häufigen  SSedjfel  non  tonigen,  mergeligen,  fanbigen  unb  quargitifepen  Sd)id)tcu  unterrieptet 
am  beftcu  baS  folgenbe  fßrofil,  ba§  an  SSafferriffen  entlang  an  ber  Slorbfeite  be§  3?rcibip= 
taleS  feftgeftellt  inerben  founte. 

325  m fepr  lofjlige  üftergelfdjidjt  (Siibfeite  be§  SaleS) 

332  m gelblidjer  Sanb 

335  m bitnfler  fanbiger  SJierget 

340  m gäper,  grau  unb  gelber  Setten 

345  m lofeS  fanbigeS  ©eftein 

350 — 375  m Sonmergel  (?  mit  Sanblagen) 

375 — 380  m Sanbftein 

382 — 390  m roie  folgt  non  unten  auf: 

0,30  m mürber  Sanbftein 
0,30  m roeifjer,  fefter  qnargitifdjer  Sanbftein 

1,00  in  roeip  uitb  gelber,  mürber  Sanbftein 
0,40  m fefter  qnargitifdjer,  rocipgrauer  Sanbftein 
0,50  m mürber,  gelber  unb  teils  roeifjgrauer  Sanbftein 
0,50  in  roeip=,  gelb=  unb  blamgebäuberter  Sonmergel  mit  nie!  ^oplenreften 
0,50  m mürber,  meipgelber  Sanbftein 
0,20  m fdjniarguiciper,  fdjnmdjfopliger  Sonmergel 
0,70  in  mürber,  ineifjgelber  Sanbftein 
0,10  m f einquargitif d^e,  fepr  fefte  33anf 
0,50  m roeipgrauer,  nidgt  fepr  fefter  Sanbftein 
0,20  m feinquargitifdje,  fefte  Sd)id)t 
0,50  m mürber,  rotgelber  Sanbftein 
0,10  m g r o b q 1 1 a r g i t i f d) e , fefjr  fefte  Sdjidjt 
0,20  m gelb=  unb  bitnfelgrüner  SJlergel 

1,00  m roter,  fefjr  mürber,  mergelartiger  Sanbftein 

1,00  m giemlicfj  gäper,  rotgelber  tOlergel 
395  m pellgrauer,  qnargitifdjer  Sanbftein 
400  m eine  SSanf  fefter  qnargitifdjer  Sanbftein 
402  m rotgelber  Sanbftein 
405  m graugelber  Quargit 
410  m raeidjer,  gelber  Sanbftein 
415  m gäljer,  blauer,  fanbiger  ÜDicrgel 
420 — 440  m gelber  Sanbftein 
441  m fefte  (quargitifdje  ?)  Sanbfteinbanf 
445  m buntle  ÜUlergelbanf 
450  in  fefte,  pelle  Qitargitbauf 
458  m pelle  tüiergelbanf 
460  m Quargitbanf 


- 40  [8]  - 


baritber  bi§  500  m ift  nur  ©anbftein  loafn^uitefpueit,  jebod)  finbeu  fiel)  an  aitbercit  ©teilen, 
fo  am  ©itbljange  beS  ^reibitjct  ^effelS,  nod)  in  495  m lpö()e  Blaue  Setten,  ferner  gegen 
bie  ©ifenbafmftatiou  Saunenberg  i)iu  tu  531  in  £jöf)e  gä£)er  San,  am  ©omtenberge  bei 
SöalterSborf  in  560  m tpöfjc  eine  fol)Iige,  bttitfle  fOtergelfd)id)t,  roeiter,  uad)  frcunblid)er 
ÜÖXitteilung  beS  ipernt  IJkofcffor  Sr.  9Seiuifcf)  (bie  ©teile  tonnte  idj  nocf)  nid)t  fctbft  auffuefjen), 
am  ©d)öber  an  ber  ©trafje  oor  94euf)ütte  in  600  m .Spo£)c  eine  9Jtergelfd)id)t. 

©in  fpegießeS  ©ingefjen  hierauf  muff  ber  fpätereu  Arbeit  oorbeplten  bleiben,  jebod) 
fei  betont,  baff  eine  ftratigrapf)ifd)e  ©lieberitug  uad)  petrograp£)ifd)en  @efid)tSpunfteu  nid)t 
mögtidj  ift.  Söir  Ejaben  einen  ©d)id)tenfompIe£  oor  tittS,  ber  aitS  einem  2Bed)fel  oon  tOierget 
unb  ©anbftein  fid)  allmäfjlid)  in  jüngeren  ©djicfjteu  31t  mäd)tigeren  ©anbfteiubänfeu  IjerauS= 
gebilbet  f)at,  genau  fo,  mic  Balger  in  feiner  ©eologie  oon  S3öf)men  (©.  1332  tt.  flgbc.)  baS 
93erI)ältniS  gmifdjen  Lßriefener  unb  ©fjlomefer  ©djidjten  fcfjilbert. 

Sem  tiefften  fünfte  beS  ^reibiger  SaleS,  alfo  au  ber  Dlorbfeite  beS  HalteitbergeS, 
entfprid)t  an  ber  ©übfeite  beS  ScrgeS  etroa  ber  oon  $ritf  d)  ermähnte  ffautbort  am  S3af)itf)of 
93öl)  nt.  Gaumig.1)  Sic  aferbinbitrtg  beiber  ©teilen  bilbet  bie  roeftlid)  am  ßaltenberge  f)in= 
3iel)enbe  SDtergetgone,  auf  ber  fid)  in  ungeftörter  Sagerung  bie  fogenannten  „©fflotnefer 
©d)id)teit"  auf  bauen.  tUadi  SBeftcn  gilt  lägt  fid)  bie  eben  genannte  SJiergelgoue  als 
„ißriefener  ©d)id)tcn"  (f^ritfd))  =„©uoierimergeI"  (33ecf  unb  §ibfcfj)  oon  33öl)tn.4tamuig  an 
33rud)liniett  entlang  bis  gegen  Setfd)eu  itub  barüber  ginauS  oerfolgen,2)  Slitd)  biefe 
„sf3riefener  ©d)id)ten'‘  ftelleit  nid)t  reine  IDiergeb  ober  Sonlagen  bar,  fonbern  nab)  33  ed 
unb  ipibfcf)3)  ebenfalls  SSedjfellagentngen  oon  ©anbfteinen  unb  tütergeln  gleid)  bett 
©d)id)tcu  im  ßreibiger  Sale,  fo  baf)  e§  immerhin  möglich  märe,  baft  3.  33.  bie  tOtergel  oon 
©ünterSborf  öftlid)  oon  Setfcgcn  in  420  m|)öf)e  ifjre  Slequioalente  in  beit  ©uoierifd)id)ten 
beS  ßreibiger  SaleS  gaben. 

@S  ift  31t  oermuten,  baff  bie  ipor^onticruug  ber  Ißriefener  ©cgicgten  oon  bett  ©glontefer 
©cgiditeit  auSgegenb  einen  beffereit  ©rfolg  oerfprid)t,  als  gegenroärtig  in  ©ebicten,  too  bie 
$riefetter  ©d)id)tcn  bie  ßreibeformatioit  ttaeg  oben  abfcgliefjen. 


Das  Alter  des  IKreibitz-Zittauer  Sandlteingebirges. 

93crgleid)t  man  baS  Sorfommert  ber  f)ier  auftretenben  $noceranten  (f.  ©.  39)  mit 
beut  in  anberen  ©ebieteit,  fo  ergibt  fid)  foIgenbeS: 

Inoceramus  latus  ift  bcfottberS  leitenb  für  bie  ©capf)iten3one,  roenn  er  and)  babei  in 
f)öf)ere  ©d)id)ten  nod)  auffteigt.  ffn  bett  Ißriefener  ©cgicgten  oon  Setfegen  unb  93öf)m.= 
^ainttig,  in  ^reibig  bis  31t  390  m I)errfd)t  er  allein  oon  bett  ^noceramen  oor,  nur  ein  ©tiid 
eitteS  Inoceramus  crassus  ift  nod)  in  390  m ipögc  gefunben  toorbett.  31ud)  bie  fonftige 
fyartna  geigt  nid)t  bie  egarafteriftifegen  formen  beS  gögeren  §ori3onteS,  fo  baf?  fid)  biefe 
Abteilung  als  nnterfte  Qotte  toogl  abtrennen  lägt,  fjcf)  fjatte  fie  für  ebenbürtig  mit  beit 
IDtergelit  oon  3agfb)fe  bei  SBeglen  ttttb  ben  Sonett  oon  ©rog=94atftoig  in  ber  Sötoenberger 
treibe,  bie  oon  ©türm,  Riegel  ttttb  ©eupitt  itt  bie  ©capf)iten3one  geftelft  roerben. 

Sarübcr  bauen  fid)  nun  abmecgfelnb  IDtcrgeC  nitb  ©anbfteinf  cgicgten  bis  in  ca.  450  m 
^)ö£)G  auf.  31tt  $noceramen  finbeu  fid)  barin  In.  Cuvieri,  In.  Cuvieri  var.  planus,  In. 

Cuvieri  var.  cripsioides,  In.  crassus,  ln.  Weisei  ttttb  In.  Kleini  var.  unb  31t  oberft 

In.  Cuvieri  var.  planus  gemifd)t  mit  I11.  Kleini.  Siefe  $one,  ca.  60  m mäd)tig,  ent= 
fprid)t  beut  SubtoigSborfer  ©anbftein  in  ber  Sötoenberger  treibe  unb  ftellt  bie  ©uoieru 
3one  bar. 

Saritber  lagert  nun  ber  ©ntfdjer,  SDSergeX,  0,uar3it=  unb  ©anbfteiitbänfe,  egarafterifiert 
bttrd)  In.  Kleini  unb  percostatus,  int  ßreibiger  profil  oon  450 — 540  m tut  ber  Station 
Sannenberg  fef)r  foffilreid),  oott  ba  bis  31110  ©anbfteinbrud)  in  falber  £>öge  beS  Sannem 
bergeS  in  650  m -jpöge  anfegeinenb  foffilarm.  Ser  ntäd)tige  ©teinbrueg  enthält  faft 
feine  $p$filien.  Lieber  feinen  int  31b bau  befinblicgen  Söäitbett  Xagerttb,  fattb  id)  einen 

mergeligen  ©anbftein,  ber  mir  Liopistha  aequivalvis  Goldf.  sp.  unb  Cardium  Ottoi  Gein. 
lieferte.  SaS  (entere  $offi!  3erfiel  aber  fofort  beim  31uffinben.  Sie  goffilien  biefer 

.ßone  ftimmen  genau  mit  betten  oott  ßieSlittgStoalbe  in  ber  ©raffdjaft  ©lat)  überein 
unb  gritfcf)  fjat  fie  and)  bemgemä^  3ttfantmen  befjanbelt. 


')  St'itfd),  Siteraturoeig.  10  ©.  29. 

2)  Hager,  Siteraturoerg.  19  (5. 1381.  2Iud)  f>ter  toirb  biefe  2tnfid)t  unpoeibeutig  au§gefprod)eii. 

3)  33eä  unb  §tbfd),  fitteraturDerj.  l ©.  38. 


4t  [9]  - 


®ie  weiter  gen  Offen  liegenben  ^unöftätten  fiitb  btird)  ba§  2ht  non  $niu>0cn0iborf 
oon  bem  ßreibiper  ©ebiet  getrennt,  babeit  aber  charafteriftifcfje  ©mfdjcrfoffilien  geliefert, 
fo  In.  Kleini,  Frechi,  Glatziae,  Lusatiae  itnb  Sturmi.  ®ie  fjnoccramcit  bc§  @onnen  = 
berged  finb  befonberd  bc§t)alb  wichtig,  weit  fie  fo  wie  tjier  and)  faft  at§ 
einzige  $offitieit  an  ber  griebrid)§grunber  Set) ne  (^eitfdjener)  in  ber 
©raffdjaft  ©tat)  narfommen.  ®a  nach  Riegel1)  jene  Schichten  unzweifelhaft  §um 
©ntfdjer  gebaren,  fo  muff  and)  b ae>  .ßitt  au  er  ©anbfteingebirge  jnm  ©rnfcher 
geftettt  werben.  In.  Frechi  liegt  ferner  in  fdföuen  ©remptaren  aus»  bem  ©iitfdjer  non 
Rodert  au  in  ber  ßöwenberger  ffreibe  uor. 

Jfatjcr2)  filtert  and)  ißeruper  6d)id)teit  aus  bem  SöatterSborfer  ©ebict  au,  biirfte 
aber  wohl  nur  jenen  buntten  fotjtigen  S£on  atS  fotd)e  aufeben,  ber  burct)  bie  • ©teinbrüd)e  am 
©ottiteitberge  unb  an  ber  ßaufdje  t)iuburd)gc^t  unb  beit  9DIergetfcf)t(f)ten  non  ^reibit3  fef>r 
ähnlich  fiebt.  ©rot)  Dieter  93emithnitgen  f)at  er  nur  einige  wenige  fteine,  uieftcid)t  nodj 
beftimmbare  ^ftaitjenrcfte  geliefert.  3ttS  iß  ent  per  @d)id)teu  im  (Sinne  dou  ^aper 
i ft  a t f o hier  eine  Sanbpflangen  f ii  t)  r e n b c 93  a n f © m f dj  e r aufgnfaffen. 

93 an  beit  $noceramett  uttfereS  ©ntfdiergcbictcS  finb  aud)  mehrere  für  beit  ©ntfrber 
beS  nör biteben  ^argranbeS  djarafteriftifd),  e§  fiitb  bieS  In.  Kleini,  percostatus  unb 
subquädratus,  ferner  t)örf)ftir>af)rfd)eiu[id)  attd)  mit  £>arzranb  uorfommenb  In.Winkholdioides 
Winkholdi  (?)  ttnb  ln.  Lusatiae  bilobatus  (?). 

tötit  beut  ©nt f et) er  ber  £) eit fd) euer  ftimmen  übereilt  In.  Frechi,  (Glatziae,  Lusatiae 
itnb  Sturmi.  Sie  in  beit  Sotten  uott  IfartSberg  bafelbft  gefnnbenen  ^noceramett  uermag 
ict)  31t  feiner  ber  mir  nortiegenben  formen  31t  ftetten. 

9titd)  bie  iDicbr^abt  ber  ^ltoceramen  noit  J?ie§tingSwa tbe,  bie  id)  atS  nette  9trt  In. 
Sturmi  bezeichnet  habe,  bat  ihren  93ertreter  in  einer  9lu0abt  ©jemptare  am  ©oitneitberge. 
9(nS  bent  SreSbciter  iOhtfeitnt  erfd)eint  mir  ein  atS  mit  „ßreibit)"  be0eid)itete§  ©tiid  nach 
bem  ©eftcinSmateriat  uoit  ^ieStingSwatbe  0U  ftammen;  eS  ift  nicht  altgtt  grop,  geigt  aber 
bie  d)arafteriftifd)e  gorm  beS  In.  Kleini.  (Sollte  ber  In.  undabundes  M.  & H.,  wie  @.  47 
angebeutet,  §u  In.  crassus  gehören,  fo  wäre  ba§  eine  weitere  ^rtoceramenart,  bie  an  beibeit 
(Stetten  uorfomntt. 

9fnS  bem  © nt  f d)  e r ber  2 ö w en berget  treibe  ftimmen  ebenfattS  nier  $nocetamen= 
arten  mit  beit  hiafigett  überein,  nämlich  dou  ^wefenau  In.  Frechi,  uoit  ©ät)n§borf  In.  Kleini, 
dou  sJceuwarthan  In.  protractus  unb  In.  crassus. 

Sementfprecheub  würbe  bie  9IItcrSftettung  ber  Schichten  beS  ltreibih=3tttauer  Saitb= 
fteingcbirgeS,  mit  beiten  mtberer  ©ebiete  nerglidjen,  itaehftehenbeS  93itb  ergeben. 


Zonen 

emittier 

Kreibitz-Zittau 

(yinbert] 
(Sglomefer  ©eßle iy- 
ten  über  450  m im 
fireißtger  Stal, 
forme  3iaaucr 
©anbftetngeßtrge 

Cöwenberg 

[©cupin] 

Oßerquater  (?) 

^eufebeuer 

[Siegel] 

grtebricߧgvunber 
Üeßne  be^to. 

Oberer  Cuober 

harzrand 

[@.  SMIIer] 

ööftof  Bel 
OuebiinBurg 

U.  Q. 

Kieslingswalde 

[©türm] 

die§ling§tnalbcr 

Sadilen 

[©cupin] 

Jleuroartßau 

©anbftein 

Cuvieri- 

zone 

fireiblgcr 
©eßteßten 
390—450  m tm 
Stretfilßcr  Sal 

£ubroig§borfer 

©anbftein 

darlsßerg 

©unierUone 

Obere 

die§ltng§roalber 

2one 

Ueßtrquabet 

Scapbitem 
zone 3) 

«Priefener 
©eßleßten 
unter  390  m im 
.dreißiger  Stal 

'.Dtcrgel  non 
©roßraefroig 

jtarlsberg 

Obere  Stbttg. 
b.  um. 

ftieglingbmaiber 

Stone 

Sone  non 
3agfcÖfc. 

J)  Riegel,  fiiteraturoeiq.  7,  <S.  26. 

2 ) R'aper,  Sitcraturoerj.  19,  @.  1264. 

3)  ©er  Söegriff  „Seapbitenjone"  ift  nach  Sturm,  Citcraturoerj.  86,  6.  52  unb  Siegel,  Citeraturocr).  7, 
©.  7 aufgefapt. 


— 42  [10]  — 


Zufammenfaffung. 

Sie  ^fnoccrnmcu  beS  bcßanbelteit  ©ebieteS  eignen  fief)  feßr  gut  gur  £>origont= 
feftftettung. 

SaS  Urcibitj-ßitt attcr  ©attb [teilt gebir ge  i ft  ein  teftonifcß  e i u c i t = 
1 i cß  e S ©ebilbe.  Sic  [aitui[ti[cf)en  üBergleicße  beiber  ©ebicte  feßließeu  eine  größere  ßorigoutale 
(Störung  burdj  93ritcße  auS.  ©S  gliebert  fiel)  in  ©capßiteitgoitc,  ©uoierigone  itnb 
© nt  [ d)  e r.  ,[5111  3it^ailcr  ©ebirge  ift  bie  ©capßiteiigoue  muß  nid)t,  bie  ©uoierigone  nur 
aut  ©übßauge  beS  ipocßtoalbeS  ttaeßgeroiefen  roorbett. 

Sie  ©ßlontefer  ©dfießten  eutroicfclu  fiel)  auS  einem  SBecßfel  non  9JlergeI=  unb 
©anbftcinfcßicßten  ttad)  oben  ßiu  51t  immer  mächtigeren  ©anbfteinbänfert. 

Sie  93egeicßnung  „©ßlontefer  ©eßießten"  ift  nur  für  ben  bei  450  m im  ^Teibißer  Sale 
einfetjeubcu  ©mfeßer  unb  bie  entfpreeßenben  fonftigen  9(61agerungeit  in  [Böhmen  011511= 
roenben.  9iur  in  biefent  (Sinne  formen  [ie  einen  ftratigrapßifcßen  9öert  bemalten.  9(1§ 
„ßreibißer  © cf)  i cf)  ten"  fönnen  bann  bie  ©uoierigone,  baS  ift  0011  390 — 450  m int 
ilrcibiijer  Safe  unb  bereu  Sfeqitib'afente  gelten.  2SaS  barunter  liegt,  mürbe  als  „ißrief euer 
©eßießten''  (©capßitengone)  angufeßen  fein. 


Beitreibung  der  Urten. 


Unoceramus  latus  Iftantell. 


1822 

1837 

1870 

1871  — 
1901 

1903 


Taf.  IV  Fig.  4. 

Inoceramus  latus,  Mantell,  Geol.  of  Sussex,  S.  216,  Taf.  27  Fig.  10. 

„ Sowerby,  Grossbritanniens  Mineral-Conchologie,  Taf.  582  Fig.  1,  S.  609. 

„ „ ,,  F.  Roemer,  Geologie  von  Oberschlesien,  S.  316,  Taf.  34  Fig.  12. 

75  ,,  .,  ,.  Geinitz,  Elbthalgebirge  II,  Palaeontographica  XX,  Taf.  13  Fig.  4,  5,  S.  45. 

.,  „ ,,  Elbert,  Das  untere  Angoumien  in  den  Osningbergketten  des  Teutoburger 

Waldes.  Verb.  d.  Naturh.-Ver.  d.  Rheinlande,  Taf.  3 Fig.  4. 

„ Petrascheck,  Ueber  Inoceramen  aus  der  Kreide  Böhmens  und  Sachsens. 

Jahrb.  d.  k.  k.  geol.  R.-A.  Bd.  53,  Heft  1,  S.  165  zum  teil. 


Sie  mir  oorliegettben  ca.  20  ©pcntplare  finb  affe  ntcbr  ober  roeniger  oerbrüeft  ober 
ltnoollftänbig  erhalten.  ©itteS  ber  beften  and  bem  ÜRmeralogifcßeu  9Rufeum  51t  SreSben 
(9er.  15  bafcfbft)  ift  auf  Saf.  4 $ig.  4 micbergegcbeu.  9[ud)  bie  geofogifd)C  [ReicßSanftalt 
SBien  befitjt  einige  meift  feßr  oerbritefte  ©pempldre  non  Jjier  (91r.  10,  11,  13,  15,  31  ttttb 
34  bafefbft),  foroie  muß  bas  9Rufeum  für  9Iaturfunbe  51t  Berlin,  $nroieroeit  nufere 
91rt  mit  ber  cnglifdjen  übercinftimmt,  fantt  erft  ttad)  23eröffentlicßnng  meiteren  9RaterialeS 
feftgeftefft  roerben.  §err  fßtofeffor  Sr.  93oeßnt=93erliu  befitjt  eilten  91bguß  be§  9Rantellfcßen 
Originales,  baS  feiber  niefjt  ooflftänbig  erhalten  ift  ttttb  einen  fießeren  ißergleicß  nicf)t  gulnfjt. 

Sie  ©teinferne  beS  ©ebieteS  finb  flacß  gemötbt  ttttb  fallen  allmäßlig  gum  93orber= 
unb  glügelranbe  ab.  Ser  ÜBorberrartb  bilbet  einen  flauen,  ttad)  attSroärtS  gerichteten 
93 eigen,  ber  Unterraub  ift  meßr  ßalbfreiSförmig  geftaltet,  ber  ^interranb  fteigt  attfeßeinenb 
giemlicß  gerabe  auf  unb  ift  gegen  ben  ©eßlüßranb  ßitt  etmaS  eiitgegogett.  Ser  ©cßloßtanb 
ift  gerabe,  bie  Sänge  nicht  feftguftellen.  Ser  Deine  fpiße,  gegen  bie  ©cßale  angebrüefte 
SSirbel  ragt  ein  tueitig  über  ben  ©cßloßranb  biumeg.  Sie  Oberfläche  ift  mit  giemlicß 
regelmäßigen,  ftuntufeit,  fongeittrifcßen  galten  bebeeft , über  bie  bentlicße  9(utoad)Sftreifeu 
gießen.  f}m  allgemeinen  geigen  bie  galten  unb  9InroacßSftreifeu  längs  ber  ßöcßften  SSölbuttg 
etroa  auf  ber  9Ritte  ber  ©cßale  eine  meßr  ober  roeniger  feßarf  ausgeprägte  ||[ticfnng. 
Sie  attS  Sonfd)id)ten  ftammenben  ©pemplare  finb  oft  feßr  breit  auSgeroalgt,  bie  ßiticfung 
ift  oerfeßrounben  ttttb  au  bereit  ©teile  fRuitbttttg  getreten.  Ser  gröfitc  ber  mir  oorlicgenbett 
©teinferne  ift  ungefäßr  65  mm  ßoeß. 

Saf.  34  $ig.  12  bei  $.  [Römer,  ©eologie  0011  Oberfcßlefien,  gibt  ben  ©ßarafter  nuferer 
©pemplare  gut  roieber.  91ucß  bie  9(bbilbung  bei  ©Ibert  Saf.  3 $ig.  4,  obrooßl  etroaS  breit, 
entfprießt  in  ber  9Irt  ber  93erippung  biefett  ©tücfen.  Sic  .©Ibtßalgebirge  II  Saf.  13  fyig.  4 
unb  5 ooit  ©treßfeu  bargeftellteu  ©pemplare  ßaben  ebenfalls  bamit  große  9Ießnlicßfeit. 
93egüglid)  ber  auf  berfelben  Safe!  $ig.  6 — 8 mm  ©treßleit  gtt  In.  Cuvieri  Sow.  gegogenen 
©tiiefe  mag  bie  ©ntfeßeibung  baßingeftellt  fein,  jeboeß  befiße  id)  aus  ben  [ßriefener  ©eßießten 
oon  ©ßoßen  in  Dftbößmen  eine  ßolleftion  fguoceramen,  bie  Üebergänge  oott  ben  formen 
beS  ©einitjfcßeu  Cuvieri  gttm  In.  latus  geigen,  fo  baf)  man  fie  alle  am  beften  rooßl  nur 
als  In.  latus  begeießnet.  ^itbeot  finb  attd)  bie  ©treßlener  ©tiiefe  gleicß  betten  oon  ©ßoßert 
beformiert  unb  bie  ltrfprüttglicße  $orm  ift  ttießt  meßr  feftguftellen. 


- 43  [11]  - 


ißetrafched  fagt  1.  c.  <5.  165:  „Die  SJle^rgatjI  ber  au§  ben  jüitgften  ©d)id)ten  ber  Urcibe 
©ad)fen§  unb  d3öf)men§  uorliegenben  $noceramen  gehört  bem  In.  latus  Sow.==(Mant.)  au.“ 
«Spiergu  ift  git  bemerken,  bafs  fiel)  biefe  dlrt  norherrfeßenb  nur  in  ben  unteren  ©d)id)ten  non 
Üreibiß  norfinbet,  au§  benen  aber  gerabe  bie  öffentlichen  Sammlungen,  inof)l  bitrcf)  ben 
(Sammler  ©rot)mann,  eine  dlngaf)!  ©tiide  erhalten  f)aben.  $m  eigentlichen  @ntfd)er  non 
ßreibiß  ift  In.  latus  ziemlich  feiten.  dlu§  ben  @reiizfd)id)ten  non  458  ra  liegen  brei  unb 
non  480  m §öhc  liegt  nur  ein  ©tücf  nor. 

ßfn  beit  Doitmergeln  non  4^cal5fcf)fe  ift  bie  dlrt,  tnie  icf)  mief)  im  iUIineralogifchen  ÜRufeum 
31t  DreSben  unb  an  ber  geoIogifcf)eu  Sanbcsanftalt  51t  Seipgig  überzeugen  formte,  häufig 
unb  auef)  in  ben  dltergeln  non  ©roß=fftadrniß  bei  Söincitberg  feine  feltcne  ©rfdjeinung. 
23cibe  fynnbfteffen  firtb  al§  gleichaltrig  mit  ben  unterften  ©d)icf)ten  non  ßreibiß  augufehen 
unb  entfprechen  ber  ©cap.fjitengone. 

Die  non  ißetrafdfed  weiterhin  a(§  fraglich  angeglieberte  f dharf gerippte  latus=$orm  ift 
In.  Kleini  Müll.,  mie  au  anbercr  ©teile  au§gcfül)rt  ift. 

(Atina§  abrncid)enb  aubgebilbet  fiub  bie  ebenfalls  au§  bem  tieferen  ^porigont  ftammenbcu 
©jemplare  sJir.  23,  28  unb  29  an  ber  geologifdjen  9Ieid)Sanftalt  2Sien,  foroie  dir.  13  im 
9Jlineralogifc£)en  dRufeum  31t  Dre§bcit.  Sen  ©teinfernen  fehlen  bie  für  In.  latus 
djarafteriftifchen  regelmäßigen  3lnmad)Sftreifen  unb  groben  galten;  an  ihnen  fann  man 
nur  ftumpfe  Stippen  inahrnehmen,  ber  Flügel  ift  gleich  mie  bei  In.  latus  nicht  abg'efeßt. 
©ie  fcheiueu  einen  llebergang  311  In.  Kleini  Müll.  31t  bilben,  31t  rneldjer  dlrt  inSbefonbere 
baS  ©tiid  dir.  28  hinneigt. 


Knoceravnus  Cuvieri  Sow. 


1834—40  Inoceranius  Cuvieri  Sow 
1863 


1877 

1897 

1900 


Tafel  II  Figur  2. 


Fundort: 

a]  Nassendorf,  Länge  6 cm, 

b]  Hochwald,  „ 19  „ 


Goldfuss,  Petrefacta  Germaniae  II,  S.  114,  Taf'.  111  Fig.  1. 
Strombeck,  Ueber  die  Kreide  am  Zeltberg  bei  Lüneburg.  Zeitschr. 
d.  deutschen  geol.  Gesellschaft,  S.  124. 

„ Schlüter,  Kreide -Bivalven.  Zur  Gattung  Inoceramus.  Palaeonto- 
graphica  XXIV,  S.  18. 

.,  Fritsch,  Die  Chlomeker  Schichten.  Archiv  Böhm,  B.  X,  S.  67. 

„ Sturm,  Der  Sandstein  von  Kieslingswalde.  Jahrb.  d.  kgl.  preuß. 

geol.  L.-A.,  Taf.  10  Fig.  1. 

Maße:1] 

Höhe  6 cm,  Dicke  2 cm,  Sammlung  Kogler,  Taf.  II  Fig.  2. 

„ 17  „ „ ? [soweit  das  Bruchstück  meßbar]  meine  Sammlung. 


Der  trjpifcfje  Inoceramus  Cuvieri  Sow.,  mie  er  in  ber  norbbeutfd)eit  treibe  auftritt 
unb  non  ©olbfuß,  Petr.  Germ.  II,  Daß  111  gig.  1 ungefähr  bargeftellt  rairb,  ift  fger 
Ziemlich  feiten,  ©efunben  h<*t  er  fid)  bi§  jeßt  nur  in  ben  öuargitblöden  bei  dtaffem 
borf,  unb  zroar  enthält  bie  itöglerfdje  ©ammlung  non  bort  eine  noltftänbige  rechte  plappe 
(STaf.  II  gig.  2)  nnb  einige  SSrudjftüde.  dtach  SSergleid)  mit  ©reinplaren  nont  nörblicßen 
Ijoargraube  unb  non  ißaberborn  an  ber  Uninerfität  d3re§lait  unb  geologifdfen  öanbe§anftalt 
Berlin  fönnen  bie  uorliegenbeit  ©tiide  non  jenen  nicht  getrennt  inerben,  dlüd)  ba§  non 
mir  gefummelte  93rnd)ftüd  nom  hpd)tnalb  gleicht  unllftänbig  großen  ©pemplaren  non 
ißaberborn.  SkfonberS  ftimmen  bie  ©tüde  in  ber  Berippung  gut  überein,  zmifeßen  gtnei 
fräftigen  dtippen  finben  fid)  immer  2 — 3 fdjroädjere.  Da§  abgebilbete  Gßremptar  geigt  and) 
ba§  für  bie  dlrt  in  höherem  dllter  d)arafteriftifd)e  Dideuinad)§tum,  b.  i.  ein  2Beiterrnad)fen 
ungefähr  fenfredjt  zur  früheren  ©dfalenrnötbung.  dlud)  ben  non  ©olbfitß,  ©trombed  unb 
©djlüter  gegebenen  Darstellungen  entfprechen  meine  ©rentplare  im  allgemeinen.  Die  non 
gritfd),  ©hlotnefer  ©djid)ten,  31t  biefer  dlrt  geteilten  ©tüde  non  ber  Station  Dannenberg 
gehören  nicht  f)ierher<  fonbern,  fotueit  id)  fie  am  dlöhmifcßen  öanbeSnutfeum  befiißtigen  unb 
beftimmen  fonnte,  31t  In.  Kleini  Müller  unb  31t  In.  Weisei  n.  sp.  Da§  non  ©türm, 
Daß  10  gig.  1 non  ^'ie§ling§malbe  bargcftellte  ©tüd  gehört  ber  neuen  dlrt  In.  Sturmi 
au.  dlud)  ba§  ma§  ©einiß  non  ©treßlen  ©Ibtßalgebirge  II  Daf.  13  gig.  6 — 8 als>  In. 
Cuvieri  abbilbet,  rnirb  faum  hierher  311  ftellen  fein,  fonbern  rnoßl  nietmehr  31t  In.  latus 
Sow.  (uergl.  ©eite  43).  Die  Originale  finb  gebrüdt  unb  laffen  eine  eimnaubfreie 
dleftimmung  nicht  311. 

Die  in  ber  böbmifdjcn  treibe  au§  ben  if3  riefen  er  unb  nod)  tieferen  ©dfidjten  31t 
I11.  Cuvieri  geftellten  Gßcetnplare  finb  meift  feßr  platt  gebrüdt,  an  beiten  einer  ber  £)aupt= 


*)  dllle  dKaße  in  oorfteßenber  Strbeit  finb  bei  ßorijontaier  Sage  be§  ©cßloßranbe§  genommen. 


— 44  [12]  — 


cßaraftere,  ba§  2)idenwacߧtum,  uid)t  nadjgemiefeit  werben  faiut.  9Jlau  wirb  gut  tun,  alte 
biefe  ©tiide  bi§  51t  einer  ©efamfbearbeituug  ber  bößmifdfen  formen  nur  al§  fraglicß 
31t  biefer  3Irt  31t  [teilen,  indbefoubere  [ie  3itr  §origontieruug  nießt  31t  betrügen.  3öaßr= 
fcßciitlid)  wirb  ein  großer  Seil  al§  In.  latus  angefproeßen  werben  nti'tffen.  Ser  non 
fyritfcf),  TTeplißer  ©d)icl)teu,  3lrcßio  SBößm.VII  $ig.  74  bargeftellte  In.  Cuvieri  gehört  meber 
31t  In.  Cuvieri  muß  31t  In.  latus.  Sind)  in  meiner  ©ammlung  befiubet  [id)  ein  folcßel» 
©jentplar  mit  feßarfen  Stippen,  äßnlicß  beiten  wie  bei  In.  Kleini.  93on  Oppeln  in 
Oberfdjlefien  liegen  mir  ebenfalls  au§  ber  llnioer[ität§fammluug  31t  33re§Iait  äßnlicße 
©tiide  xwr. 

Sie  2lrt  gilt  als  leitenb  für  bie  ©unierigoue  in  iftorbbeutfcßlanb  unb  and)  im  nor= 
fteßenbcu  ©ebict  fcßeiitt  [ie  biefen  tporigout  an3ubeuten. 


Ifnoceramus  Cuvieri  var.  planus  ffiünster  (Clbert). 

Taf.  I Fig.  2 und  5;  Taf.  7 Fig.  8. 

1834  — 40  Inoceramus  planus  Münster;  Goldfuß,  Petref.  Gernianiae,  Taf.  113  Fig.  lb. 

1871 — 75  „ Cripsi  Mantell;  Geinitz,  Elbthalgebirge II,  Palaeontographica XX,  Taf.  13  Fig.  14, 1 5 [?]. 

1901  .,  Cuvieri  var.  planus  Miinst. ; Elbert,  Das  untere  Angoumien  in  den  Osningbergketten 

des  Teutob.  Waldes.  Verh.  d.  naturh.  Ver.  d.  preuß.  Rheinlande  38,  S.  112. 
1903  „ ..  ..  planus  Münst. ; Petrascheck,  Ueber  Inoceramen  aus  der  Kreide  Böhmens 

und  Sachsens.  Jahrb.  d.  k.  k.  geol.  R.-A.  Wien  Bd.  53,  Heft  1,  S.  163. 

ißetrafcßed  folgenb  Ejabe  and)  id)  einige  ©pemplare  31t  biefer  mm  ©Ibcrt  aufgeftetlten 
Varietät  geftellt.  $ebccß  ift  mir  itid)t  möglid)  31t  unterfueßen,  ob  bie  ^Benennung  „planus“ 
iEjre  93erecßtigung  t)at.  ®ie  9Ibbilbung  bei  ©olbfuß  5£af.  113  $ig.  lb  gilt  einem  3iemlid) 
großen  ©jemplar.  $m  Original  liegt  e§  mir  nießt  rwr  unb  fann  be§ßalb  31t  einem  genauen 
33ergleicß  uid)t  l)erangc3ogeu  werben.  ®ie  ^reibißer  ©tiide  fiitb  bi§  auf  wenige  feßr  unnolC 
ftänbig  erhalten.  ®a§  auf  Stuf.  1 $ig.  2 unb  S£af.  7 §ig.  8 bargeftellte  geigt  beit  ©ltoieri 
cßarafter  feßr  gut.  ®ie  norerft  gleicßmäßig  gewölbte  ©d)ale  biegt  im  ßößereu  Filter  31011 
®idenmacßstum  um  mit  unregelmäßigen  gröberen  Stippen.  ®ie  regelmäßigen,  giemlirf) 
engen  Stippen  bc§  $ugenbftabium§  unterfeßeiben  bie  Varietät  gut  mm  bem  eigentlichen 
In.  Cuvieri,  beffen  Stippen  and)  in  ber  fjugenb  unregelmäßig  waeßfen.  ®a§  norgenannte 
©tiid  ift  gang  befonberS  feßarf  gerippt.  SSeniger  feßarf,  aber  ebenfo  regelmäßig  fiitb  bie 
Stippen  in  bem  auf  Saf.  1 f}ig.  5 bargeftcllteu  ©remplare,  ba§  gegen  ben  ipinterranb 
abgebroeßen  ift.  ,£>ier  gemaßrt  man  gleicßgeitig  audß  feinere  2Inmacߧftreifen  auf  beit 
gröberen  Stippen.  Sind)  fylitgel  unb  33anbgruben  fiitb  an  biefent  ©tiid  gut  fießtbar,  wa§ 
aber  woßl  nur  babureß  ermöglicht  ift,  baß  e§  gegen  ben  33orberranb  ßiit  ftarf  nerbriidt  ift. 
fjm  normalen  guftanbe  feßeint  ber  Flügel  woßl  feßr  fleiit  311  fein,  oiellcicßt  befteßt  er  nur 
in  ber  ftarfen  ©inbiegung  ber  ©cßale  naeß  innen,  bie  am  abgebilbeten  ©remplare  breit 
gebriidt  ift.  ^nfolgebeffen  ift  er  and)  bei  allen  anberen  norliegenben  ©tüden  nießt  fießtbar, 
unb  and)  8ßetrafd)ed  glaubt,  baß  ein  Flügel  nollftänbig  feßle. 

®ie  beibeu  iit  ber  ülbbilbung  wiebergegebenen  ©teinferne  flammen  ait§  Ouargitblöden 
0011  9taffenborf,  au§  beiten  and)  bie  oorfteßenb  ald  In.  Cuvieri  Sow.  befeßriebenen  ßer= 
rüßren.  .Qmei  weitere  liegen  ebenfalls  noeß  mm  bort  nor.  ferner  ßabc  icß  einige  itnnolC 
ftänbige  ©remplare  im  ßreibißtal  unterm  sf3idelftein  in  445  unb  458  111  ipößc  gefammclt. 
©ie  befinbeu  fid)  gufammen  mit  In.  Kleini  M.  in  ©d)id)ten,  bie  mm  mir  al§  ©rengßorigont 
3wifcßeit  ©unierigone  unb  ©mfeßer  angefeßen  werben.  ®a§  non  ©eiiiit),  ©Ibtßalgebirge  II, 
2af.  13  fyig.  14  al§  ln.  Cripsi  Mantell  bargeftellte  ©tiid  geßört  aueß  ßierßer  unb 
entflammt  woßl  obigem  fyuitbort  unterm  tßidelftcin.  31m  Original  ift  bie  $lügelbilbung 
feßr  gering  unb  iüelleid)t  aueß  nur  auf  SSerbrüdung  gurüdgufüßren.  $£af.  13  §ig.  15  ift 
woßl  ebenfalls  nid)t§  anbere§.  ©§  geigt  auf  bem  9tüden  unb  am  fjlitgelanfaß  33rucßlinien, 
burd)  bie  e§  nollftänbig  nerunftaltet  worben  ift.  ©Ibert  (n.  ©.  111)  nereinigt  ba§  ©tiid 
mit  ln.  inaequivalvis  Schlüter,  ©in  weiteres  ©remplar  im  Sdlineralogifcßen  ÜDtufeum  git 
©)re§beit  (9tr.  15  bafelbft  begeießnet),  naeß  bem  Material  non  bemfelben  gämbort,  ift  and) 
nur  biefe  2Irt.  Seiber  ift  e§,  wie  bie  weiften  ber  au§  biefem  SDlergcl  norliegenben  ©titde, 
au  ber  ©renge  ber  uad)  innen  gerießteten  Umbiegung  be§  ©cßalenwacßStumS  abgebroeßen. 

9In  ber  geologifcßeit  Sanbefunftalt  gu  33er liit  befinbeu  fid)  ©pemplare  au§  beni  ©unieri= 
pläner  non  ©alber  im  33raunfcßweigiftßen  unb  non  Siebenburg  bei  ©o§tar,  bie  mit  bem 
©pemplar  Saf.  1 fyig.  5,  fowie  au§  beut  33aßneinfcßuitt  öftlicß  non  33urgborf  bei  33örßum 
unb  nom  SSinbmüßlenberge  bei  ©alggitter  (©unieripläner),  bie  mit  bem  ©remplar  2af.  1 
fyig.  2 gut  übereinftimmen. 


- 45  1 13] 


Inoeeramus  Cuvieri  var.  cripsloides  Clbert. 

1901  Inoeeramus  Cuvieri  var.  cripsioides  Elbert,  Das  untere  Angoumien  in  den  Osningbergketten  des  Teuto- 
burger Waldes.  Verb.  d.  naturh.Ver.  d.  preuß.  Rheinlande  38,  S.  111. 
1903  „ „ ,,  Petrascheck,  Ueber  Inocei’amen  aus  der  Kreide  Böhmens  und 

Sachsens.  Jahrb.  d.  k.  k.  geol.  R.-A.  Bd.  53,  Heft  1,  S.  163. 

gm  allgemeinen  f)crrfd]t  über  biefe  Varietät  nod)  wenig  SHarfjeit.  S3ei  meiner 
91nmefeul)eit  an  ber  gcologifdjen  ÖanbcSanftalt  §n  Berlin  fah  id)  bei  tperrn  ^ßrofeffor 
©r.  93oef)m  ba§  Originalftiid  non  ©Ibert.  ©ine  SIbbilbung  mürbe  fefjr  nötig  fein,  benn 
bic  formen,  auf  bie  fid)  ©Ibert  begicf)t,  müffen  §u  anbereu  Wirten  geftellt  werben,  fo 
©Ibt|algebirge  II,  ©af.  13  gig.  12  51t  In.  hercynicus  Petrascheck1)  (In.  Cripsi  Mant.  nad) 
g.  93cef)ni?)  unb  gig.  13  31t  ln.  crassus  Petrascheck2). 

9lud)  Sßetrafdgccf 3)  fcf)cint  nid)t  ba§  rcd)te  getroffen  31t  haben,  benn  ba§  ©pemplar 
au§  bem  Qnabermergel  unter  beut  'pcfelftcin  bei  ßreibit)  (9er.  1 in  ber  Sammlung  ber 
geologifcfjen  9Md)§auftalt  Söien)  unb  nod)  ein  anberefj  (91r.  21),  ba§  omt  i()m  ebenfalls 
fo  begeidiuet  worben  ift,  fowie  ba§  oon  ifpu  erwähnte  ©gemplar  im  SJhtfeum  311  ißrag 
finb  wofjl  nur  gebrüdte  ober  fonftwie  mangelhafte  Stüde  oon  In.  crassus  Petr.  31ucf) 
mir  liegt  nur  ein  unoollfommeneS  Stiid  anS  bem  Stciubntd)  aut  Sübljang  be§  .fpodpoalbeS 
oor,  ba§  weniger  31t  ben  anberett  oorliegeuben  gönnen  pafft,  aber  foweit  id)  ba§  Original 
oon  ©Ibert  nod)  frifd)  im  ©ebäd)tni§  l)abe,  gut  31t  biefern.  ©er  glitgel  ift  feljr  felg  mal 
unb  auf  bem  Steinlern  abgef||t.  ®ie  Siippen  ftelpen  nicht  allguweit  oon  einartber, 
fd)eiueit  siemlid)  marlant  3U  fein  nnb  bilben  einen  nad)  hinten  oerlättgerien  Sogen.  Sie 
biegen,  wie  and)  am  Original  oon  ©Ibert,  hinten  etwas  edig  um.  93ieitt  Steinlern  befiel 
eine  ^)öf)e  oon  6 cm. 


Knoceramus  crassus  IPetrascbeck. 

Tafel  III  Fig.  4;  Taf.  6 Fig.  1 und  2. 


1871 — 75  Inoeeramus  Cripsi  Mantell;  Geinitz,  Elbtalgebirge  II,  Palaeontographica  XX,  Taf.  13  Fig.  13. 
1903  ,.  crassus  Petrascheck,  Ueber  Inoceramen  aus  der  Kreide  Böhmens  und  Sachsens. 


Jahrb. 

d.  k.  k.  geol.  R.-A., 

Bd.  53, 

Heft  1, 

S.  164,  Taf.  8 Fig.  4a-c. 

M a ß e : 4 1 

Winkel  von 

Winkel  von 

Fundo r t : 

Schloßrand  : Vorderrand 

Schloßrand : Achse 

Länge 

Höhe 

Dicke 

a]  Dachsloch 

95° 

40° 

14  cm 

10  cm 

6 cm  Sammlung  Weise  Taf.  III 

Fig.  4,  Taf.  VI  Fig.  2. 

h] 

115° 

40° 

16 

10  .. 

8 

„ Samml.  Weise  Taf.  VIF.  1. 

c] 

110° 

40° 

16  ., 

10  .. 

7 

„ Humboldtver.  Ebersbach. 

dj 

110° 

45° 

11  .. 

8 ,. 

4 

..[?]  Sammlung  Weise. 

e] 

95° 

50° 

12  „ 

10  .. 

5 

,,[?]  Humboldtver.  Ebersbach. 

f] 

100° 

55« 

9 „ 

5 „ 

4,5 

..  Sammlung  Weise. 

g] 

105° 

40« 

7 „ 

5 ., 

2 

„ Sammlung  Weise. 

h]  oberste  Schlucht 
unt.  Pickelstein 

950 

40° 

12  ,. 

? 

2 

geol.  R.-A.  Wien  No.  1. 

i]  Kreibitz,  lichtgr. 

Mergel  100 « 

40° 

6 „ 

4 cm 

2 

1 Miner.Mus  Dresden  No. 17 
Orig.Elbth.il  T.  13  F.  13 

91n  Ipanb  oon  Steinlernen  in  ber  Sammlung  ber  beutfd)en  llniocrfitat  s$rag  auS 
bem  feilt  nicht  mehr  aufläffigen  Steiubntd)  im  ®ad)Slod)  bei  gnno3en3iborf  (SBaritSborf  i.  93.) 
hat  fpetrafdjed  biefe  9lrt  aufgcftcllt.  9Iud)  ber  größte  ©eil  ber  mir  oorliegeuben  Stüde, 
bie  feiner3eit  oon  9tug.  Söeife  gefammelt.  worben  finb,  entflammt  biefem  Orte.  ®aS  oon 
)f3etrafd)ecf  ©af.  8 gig.  4 a — c bargeftelltc  Original  ift  nicht  oollftänbig  erhalten.  2öie 
gig.  4 h geigt,  ift  ber  Sd)lof)ranb  halb  hinter  bem  SBirbel  abgebrochen.  8ßetrafcf)ed  fagt 
hierüber:  „©in  glitgel  fehlt  oöllig.  91m  ©chlofsrattbe  ift  bie  Schale  aufjerorbentlicf)  bid. 
®ic  gttrd)c,  bie  biefer  am  Steinlern  bjinterlaffert  hat  oerbreitert  fid)  0011t  Söirbel  nad) 
hinten."  ©emgegenitber  lartn  id)  feftftellen,  baf),  wie  bie  91bbilbuug  gig.  4 auf  ©af.  3 
3cigt,  ein  fd)maler  glitgel  oor|anben  ift,  jebocl)  finbet  er  fid)  nur  an  oier  ber  mir  oor= 
liegenben  ©jemplare,  gewöhnlich  ift  er  au  ber  91nfat)ftelle  fd)arf  abgebrochen,  ©ort  fdjeint 
bie  Sd)ale  fcf)r  bünn  gewefett  31t  fein,  wcif)renb  fie,  wie  and)  fptrafched  berichtet,  am 
Sd)(of)ranbe  aufjerorbentlid)  bid  war.  ©iefc  Eingabe  ftütjt  fid)  aber  nur  auf  Steinlerne. 
93orberfeite  unb  oberer  Sdfloffranb  bilben  im  allgemeinen  etwas  mehr  wie  einen  red)ten 


J)  ^eh'afdjecf,  1.  c.  <3.  157. 

2)  ©erf.,  1.  c.  ©.  164. 

3)  ©erf.,  1.  c.  ©.  163. 


4)  9U§  2td)fe  ift  eine  0011t  Söirbel  ab  über  bie 
t)öd)fte  ©chalenmölbung  gegen  ben  llnterranb 
oerlaufenbe  Pinie  angenommen. 


- 46  [14]  - 


Vßinfel,  jcbocß  fönneu  Bei  beut  unregelmäßigen  2Bacß?tum  ber  2lrt  and)  formen  oor 
fontmen,  bie  meniger  al?  einen  red)teu  aufroeifen.  Die  Vorberfeite  be?  Originale?  non 
ißetrafdjed,  ba§  befüßtigt  werben  fonute,  fcfjeint  nießt  gang  normal,  fonbern  platt  gebrücft 
gu  fein,  $n  ber  SBölBung  geigt  bie  2lrt  Bebeutenbe  Variationen,  teil?  finb  bie  (Steinferne 
non  mäßiger  SSölBung  (Daß  3 fyig.  4,  Daß  6 <yig.  2),  teil?  aber  and)  feßr  ßod)  gewölbt 
(Daß  6 §ig.  1 nnb  ißetrafcßccf  Daß  8 fßig.  4).  Daß  6 $ig.  1 gibt  ein  ©rcmplar  oom  Unter = 
raube  gefeßen,  um  bie  £>öße  ber  Scßalcutnölbung  gum  2ltt?brucE  gu  bringen.  (Sinige  (Stiide 
geigen  and)  eine  Verlängerung  ber  Scßale  nad)  oom,  jebod)  läßt  fid)  nießt  mit  Sicßcrßeit 
feftftellen,  ob  biefe  Gcrfcßeinung  nidßt  etroa  bloß  bie  $o!ge  oon  Verbritcfungen  ift. 

fyiir  bie  ©ßarafterifierung  ber  21  rt  fei  noeß  ßingugefiigt:  Die  Vlufeßel  ift  gleicßflappig 
nnb  biegt  im  ßößeren  2llter  gum  Dicfenroarß?titm  um.  Oer  Vorberranb  ift  gerabe  ober 
feßro  ad)  fonoer,  ber  Uutcrranb  ebenfall?  ßßroaeß  fottoej,  ber  ^interranb  gießt  in  flacßcm 
Vogen  roeit  gegen  ben  Vöirbel  ßtn,  ber  Scßloßrattb  ift  gerabe,  Vanbgrnben  finb  nießt 
roaßrneßmbar.  Die  über  bie  Oberftäcße  gießenben  Stippen  finb  ftarf  nad)  ßiuteu  au?gegogeu; 
eng,  regelmäßig  nnb  gut  ait?geprägt  in  ber  ifjfugeub,  fteßen  fie  im  ßößeren  2IIter  entfernter 
nnb  unregelmäßig  nnb  bilben  fid)  ßäufig  gu  fcßarfeit  dämmen  au?. 

2Bie  feßon  ^ßetrafdßecf J)  bemerft,  ift  bie  2Irt  bereit?  oon  ©eiuiß,  ©Ibtßalgebirge  II, 
Daf.  13  §ig.  13  al?  In.  Cripsi  Mantel!  abgebilbet  worben.  Da?  weiter  oon  s4Setrafcßccf 
gu  In.  Cuvieri  var.  cripsioides  Elbert* 2)  gegogene  Gßrentplar  ber  geologifcßen  9teicß?anftalt 
SSiett  oom  ißicfelftein  (h  oorfteßenber  3ltfawmenfteünng)  ift  nur  ein  breit  gebrüefter  In. 
erassus.  Steinferne  befinben  fid)  in  ber  SBeifefcßen,  |>umbolbtoerein?=,  Möglerfdjett  nnb 
meiner  Sammlung,  foroie  einer  oon  „Ifreibiß"  im  Vhtfeum  für  üftaturfunbe  gu  Verlin. 
Die  Veften  finb  in  ber  SSeifefcßen  Sammlung  oorßanben.  Sind)  bie  beutfeße  Uuioerfität 
gu  ißrag  befiß't  einige  Stücfe  oom  Dacß?lodß,  bie  mir  bei  ber  Vearbeitung  mit  oorlageu. 

©efunbett  ift  bie  • 2Irt  morbeit  am  ÜJtorbßange  be?  ßreibißtale?  in  390  m §öße 
(2ifcßfe=9Iieberfreibiß),  in  458  m (meine  Sammlung)  nnb  480  m -fpöße  (Vöeife,  meine 
Sammlung),  in  490  m §öße  an  ber  ©ifenbaßnftation  ©cßönfelb=0berfreibiß  (Söeife),  fobann 
bei  Vaffenborf  in  410  m (Bögler),  an  ber  Station  Dannenberg  in  540  m (VSeife),  befonber? 
feßön  aber  im  Dacß?locß  in  520  m £)öße  (Sßeife,  ^umbolbtoerein,  beutfeße  lluioerfität  ißrag) 
uub  fd)ließlid)  am  Dreiecfer  oor  ber  ßaitfcße  (meine  Sammlung).  2Iußerßalb  be?  ©ebiete? 
ßat  fie  |ferr  ißrofeffor  Scupin  im  ©mfeßer  oon  Veiuoartßau  bei  ßöroettberg  gefammelt. 

Da?  Criginal  gu  In.  undabundas  Meek  und  Hayden  bei  Sturm,  ber  Sanbftein  oon 
ßie?;Kng?toalbe  Daf.  10  gig.  4,  an  ber  lluioerfität  Vre?lait  geßört  oielleidft  and)  biefer 
2lrt  an.  @?  ift  ein  Vrutßftücf  uub  läßt  fid)  nießt  einroattbfrei  mit  ber  anterifauifeßen  2lrt 
ibentifigiereu.  ©in  anbere?  bafelbft  gu  In.  undabundus  gefteflte?  Stücf  oon  ^ie?ling?= 
roalbe  muß  al?  bie  flehte  klappe  oon  In.  involutus  Sow.  augefproeßen  werben. 


Inoceramus  ßleisei  n.  $p. 

Tafel  IV  Fig.  2,  3;  Tafel  6 Fig.  3. 

Maße : 

Winkel  von  Winkel  von 

Fundort:  Schloßrand  : Vorderrand  Schloßrand  : Achse  Länge  Höhe  Dicke  [einelvlappe] 


a 

Dachsloch 

125° 

80" 

10 

cm  1 1 

cm  4 cm 

Sammlg.  Humb.-V.  Ebersb. 

b 

,, 

130° 

60° 

14 

.,  10 

„ 5,5 

Weise,  Taf.  IV  F.  2 

e 

gr.  Friedrichsbg.  Neuh  iitte 

140° 

65° 

13 

„ 9 

„ 4,5  „ 

„ T.1VF.3.T.VIF.3 

d 

Dachsloch 

125° 

65° 

11 

„ 9,5 

„ 4,5  „ 

.,  „ 

e 

135° 

70° 

9 

,,  9,5 

„ 4,5  ,. 

„ Humboldtverein 

f 

125° 

70° 

8 

„ 6,5 

» 3,5 

„ Weise. 

g! 

140° 

80° 

13 

„ 11,5 

„ 6 ,. 

„ Kogler. 

hl  Nassendorf 

130° 

70° 

9 

,.  9 

„ 6 „ 

„ „ 

il 

120° 

65° 

4,5 

„ 4,5 

, 1,5  „ 

k]  Dachsloch 

135» 

65° 

16 

,.  13 

„ 8 ., 

Mineral. -Museum  Dresden. 

Diefe  2lrt  ift  befonber?  bureß  beit  fdßnangenartig  oerlängerten  Vorberranb  cßarafterifiert, 
ber  fid)  and),  aber  in  roeit  geringerem  ÜÜtaße,  bei  ber  auf  Daß  8 fßig.  5 abgebilbeten 
abnormen  fßorm  be?  ln.  Lusatiae  n.  sp.  oorfinbet.  Die  fonftige  2lu?bilbuttg  unter* 
feßeibet  beibe  aber  gut  genüge.  ÜRan  roirb  bie  oorfteßenbe  2lrt  al?  eine  abnorme  fßorrn 
be?  In.  Cuvieri  Sow.  anfeßen  müffen,  nnb  groar  al?  In.  Cuvieri  var.  planus  Münst., 


»)  l.  c.  ©.  164. 

2)  1.  c.  163. 


- 47  [15]  - 


wie  ißn  Saf.  1 $ig.  2 geigt,  bcffen  93orberranb  aber  bie  erroäßnte  merfroürbige  Stieß  tung 
nad)  oorn  einnimmt,  jo  baß  an  einigen  ©jemplarert , mie  Saf.  4 gig.  3,  bie  93orbcrßälfte 
bie  hintere  an  ©röße  fogar  übertrifft. 

Sie  SJiufcßel  ift,  foraeit  e§  fiel)  bei  bereit  unregelmäßigem  Söadjstum  feftftelten  läßt, 
uugcfäßr  gleicßflappig.  ßänge,  4?öße  unb  Side  beiber  Mappen  finb  etroa  gteief),  an  einigen 
©jemplaren  überroiegt  bie  eine,  an  einigen  bie  anbere  ober  and)  bie  brittc  5Iu§beßnung. 
Ser  üßorberranb  ift  fefjarf  abgefeßnitten  unb  oerläuft,  mie  bie§  $ig.  2 auf  Saf.  4 geigt,  in 
langer  g er  ab  er  ßinie  naeß  uorn.  Sind)  in  $ig.  3 berf  eiben  Safe!  gehört  alle§,  ma§  oom 
SCßirbet  nad)  abtoärt§  gur  Sarftellung  gelangt  ift,  biefent  Seile  be§  93orberraube§  an.  @r 
biegt  an  ber  uorberen  ßante  feßarf  um,  nerläuft  und)  eine  furge  ©trede  feßräg  nad)  unten 
unb  geßt  bann  in  beit  f d)  in  ad)  gebogenen,  faft  ßorigontalen  Unterranb  über,  ber  fid)  ginn 
.fmtterraitbe  allmählich  auf=  unb  feßließließ  feßarf  umbiegt.  ßeßterer  feßeint  ungefäßr  fcnP 
reeßt  ginn  ©eßloßranbe  aufgufteigen,  ift  aber  an  allen  oorliegenben  ©tücfen  nur  mangelßaft 
erßalten.  Ser  ©dfloßranb  ift  gerabe  unb  fitrg.  Ser  SBinfel  ©cßloßranb  : SSorberranb 
beträgt  ca.  135  °,  ber  Slcßfenminfel  etma  70  °.  Sie  ©teinferne  finb  ftarf  auf  gebläßt,  bie 
ßöcßfte  ©cßalenroölbung  liegt  ungefäßr  in  ber  SJtitte  ober  etma§  nad)  ßinten.  Ser  glatte 
gTitgcl  ift  f lein , feßarf  abgefeßt  unb  nirgeub§  nollftänbig  erßalten.  @r  gleicht  in  feiner 
Sludbilbitng  bent  bc§  In.  crassus  Petr.  Sie  äüirbel  liegen  ungefäßr  in  ber  SJtitte,  finb 
fpiß,  nad)  nont  gerichtet  unb  beritßren  fid)  gegenfeitig,  mie  au§  Saf.  4 $ig.  3 gut  erficßtlicß  ift. 

Sie  Dberfläcße  ift  äßnlicß  mie  bei  Tn.  Cuvieri  var.  planus  (Saf.  1 ^ig.  2)  geftaltet. 
$nt  fjugenbftabium  bitbet  bie  Slhtfcßel  regelmäßige,  giemlicß  enge  fongentrifeße  Stippen, 
mir  roollen  biefeu  Seil  „©piegel"  nennen,  bis  in  einem  geroiffen  2Bacߧtum§ftabium  fid) 
bie  ©cßale  nad)  innen  git  bem  eßarafteriftifeßen  Sidenunnßstum  be§  In.  Cuvieri  Sow. 
menbet  unb  nun  unregelmäßige,  teils  feßr  grobe  galten  unb  Stippen  bilbet,  bi§  fie  fid) 
furg  oor  bem  Unterranbe  nod)  einmal  recßtroinflig  menbet  uub  feßließließ  in  einen  fcßnrfen 
Mel  enbet,  ber  roaßrfcßeinlicß  ber  großen  ÜRufcßel  bei  ßebgeiten  al§  guter  ©tüßpunft  im 
©aube  gebient  ßat  (oergl.  Saf.  8 §ig.  3).  Ser  ©piegel  be§  ^ngenbftabiumS  ift  bei  beit 
eiugelnen  ©jentplareit  feßr  oerfeßieben  groß,  gmei  Gcjtreme  ftellen  ßieriu  nufere  beibeu 
Slbbilbuitgen  Saf.  4 $ig.  2 unb  3 bar. 

SBie  feßon  ermäßnt,  fteßt  nuferer  Slrt  In.  Cuvieri  var.  planus  Münst.  am  näcßften, 
ber  ltnterfeßieb  befteßt  nur  in  ber  SluSbilbuitg  be§  33orberranbeS  unb  ber  babureß  and) 
bebingten  oerfeßiebenartigen  Stellung  ber  SSirbel. 

In.  Weisei  finbet  fid)  oorgüglicß  gufammen  mit  ber  aubereu  ftarf  aufgebläßten 
fyorm  be§  ©ebieteS,  bem  Ln.  crassus  Petr.,  im  SacßSlod).  93eibc  unterfeßeiben  fiel)  babureß, 
baß  leßtere  91  rt  uaeß  ßinten  unb  erftere  naeß  oorn  oerlängert  ift.  Slitßerbent  liegt  bie  91rt 
rtocß  nont  ©übßang  be§  großen  $riebricߧberge§  bei  Steußütte  unb  non  Staffeuborf  nor,  non 
leßterem  fünfte  gufammen  mit  In.  Cuvieri  var.  planus.  Slußerbent  befinbet  ficß  ein 
©teinfern  an  ber  geologifdjen  ßanbedanftalt  ßeipgig  nom  Storbßange  be§  ipod)iualbe§,  ber 
auch'  nur  biefer  Slrt  angeßören  bitrfte.  ©tßließlicß  fanb  icß  aitcß  im  93ößntifcßen  ßanbei§= 
mufeum  git  ißrag  non  ber  ©tation  Saunenberg  ein  ßierßer  gu  ftelfenbeS  ©jemplar  nor. 
©in  feßr  fd)öne§  ©tüd  ift  ba§  unter  1c  norfteßenb  aufgefüßrte  im  groinger  git  SreSben, 
ba§  f.  3t.  ooit  iperrn  SBcife  gefeßenft  morbett  ift.  Sind)  bie  beutfeße  Uninerfität  gu  sißrag 
befißt  brei  ©pemptare  nont  SacßSlocß  unb  eins  non  ber  ©tation  Sannenberg. 

Sie  9Crt  ift  nur  in  früheren  $aßren  gefitttben  morbeii  uub  b’efiubct  fid)  befonberd 
feßört  in  ber  ©ammlung  non  SSeife.  Siefent  emfigen  ©antmler  gu  ©ßren,  bureß  beffeit 
ltnermüblicßcn  ©ammlung§=  unb  gorfd)ung§eifer  nie!  mertnolleS  SJtaterial  ber  Stacßroelt 
erßalten  geblieben  ift,  habe  id)  bie  9lrt  benannt. 

ln.  Weisei  ift  mir  aus  einem  aubereu  ©ebiete  nitßt  befannt. 


Unoceramus  IKIeini  G.  SlüSSer. 

Tafel  I Fig.  7 : Tafel  II  Fig.  3,  6,  7,  8. 

1887  Inoceramus  Kleini  G.  Müller,  Beitrag  zur  Kenntnis  der  oberen  Kreide  am  nördlichen  Harzrande. 

Jahrb.  der  kgl.  preuß.  geol.  L.-A.,  S.  415,  Tafel  18  Fig.  la  und  b. 
1903  „ latus  Sow.  z.  T.  Petrascheck,  Ueber  Inoceramen  aus  der  Kreide  Böhmens  und  Sachsens. 

Jahrb.  d.  k.  k.  geol.  R.-A.,  Bd.  53  Heft  1,  S.  165. 

93 on  biefer  erftmalig  in  bem  ©ebict  feftgeftcllten  Slrt  liegen  ca.  70  meift  meßr  ober 
meniger  oerbritdte  ©pentplare  oor.  ©ie  entflammen  SPcrgeln,  ©anbfteineit  unb  feften 
Quargitbänfen,  bereit  oerftßiebenartiger  ©ßarafter  ben  @rßaltung§guftanb  ber  ^offilien  teils 

- 48  [16]  — 


feßr  ungiinftig  beeinflußt  bat,  roobiircf)  bie  ©eftintmung  fefjr  erfefjinert  rairb.  Smtr  roetttg 


©remplare  befinben  fid)  in 
unb  flftaße  folgen  mögen. 

Winkel 

F undort:  Schloßrand  : Von 

a]  Stat. Tannenberg  1 10° 

bl  Kreibitz-Pickelstein  458  m 1 IO11 
cl  ..  bez.  [Pickels. 450  m?]  110° 

d]  Pickelstein  458  „ 115° 

e]  „ 450  llO» 

f]  * „ 450  „ 100° 

g]  ..  bez.  100° 

h]  Dachsloch  115° 

i]  nördl.  a.  Kl  Ahrenbg.  410m  95° 

k]  410  100° 

l]  .,  „ ,,  ..  410  95° 

m]  ,,  „ „ ,.  410  „ 95° 

n]  Juliushöhe  100° 

o]  „ 1 10° 

p]  westl.  Stat. Kreib.-Teichst  1 20° 

q]  Dachsloch  115a' 


annebmbar  normalem  ©uftaube,  non 


Maße: 
Winkel  von 


Schloßrand  : Achse 

Länge 

Höhe 

65° 

34  in  111 

36  mm 

■? 

21  „ 

28  „ 

750 

20  „ 

24 

65° 

30  „ 

40  .. 

65° 

17  „ 

22 

55° 

22  „ 

31 

70° 

35 

46  ,, 

80° 

? 

112  „ - 

50° 

20  „ 

25  „ 

60° 

24  .. 

32  .. 

50° 

18 

21  „ 

60° 

16  „ 

18  „ 

50° 

15 

16  .. 

65  u 

20  .. 

24 

J) 

80° 

27  ,. 

32  ,. 

75° 

37  .. 

42  „ 

benen  Ijier  einige  SBtnfel 


Sammlung  Kogler,  Taf.II  Fig.  6 
meine  Sammlung. 

Mus.  Dresden  [das.  m.  „8“  bez.] 
meine  Sammlung,  T.  II  Fig.  7 

Mus.  Dresden  [das.  m.  „10“  bez.] 
Sammlung  Weise, 
meine  Sammlung. 

T.  II  Fig.  3 


Taf.II  Fig.  8 
Sammlung  W eise,  Taf.  I Fig.  7. 


Seßr  auffatlenb  ift  bie  geringe  ©röße  ber  @tüd'e  gegenüber  benen  oont  Sößof  bei 
Oatebliuburg,  jeboef)  fteßt  bad  unter  h oom  ©acßdlocß  aufgefüßrte,  biefer  gunbftätte 
befonberd  großer  gnoceramen,  jenen  an  ©röße  nießt  naeß.  ©udß  finb  bie  Heineren  ©jemplare 
non  Hreibiß  im  ©urcßfcßnitt  enger  gerippt,  ald  bie  größeren  oom  Sößof,  fo  baß  für  bie 
Heinere.  ©udbilbung  moßl  nur  befeßrärtftere  Sebendbebiugungeu  anguneßmeu  finb. 

3um  ©ergleicß  lagen  groei  ©jemplare  ber  geolcgifcßen  Sanbedanftalt  ©erlitt  aud  ber 
non  ^acnleinfcßen  Sammlung  nom  Sößof  bei  Oatebliuburg  nor.  ©inige  meiner  beften 
Stüde  ßabe  idi  fobann  noeß  mit  bem  reießen  SKaterial  an  ber  ©uftalt  felbft  nerglicßen. 
gcß  ßege  feinen  .Qroeifel  an  ber  Heber einftimmung,  unb  aueß  §err  fßrofeffor  ©r.  ©oeßnt, 
Huftod  ber  ©uftalt,  bem  icß  fic  norfegte,  ftimmte  mir  31t.  2Sad  ben  Flügel  betrifft,  fo 
fdjeint  er  an  ben  ©pemplaren  nom  Sößof  nur  unnoffftänbig  erßaften  311  fein,  ©d  finb 
affed  boppcIHappige  Steinferne,  an  benen  bie  äußeren  feßtoaeßen  glügelpartien  meßr  ober 
rneniger  abgebroeßen  finb. 

©ad  cßarafteriftifcßfte  ber  uorfiegenben  Stüde  befinbet  fid)  in  ber  Sammlung  bed 
iperrit  Högler  (©af.  2 gig.  6,  a ber  oorfteßenben  ©abeile),  ©eibe  Hfappen  liegen  itebem 
einanber  auf  bem  ©eftein  audgebreitet,  bie  reeßte  ift  an  ber  glügelanfaßftelle  3erbrocßen, 
fo  baß,  roie  bie  liufe  §cigt,  in  SBirHicßfeit  ber  gliigcl  nießt  fo  feßarf  abfeßt,  ald  bied  bie 
©bbilbung  in  ber  reeßten  HIappe  miebergibt.  ©ie  Flügel  beiber  Hfappen  finb  3iemficß 
groß  unb  erinnern  an  In.  Frechi  Flegel. 

©af.  2 gig.  7 ftellt  eined  ber  wenigen  weit  gerippten  ©remplare  bar. 

©on  bem  ©faterial  bed  ©Hueralogifeßen  ©Htfeuntd  31t  ©redben  geßören  31t  ber  ©rt 
bie  bafefbft  mit  3,  10  unb  11  be3eid)neteu  Stüde.  2 geßört  aueß  ßiergit,  biirfte  aber  naeß 
bem  ©efteindmaterial  roaßrfcßeinlicß  non  Hiedlingdroalbe  ftammen,  fo  baß  biefe  ©rt  aueß 
bort  feftgeftelft  märe,  ©ließ  au  ber  geofogifeßen  ©eicßdauftalt  SBien  befinbeit  fid)  ©jemplare, 
bie  ßier3it  3U  ftellen  finb,  unb  3iuar  bie  mit  2,  3 unb  24  bejeicßtieten.  9H\  28  trau  bnrt, 
and  einem  ©tergel,  ber  für  bie  unteren  Scßid)ten  dßar af teriftif cf)  ift,  fönnte  oielleüßt  and) 
ßierßer  geßören,  enent.  31t  In.  latus  Sow.  (f.  b.).  ©Id  I11.  Kleini  mürbe  ed  bad  einzige 
mir  befannte  Stiid  and  fo  tiefen  Scßid)ten  fein.  ®ic  ©egugnaßme  auf  einsefne  ©jentpiare 
an  öffentfießen  ©nftaften  ift  für  bie  Scßifberung  felbft  non  geringem  Söert,  boeß  ßafte  id) 
ed  bei  enent.  iftaeßprüfung  meiner  ©uffaffung  bei  anberroeiten  ©earbeitungen  für  uüßließ. 

3u  ber  ©arfteffung  ber  ©rt  burd)  @.  ©tüffer  ift  31t  bemerfen,  baß  bie  ©bbilbung 
©af.  18  gig.  la  unb  b bei  ißm,  ipargranb,  meßr  ben  formen  i,  k,  1,  m 31t  äßnefn 
fd)eiut  (bad  Original  flammt  oom  Spiegeldbcrge  bei  6palberftabt),  mäßrenb  bie  ©.rentplare 
nom  Sößof  unb  aueß  bie  in  ben  ßößereit  Srßicßten  bed  oorltcgenben  ©ebieted  ein  meßr 
ediged  Umbiegen  ber  iftippen  geigen,  gm  übrigen  meifen  je  nad)  bem  @rßaltungd3uftanbe 
and)  unfere  formen  meßr  ober  rneniger  bie  in  ber  ©efeßreibung  non  ©Hilter  gefcßilberteu 
©ßaraftere  auf.  So  finb  ben  Originalen  entfprecßenb  ßod)  gemölbt  bie  ©remplare  a,  b 
unb  c,  mäßrenb  roieber  d,  e unb  f anffallenb  flacß  finb,  road  aber  roaßrfd)  ein  ließ  nur  eine 
golge  bed  ©rudeö  fein  biirfte.  p=©af.  2 gig.  8 ift  ßoeß  gemölbt,  fing  unb  Htgclig,  entflammt 
aber  einer  banfartigen  gnoceramenfolonie,  bie  ßoeßgefnölbte  unb  flacße,  furge  unb  längere 
gönnen  eutßält,  fo  baß  an  ber  gufammengeßörigfeit  fein  groeifet  befteßen  fann.  ©eit 
fpißen,  naeß  norn  gebraßten  ©öirbel  3eigen  befonberd  gut  a.,  b,  c,  e unb  f.  ©ad  gerabe 


49  [17]  — 


Stbfdjneiben  ber  Vorberfeite  ift  bei  c unb  einigen  anberen  ©tüden  gu  beobachten,  giemlidj 
fdjarf  fe|t  ber  glitgel  bei  a,  d unb  q ab,  roäf)renb  er  bei  anberen  ©jemplaren,  raie  c,  e 
unb  f faft  gar  nitfjt  abgefetgt  ift,  jebod)  geigt  aud)  £)ier  bie  Strt  ber  Umbiegung  ber  Stippen 
gegen  beit  gliigcl  f)in  nolte  llebereinftimmung  mit  beiten  nom  ßöljof.  Ser  Vefdjreibung 
non  SDUtller  ift  f)in,§ugufitgen : „hinter  ber  Ijödfften  jftüdenroölbung  nerläuft  geroöt)ntid) 
nom  SÖirbel  rt ad)  beut  Unterranbe  eine  Vertiefung  ober  Verflachung",  roie  bad  faft  ade  Stüde 
nom  ßöf)of  an  ber  geologifdjen  ßanbedanftalt  gu  Verlin  beutlidj  geigen.  Vci  bent  größten 
Seite  meiner  oerljältnidmäfiig  Heineren  ©jremplare  ift  biefe  Verflachung  nur  burd)  eine 
fdjarfe  fhtiduttg  ber  Vippett  an  biefer  angebeutet.  Sie  formen  i,  k,  1 unb  m,  bie 

roie  oben  bargelegt,  mit  ber  Slbbilbung  oon  ©Rüder  am  beften  übereinguftimmen  fdjeinen, 
geigen  biefe  ft'itidung  faft  gar  nicht,  jebod)  ift  eine  Trennung  beiber  ©rappen  nicht  möglich, 
ba  Uebergänge  oorhaitbeit  finb. 

h ber  oorftehenben  gufammenftellung  geigt  Vaitbgruben  unb  groar  pro  cm  etroa  8. 
Sie  finb  roenig  fräftig  unb  ca.  2 mm  hoch,  roobei  and)  bie  befoitbere  ©rohe  bed  ©jemplared 
gu  beachten  ift. 

Unter  In.  latus  Sow.  hot  s|3etrafd)ed  im  gaijrb.  ber  !.  !.  geol.  V.=S1.  1905  ©.  165 
auf  bad  Vorfouttnctt  ooit  f)ierhcr  311  ftedenben  formen  int  ^reibitjer  ©ebiet  bereitd  fyin* 
geroiefen,  ittbem  er  fagt:  „gn  beit  ©fjlomefer  Schichten  oon.^reibit)  fommett  ©teinferne 
oor,  bie  groar  cutd)  bad  fcfjarfe  Umbiegen  ber  Rippen,  roie  ed  für  Tn.  latus  Sow. 
cfjarafteriftifcf)  ift,  geigen,  bereit  Rippen  jebod)  geringer  an  3ahH  gröber  unb  fd)arf  finb, 
ber  ©d)tohraub  ift ' fitrger  atd  bei  In.  latus  itttb  bilbet  mit  ber  Vorberfeite  einen  Söinfel 
ooit  30 — 40°  (?).  ©d  fd)eint  fper  eine  gorm  oorguliegen,  über  bie  mir  und  ntangeld 
genügenben  Rlateriald'  itid)t  genauer  äufsern  fönnen."  ipiermit  ift  fidjer  nur  ber  ln. 
Kleini  gemeint,  jebod)  fdjeinen,  nad)  beut  Söinfel  gu  urteilen,  bent  Slntor  nur  oerbrüdte 
©jentplare  oorgelegen  gu  hoben. 

Sie  SCrt  fiitbet  fid)  in  Rlergelit,  Quargiteii  unb  ©aitbfteineit  im  Ureibitger  ©ebiet  ooit 
etroa  445 — 540  in  f?öf)c  an  ber  Station  Sannenberg  unb  barüber  tpnaud.  So  liegen 
Stüde  oor  non  ber  Rorbfeite  bed  ßreibit)tated  aud  einer  bnnflen  Rtergelbanf  445  m,  einer 
Cluargifbauf  450  m,  einer  fielleit  RTergelbanf  458  m,  and  Sanbftein  480  m,  foroie  ooit  ber 
Station  Sannenberg.  ferner  finb  gioei  ©tiid  oom  Sad)dloch  unb  eined  oom  Sitbl)ange 
bed  großen  griebrid)§berged  bei  Reul)ütte  oorhaitbeit.  Sin  ber  Siibfeite  bed  ^reibilgtaled 
in  ca.  410  m £>öt)e  f)nbe  id)  bie  unter  i,  k,  1 unb  m angeführten  gttoceratitett  aud  einem 
aitftefjenben  geld  am  Söcge  heroitdgefdjlagcn.  San  ad)  mürbe  man  beit  Urfprung  ber 
Slrt  in  biefen  gönnen  ber  ©uoierigone  fttd)cn  ntüffeu.  genter  liegen  noch  Stüde  oor  ooit 
ber  guliudhölje  in  450  m £>öl)e.  Slud  bent  Dtergel  an  ber  ij3ed)f)ütte  bei  390  m ift  ein 
fragtid)ed  Stüd  oorhaitbeit. 

In.  Kleini  Müll,  djarafterifiert  bcu  unteren  ©mfd)er  am  nörbtidjen  fpargrattbe  unb 
ift  befottberö  oom  ßöljof  bei  Queblinburg,  ooit  Simmenrobe  unb  beit  ©piegeldbergeu  bei 
§alberftabt  befanitt.  Sind)  in  ber  ßöroettberger  treibe  fiitbet  fid)  bie  21rt  in  bemfelben 
|)origont  itttb  groar  in  beit  Reuroartljauer  Schichten,  ©jrentplare  oon  ©afjndborf  bcfinbett 
fid)  in  beit  Sammlungen  bed  Realgpmnafiumd  gu  ßöroenberg  itttb  an  ber  geologifchen 
ßanbedanftalt  Verlin.  £>err  8ßrofeff or  ©cnpin  hot  in  feiner  gegenroärtig  in  ber  ißaIäonto= 
graphica  erfcheineitben  Slrbeit  über  bie  ßötoenberger  treibe  biefe  Stüde  ebcttfalld  gu  In. 
Kleini  geftellt  (Rtanuffript).  Von  Oppeln  liegen  gioei  Stüde  in  ber  Uuioerfitätdfammtung 
gu  Vredlau,  bie  biefer  Slrt  fel)r  ähnlich  feheu,  eoent.  aber  audj  mit  bcu  fcf)arf gerippten 
gönnen  ber  Seplitger  ©d)id)ten  übereinftimmen  föitnteu,  bie  gritfd)  ald  In.  Cuvieri  beutet. 
©d)lief)lich  mag  nodjntald  bad  mit  „2"  begcidjncte  ©jemptar  im  9Riiteralogifcf)en  Rhtfettm 
gu  Sredben  ermähnt  fein,  bad  ald  gunbortdbegeidjnung  „ßreibiig"  trägt,  aber  ioal)rfd)einlid) 
oon  H'iedliugdioalbe  ftaimnt. 

So  fauit  biefe  Slrt  roohl  ald  eine  beit  ©mfd)er  Seutfd)laubd  gut  d)arafterifiereube  gelten. 


— 50  [18]  — 


Unoceramus  fred)i  Riegel. 


Tafel  I Fig-.  8 a,  b;  Tafel  VII  Fi».  6. 

1905  Inoceramus  Frechi  Flegel,  Heuscheiier  und  Adersbach-Weckelsdorf.  Inaugural-Dissertation,  S.  25. 
1907  .,  ..  ,,  Scupin,  Die  stratigraphischen  Beziehungen  der  obersten  Kreideschichten 

in  Sachsen,  Schlesien  und  Böhmen.  Neues  Jahrb.  f.  Min. 
Beil.-Bd.  XXIV,  S.  693. 

Maße: 

Winkel  von  Winkel  von 


Fundort:  Schloßrand  : Vorderrand  Schloßrand  : Achse 


b] 

c] 

d] 

e] 

f] 


enberg,  linke  Klappe  110° 

70° 

meine  Sammlung 

110° 

60°  [?] 

„ „ 

110° 

75° 

„ Tat.  I 

rechte  .,  105° 

65° 

„ .,  „ 1 

110° 

80° 

120° 

75° 

115° 

750 

8b 


Taf.  VII 
Fig.  6 


Sie  uorliegenbett  ca.  20  Steinferne  finb  teils  unuollftänbig,  teils  uerbriidt,  jcbocf) 
läßt  fieß  burcf)  gegenfeitige  ©rgängung  ber  2Irtcßarafter  immerhin  feftftellen.  Sie  beiben 
Klappen  finb  cttuaS  ungleich,  Sie  linfe  ift  ftärfer  geroölbt  als  bic  rechte,  befonberS  ber 
SBirbel  ber  liitfen  ßebt  ficf)  ßößer  ßinauS  als  ber  ber  rechten.  Sie  SSirbel  finb  fcf)lanf 
ltnb  fpiß.  Sänge : §öße  uerßalten  ficf)  ungefähr  roie  2 : 3.  Ser  Umriß  bifbet  ein  an  ben 
©den  mehr  ober  roeniger  abgerunbeteS  fRecßted.  Ser  Scßloßranb  ift  gerabe  nnb  ziemlich 
lang.  Sie  Sanbgrubeit  finb  fleht,  an  bem  ©jemplar  b ber  oorftehenben  2Iufzäßlung 
laffen  ficf)  pro  ^eritirtieter  8 wählen  (§öße  ber  klappe  8 cm).  Ser  Sorberrattb  ift  unter 
bem  SBirbel  leidet  eingebogen  nnb  bilbct  etroa  uon  ber  Schalenmitte  eine  gnnt  llnterranbe 
fchräg  nach  ßinten  oerlanfcnbe  Sinie.  Ser  fonuepe  Sogen  beS'UnterranbeS  mirb  ßierburd) 
nach  hinten  uerfdßobeit  nnb  geht  ziemlich  fcßarf  in  ben  faft  gerabe  auffteigenben  fpintero 
ranb  über,  ber  fiel)  am  Flügel  gegen  ben  Dbcrraitb  hin  mehr  ober  roeniger  nach  außen 
biegt.  Ser  SSinfet,  ben  Sd)loßranb  nnb  Sorberrattb  bilbeit,  beträgt  etroa  110°,  baS  Ser= 
fjältniS  tum  Scßloßranb : 2Icßfe  ift  im  SDurdßfcßnitt  als  70°  an$uneßmen. 

2ln  ber  rechten  klappe  geht  ber  flache  Süden  allmählig  in  ben  auSgebreiteten  glitgel 
über,  roährenb  ber  geroölbtere  Süden  ber  liitfen  tront  Flügel  burcf)  eine  flache  ©iitfenfuug 
getrennt  ift. 

®ie  Oberfläche  ift  mit  fcharfen,  naßezu  regelmäßigen  galten  bebeeft,  bic  burcf)  flache, 
geroöhnlicf)  breite  groifeßenräunte  uon  einanber  getrennt  finb  nnb  in  ungeminberter  ®cuF 
ließfeit  auch  auf  ben  Flügel  übergehen,  ©egen  ben  Schlofsraub  ßin  biegen  fie  uom  Sßirbel 
nad)  außen.  2InroacßSftreifen  finb  au  ben  Steinfernen  nießt  roahruehmbar  nnb,  nach  sroei 
2Ibbrüden  §u  urteilen,  feßr  fchroad). 

Sroßbem  uorfteßenbe  Scßilberung  einige  2IBtueicßungeu  uon  ber  Riegels  bietet,  fo 
ßalte  icß  bod)  bic  Stüde  für  ein  nnb  baSfelbc  mit  betten  uon  ip  öden  au  bcfd)riebeueu.  2Sie 
icß  mieß  itt  ber  Sammlung  ber  Uniuerfität  SreSlatt  überzeugen  fonnte,  ßat  Riegel  rooßl 
faft  alle  uon  ber  fpcufd)eucr  gu  biefer  2trt  geftellten  Stiide  fpäter  mit  attbereit  Slrteit 
uereinigt,  feboeß  ift  bie  begonnene  SIrbeit  uießt  gur  SSeröffcutlic£)ttug  gefommen;  nur  einige 
©remplare  uon  bort  fcßeiitett  tatfäd)Iid)  31t  In.  Frechi  51t  gehören. 

Sott  In.  Kleini  Müller  nnterfdßeibet  fieß  biefe  2Irt,  baß  bie  galten  auf  bem  Süden 
ber  Scßale  eilten  tief  ßerabgegogenen,  fd)öitett  rttnben,  nach  hinten  gerichteten  Sogen  bilbeit, 
mäßrettb  fie  bei  I11.  Kleini  nießt  fo  tief  herabgeßeit  ttitb  iit  ttteßr  ober  roeniger  feßarfett 
©den  umbiegeit,  and)  bie  2öacßStumSad)fc  fieß  roeniger  feßief  naeß  hinten  uerlättgert.  Sei 
In.  G-latziae  Flegel  finb  bie  galten  bebeutenb  enger  ttitb  unregelmäßiger  geftellt,  als 
bei  ben  beiben  uorgenannten  2lrtett,  fie  biegen  auf  bem  Süden  in  rttnbem  Sogen  um 
nnb  fteigeit  auf  bent  glitgel  ziemlich  feufreeßt  mit  einer  ©iitbieguitg  naeß  innen  fitrg  uor 
bem  Scßloßranbe  auf.  ®ie  Unterfcßeibuitg  biefer  3 2lrten  ift  feßr  feßroierig.  Sie  ftelleit 
roaßrfcßeiitlicf)  nur  eilte  gormenreiße  bar.  Uebergänge  finb  ourßanben,  feboeß  roirb  man 
bie  ©jtr  einen  uon  In.  Kleini  ttttb  In.  GUatziae  faunt  in  eine  21  rt  uereinigen  fönnen. 

SDie  uorliegenbett  Stüde  ftammen  uont  Sonnenberg  bei  SBalterSborf  bis  auf  eines 
itt  ber  Sßeifefcßen  .Sammlung,  baS  uon  ^reibitpSeitborf,  rooßl  auS  bent  alten  Steiubrucß 
am  Saßnßof  in  480  m Soße,  ßerritßrt. 

glegel  befeßreibt  erftmalig  bie  2Irt  uon  Sodenatt  nnb  uon  griebricßSgrunb  au  ber 
Seufcßeuer.  Scupin  erroäßnt  fie  ebenfalls  uon  ^odenau.  ©jentplare  ßabe  icß  gefeßen  in 
ber  Sammlung  beS  SealgtjmnafiumS  511  ßöroettberg  uon  Sodeuau,  iit  ber  UniuerfitätS= 
fammlung  zu  SreSlau  uon  Seuborf  am  ©röbißberg  (?)  nnb  uon  griebricßSgrunb,  au  ber 
geologifcßeu  ßanbeSanftalt  zu  Serlin  ebenfalls  uon  fpodenau,  nnb  auS  bem  unteren 


51  [19]  — 


©mfcßer  non  .ßillp  e^11  großes,  unoolllommened  ©tücf  aud  ber  non  foaenleinfcßen  ©amm= 
hing  of)ne  Stamendbegeidjnung,  bad  mit  unferer  2t rt  gut  übereinftimmt.  ©ie  icf)  and 
bem  mir  Dort  iperrn  s^3rofeffor  ©cupin  freunblicßft  gur  Verfügung  geteilten  SOtanuffript 
erfeßen  E >abe,  bcfinbet  ficß  in  feiner  gegenwärtig  in  ber  ißaläontograpßica  erfdjeinenben 
Slrbeit  über  bie  ßöwenberger  treibe  eine  gute  Slbbilbung  eines  ©titüed  non  -fpocfenau. 


ifnoceramus  Glatziae  Tiegel. 

Tafel  I Fig.  1,  3,  4a,  4b;  Tafel  7 Fig.  1 und  2. 

1905  Inoceramus  Glatziae  Flegel,  Heuscheuer  und  Adersbach-Weckelsdorf.  Inaugural-Dissertation,  S.  26  und 
„ Cuvieri  var.  Geinitzianus,  ebendaselbst,  S.  24. 

„ „ „ Flegel,  Die  Kreide  an  der  böhm.-schles.  Grenze.  Jahrb.  d.  k.  k. 

geol.  R.-A.,  S.  230. 

Maße: 

Winkel  von  Winkel  von 

Fundort:  Schloßrand  : Vorderrand  Schloßrand  : Achse  Länge  Höhe 


a 

Sonnenberg 

130° 

90° 

35  mm 

50  mm 

meine  Sammlung,  Taf.  I Fig.  3 

b 

1250 

750 

30  ., 

35  ,. 

„ I „ 4 

c 

1250 

75o 

38 

50  ., 

d 

110°? 

70° 

33  ,. 

38  .. 

e 

125« 

850 

40  „ 

50  „ 

n n 

f 

130° 

85° 

37  „ 

50  „ 

g]  Dachsloch 

? 

65° 

72  „ 

85 

Sammlung  Weise,  Taf.  I Fig.  1 

h]  „ 

120° 

75° 

70  „ 

93 

„ „ „ VII  „ 2 

©ie  quabratifd)  bid  länglid)  eiförmigen  ©teinferne  finb  non  mittlerer  bid  bebeutenber 
©iefe,  ein  fteinerer  ift  faft  fugetförmig.  ffm  allgemeinen  etmad  uugteid)ftappig,  ber  ©irbel 
ber  linfen  Etappe  ragt  über  ben  ber  rechten  ßeroor,  liegen  and)  ©remplare  nor,  bie  mot)I 
ald  gteidiftappig  angufpreeßen  finb.  ©ie  fpöße  übertrifft  bie  Sänge  im  ©ureßfeßnitt  um 
etwa  ein  fünftel,  bad  ißerßältnid  ift  aber  bedeutenden  ©diroanfnugen  unterroorfen.  ©ie 
SSorberfeite  fällt  gicmlicß  fteil  ab  unb  ift  unter  bem  ©irbel  eiugebrücft.  ©er  Unterranb 
bilbet  einen  gut  gernnbeten  S3ogen,  ber  hinter  raub  fteigt  faft  fenfredjt  auf  unb  ift  furg 
nor  bem  ©dfloßranb  etwad  eingefdjnitrt.  ©er  gerabe  ©d)loßranb  ift  mäßig  lang  unb  auf 
1 cm  etwa  mit  11  Sandgruben  befelgt.  Scßloßranb  unb  Sorberranb  bilben  einen  ©iufei 
non  ca.  120°.  ©er  ©infei  ©eßloßranb  ; Slcßfe  beträgt  ungefähr  80°.  infolge  ber  ocr= 
fd)iebenartigen  33erbriicfuugen  bleibt  bad  ©infelnerßältnid  bei  alten  norliegenben  SIrten 
unfießer.  ©er  fleine  glügel  ift  bitrd)  eine  gerunbete  ©infenEung  nom  Stüden  ber 
©d)ale  getrennt,  ©af.  1 gig.  4 a ift  breitgebriieft  unb  bedßalb  nid)t  in  normaler  ©tellitug, 
geigt  aber  ben  ißerlanf  ber  Stippen  unb  SInmacßdftreifen  auf  bem  Flügel  gut.  $n  der 
Stege!  brängeu  fid)  bie  Stippen  auf  bem  Flügel  beutlid)  gegen  ben  ©irbel  bin-  ©er 
©irbel  ber  linfen  klappe  raölbt  fid)  höher  auf  ald  ber  ber  rechten  unb  überragt  and) 
letzteren  mehr  ober  weniger.  Sin  bem  ©af.  7 $ig.  1 bargeftellten  ©remplare  non  ber  ^>eu= 
feßeuer  finb  beibc  ©irbel  faft  gleid),  an  einem  anberen  non  bort  jeboeß  wieber  angem 
fcßeinlicß  ungleich- 

©ie  Oberfläche  ber  ©d)ale  ift  mit  unregelmäßigen,  genäherten  unb  lang  herabgegogenen 
Stippen  bebccft.  ©ie  ©tärfe  ber  Stippen  ift  fcf)r  uariabel,  unb  im  höheren  Silier  finben 
fid)  gwifcf)cit  2 gröberen  immer  etwa  3 — 5 fchwäd)ere.  ©ie  fräftigeren  Stippen  gehen  in 
faft  nnnerminberter  ©d)ärfe  auf  ben  Flügel  über,  wäßrenb  bie  feßmäeßeren  bafelbft  mehr 
ober  weniger  nerfd)winben. 

©ie  non  mir  felbft  gefammeltcn  ©jemplare  finb  nid)t  fehl'  groß  unb  entflammen 
bem  ©teinbrucf)  am  ©onnenberge  bei  ©alterdborf  (©af.  1 £fig.  3,  4),  während  bie  and  ber 
©eifefeßen  ©ammlung  nom  ©ad)dlod)  bebeutenb  größer  finb  (©af.  1 f^ig.  1,  ©af.  7 gig.  2). 
©in  unuollftänbiged  ©titef,  wad  and)  hierher  gehören  dürfte,  befitge  idj  and  der  ©egend 
bed  ©reieefer,  einer  gmifcßen  jenen  beiden  Fundorten  gelegenen  ©teile,  ©in  boppclflappigcd 
©jemplar  nom  ©achdlod)  liegt  mir  ferner  and  ber  ©ammlnng  ber  beutfd)en  Unioerfität  gu 
sf3rag  nor.  ©af.  1 3äg.  1 glcid)t  folcfjen  ©gemplaren,  die  non  Riegel,  £>eufcßeiter,  gu 
In.  Cuvieri  var.  Geinitzianus  geftcllt  worben  find,  aber  wie  id)  im  geologifd)cn  ^nftitut 
ber  Unioerfität  S3redlau  erfehen  fonnte,  fpäter  non  ißm  wieber  anberd  begeießnet  wurden, 
©in  fotdjed  ©tiief  geigt  ©af.  7 gig.  1.  93on  Riegel  ald  In.  Glatziae  begeießnet,  befinden  fid) 
an  bemfelben  ^ynftitiit  drei  fleinere  ©jemplare  non  ber  fpeufdjeuer,  bie  mit  unferen 
SIbbilbungen  ©af.  1 gig.  3 unb  4 üöereinftimmen.  ©iefe  flehten  ©tiiefe  geigen  in  ißrer 
Sludbilbung  genau  ben  ©ßarafter  ber  größeren,  fo  baß  icß  eine  ©rennung  nießt  oorgurteßmen 
permag. 

52  [20]  — 


»ou  In.  Cuvieri  Sow.  itnterfdjeibct  fiel)  bie  Hirt  befonberd  babitucf),  baß  ißre  ^ofje 
bebeuteuber  als  ihre  Sänge  ift,  uub  iJjr  aittf)  ba§  bent  In.  Cuvieri  eigene  ®icfeumach§tum, 
fenfreebt  5m-  früheren  3$ad)Stumsrid)tung,  in  höherem  Hilter  fef)It.  »egitglid)  ber  ilnter= 
fdßeibnug  mm  Ln.  Freehi  Fl.  ltnb  In.  Kleini  M.  nergl.  ©eite  51.  ®ie  Unterfd)eibimg§= 
mcrfmale  gmifdjen  In.  Freehi  ltnb  In.  Glatziae  föitnen  und)  bem  norliegenbcn  SJlaterial 
nud)  nid)t  fidjer  feftgelegt  werben,  beim  beibe  Hirten  feßeineu  31t  Uebergängen  31t  neigen. 
Sehr  nahe  ftef)t  nuferer  Hirt  In.  Geinitzianus  Stol  !),  rnomit  Riegel  und)  bie  höheren 
©jemplare  non  ber  eptutf diener  Gereinigt.  HllS  uitterfcßeibenbeS  HS  er  final  ift  ßauptfädjlich 
nur  augufitßreu,  bah  ©toliegfa  feine  Hirt  als  mit  biden,  giemlicß  gleichmäßigen  galten  itnb 
büßten  couccittrifcfjeit  Streifen  bebedt  fcßilbert,  mäßreub  hingegen  bei  nuferer  Hirt  bie  galten 
uub  coitcentrifd)en  Streifen  feEjr  unregelmäßig  auf  treten,  ©ine  fid)ere  ©ntfdjeibung  fanu  nur 
bureß  »crgleid)  ber  gegenfeitigeuOriginalepemptare  getroffen  werben,  (»ergl.  and)  In.SturmiS.  58.) 

»on  In.  Sturmi  n.  sp.  unterfeßeibet  fid)  bie  Hirt,  baß  In.  Sturmi  regelmäßige  fdjarfe 
Hfnwacßgftreifen  uub  einen  größeren  Flügel  als  ln.  Glatziae  befißt,  ber  fid)  bei  In. 
Sturmi  au  beit  allmählich  abfteigeubeit  Süden  oßne  Unterbrechung  anfeßließt,  wäßrenb 
In.  Glatziae  bafelbft  eine  ©iufenfitug  geigt. 

®ie  Originale  31t  xaf.  1 0ig.  3 uub  4 feßen  and)  bem  In.  striatus  Mant.  bei  ©olbfitß, 
Petr.  Germ  II,  Saß  112  ßyig.  2 nicht  unähnlich,  ba  feboeß  biefe  31  rt  noeß  feßr  gmcifelßaft 
ift,  fu  fall  auf  eine  Stellungnahme  nergießtet  werben. 

®ie  Hirt  ift,  außer  in  nuferem  ©ebiet,  bis'  jeßt  nur  nocß  non  ber  griebricßSgmmber 
öeßne  an  ber  ^jeufeßeuer  befanut.  

Inoceramus  fifaltersdorfensis  n.  sp. 

Tafel  V Fig.  2,  5. 


Maße: 

Winkel  von  Winkel  von 

Fundort:  Schloßrand  : Vorderrand  Schloßrand  : Achse 


a]  Sonnenberg 

120° 

70'» 

meine  Sammlung,  Taf.  V Fig.  2 

b] 

1 25  1 

75" 

..  V „ 5 

®ie  3wei  ©.remplare,  eine  redjte  uub  eine  linfe  klappe,  habe  id)  im  ©teinbrueß  be§ 
©onitenbergeS  gefammelt.  Sie  laffett  fid)  in  feine  ber  aufgeführten  Hirten  einreihen  uub 
füllen  beSßalb  befonberS  aufgeführt  werben. 

»eibe  Steinferne  fiub  ca.  40  mm  ßod)  unb  etwa  ebenfo  lang.  Sie  »orberfeite 
bilbet  einen  flacßen  Sogen,  Untern  unb  fpinterranb  fiub  ebenfalls  bogenförmig  geftaltet, 
aber  meßr  unregelmäßig.  2)  er  Scßloßranb  ift  gerabe.  $m  allgemeinen  ift  bie  Hirt  3iem= 
Ließ  flacß  gewölbt,  biegt  aber  im  höheren  Hilter  um  uub  wäcßft  faft  fenfreeßt  §itr  früheren 
©cßaleitwölbung,  wobureß  fie  aufgebläht  erfeßeint.  2ie  »orberfeite  fällt  fteil  ab  unb  ift 
bureß  eine  giemlicß  feßarfe  »iegung  mit  bem  Süden  oerbunbett,  ber  fid)  uad)  ber  anberen 
©eite  3U111  glitgel  hingegen  gang  allmählich  abbadjt.  2ie  flad)eit  Hötrbel  liegen  faft  in  ber 
Schalenmitte.  ®ie  Oberfläche  ift  mit  regelmäßigen  HlnwadjSftreifert  bebedt,  bie  aber  ba, 
wo  bie  Sd)alc  nach  innen  biegt,  oerfeßminben  unb  burd)  einige  unregelmäßige  galten  erfeßt 
werben.  2aS  gibt  am  beften  gig.  2 wieber,  wäßrettb  $ig.  5 weniger  gut  gelungen  ift. 

»01t  In.  Cuvieri  var.  planus  Milnst.  uuterfeßeibet  fiel)  biefe  Hirt  babureß,  baß  ißre  Ober- 
fläcße  nießt  oon  fräftigen  Sippen,  fonberit  nur  non  HInroacßSftreifen  bebedt  ift,  non  In. 
Sturmi  n.  sp.  bureß  ba§  Umbiegen  ber  ©cßale  im  höheren  Hilter,  non  In.  Glatziae  Flegel 
bureß  baSfelbe  uub  bie  feineren  HlnmacßSftreifen  gegenüber  beit  gröberen  Sippen  jener  Hirt. 

ßjwei  ©jemplare  an  ber  beutfdßen  Uninerfität  311  ißrag  nom  2acßSlocß  fiub  ebenfalls 
ßierßer  31t  ftellen.  Höäßrenb  bas  fleinere  ©tiid  ungweifelßaft  ber  Hirt  angeßört,  ift  ba§ 
größere  gerbroeßen  unb  bie  »eftimmung  unfidßer. 


Inoceramus  Dad)$lod)en$is  n.  sp. 

Tafel  I Fig.  9>;  Tafel  VII  Fig.  7. 

Maße: 

Winkel  von  Winkel  von 

Fundort:  Schloßrand : Vorderrand  Schlossrand : Achse  Länge  Höhe  Dicke  [DoppelklappigJ 

a]  Dachsloch  125°  85°  45  cm  60  cm  50  cm  Sammlg. Weise,  Taf.  I F.9 

b]  „ 125°  80 1 60  , 66  „ 60  „ „ Kogler.  [T.V1I  F.  7 

@S  liegen  gwei  ©teinferne  au§  ber  Höeifefcßen  unb  einer  auS  ber  ^öglerfcßeu  Samum 
lung  nom  ©acßSlod)  nor.  2ie  folgenbe  Hlrtbefcßreibung  gilt  bem  abgebilbeteit  ©tiide 


*)  ©toliegfa,  Siteraturoerj.  34,  <5.  407. 


53  [21]  - 


auS  ber  Sammlung  Söeife,  baS  Miglerfcße  ftimmt  nollftänbig  bamit  überein,  roäßrenb  baS 
anbere  mm  äöeife  uerbrüdt  i(t. 

®ie  bciben  Mappen  finb  gegen  einanber  etroaS  mrfd)oben,  bie  rechte  ift  hinauf 
gerüdt,  roäßrenb  mm  ber  Itnfen  ein  Stiid  beS  SBirbelS  abgebrödelt  ift,  fo  baß  man,  roie 
and)  bie  anberen  beiben  ©jemplare  geigen,  rooßl  ©leicßflappigfeit  anneßmen  !ann.  2)er 
Umriß  ift  quabratifd)  bis  recßtedig  abgerunbet.  2)er  fteit  abfallenbe  ißorberranb  bitbet 
eine  faft  gerabe,  nur  roenig  nacf)  außen  gebogene  ßinie,  an  ißu  fü)ließt  fieß  ber  ^albfrci§= 
förmige  Unterranb.  ®er  ^interranb  fteigt  gierotlicß  fen!red)t  mit  einer  marfanten  @in= 
b ud) tun g an  ber  ^iitgelanfaßftelle  gum  geraben  ©cßloßranbe  auf.  ®iefer  ift  m affig  lang. 
Scßloßranb  unb  23orberranb  treffen  in  einem  Söinfel  non  125°,  Sd)Ioßranb  unb  ülcßfe 
mm  etma  80 — 85  0 gufammert.  ®er  Flügel  ift  fcßarf  nom  iftiiden  abgefeßt.  ®ie 
SBirbel  finb  in  bcm  etroaS  groben  ©cftein  beS  abgebilbeten  Originales  abgebrödelt,  bocf) 
ift  an  bent  Miglerfcßen  Stüd  erfid)tlid),  baff  fie  fid)  etroaS  nad)  oont  einfrümmcn.  Sie 
ragen  über  bcn  ©cßloßranb  t)inroeg.  £>ie  SCRnfdjel  ift  fcfqr  ftarf  unb  regelmäßig  gemölbt, 
of)ne  Mitte  fteigt  ber  gerunbete  Otüden  gum  SSorberranb  unb  fällige!  ab. 

©ie  Oöerfläcße  ift  mit  bieten,  nicbrigen,  entfernten  fmtgentrifcßen  galten  bebedt,  bie 
in  fd)önem  Sogen  über  ben  [Rüden  gießen  unb  and)  in  unoerminberter  ®eutlicßfeit  auf 
beit  Flügel  übergeßen.  ®ic  Streßen  groifeßen  ben  galten  finb  feßr  ffad).  ®er  @efamt= 
einbrnd  ber  2(rt  ift  etroaS  plump. 

In.  Frechi  Flegel  unterfeßeibet  fieß  bureß  feine  feßfanfere  Söirbelpartie,  ben  ©ittbrud 
auf  ber  Sorberfeite  unter  bem  2Birbel  unb  bie  flacßere  reeßte  Mappe,  In.  Kleini  G.  Müller 
bureß  baS  edige  Umbiegen  ber  nie!  fcßärferen  [Rippen,  ben  bünneren  glügel,  ber  bei  In. 
Dachslochensis  giemlicß  bid  ift,  unb  bureß  bie  elegantere  $orm.  ®er  Flügel  ift  äßnlicß 
bem  beS  In.  Brongniarti  Sow.,  jeboeß  unterfd)eibet  beffeu  fteil  abfallenbe,  nom  [Rüden 
bureß  eine  Mutte  getrennte  Sorberfeite  biefe  91rt  gut  non  ber  nuferen,  fo  baß  eine  33er= 
roeißfelung  auSgefcßloffen  ift. 


Fnoceramus  Cusatiae  n.  $p. 

Tafel  II  Fig.  la,  b;  Tafel  3 Fig.  3;  Tafel  8 Fig.  3,  4,  5. 

1905  Inoceramus  percostatus  Gr.  Müller.  Flegel,  Heuscheuer  u.  Adersb. -Weckelsdorf.  Inaug.-Dissert.,  S.  24, 25 
1905  „ „ „ Die  Kreide  a.  d.  böhm.-schles.  Grenze,  J.  d.  k.  k.  geol.  R.-A.  S.  230. 

1907  „ „ „ Scupin,  Die  stratigraphischen  Beziehungen  der  obersten  Kreide- 

schichten in  Sachsen,  Schlesien  und  Böhmen.  Neues  Jahrb. 


Winkel  von 

Fundort:  Schloßrand  : V orderrand 

f.  Miner.  Beil  -Bd.  24,  S.  711. 

Maße : 

Winkel  von 

Schloßrand  : Achse  Länge  Höhe  Dicke  [beide  Klapp.]  [T.  II  F.  la  b 

a] 

Sonnenberg  120° 

750 

70mm  70mm  55mm 

meine  Samml.  1 T.  VIII  F.  3 

bj 

125» 

800 

80  .,  88  .. 

61  „ 

„ „ Taf.III  Fig.  3 

c[ 

110° 

70° 

? 95  ., 

62  ., 

dj 

105» 

750 

? ? 

? 

ej 

120« 

70° 

? ? 

? 

f] 

125° 

85° 

? 62  „ 

41  „ 

gl 

110° 

70° 

? ? 

? 

h] 

Lausche  Stbr.  Nordhang  120° 

65° 

? 80  „ 

45  .. 

Sammlung  Weise 

i] 

115° 

75° 

? 75 

9 

k] 

0 

1400 

90° 

55  ..[?]  70  .. 

45  „ 

” ” T.VIII  F.4 

Sonnenberg  135° 

70° 

80  .,[?]  82  .. 

50  „ [ 

?]  meine  Sammlung. 

m 

140° 

70° 

80  „[?]  73  „ 

60  ., 

— 

n] 

140» 

85u  1?] 

75  „[?]  75  ., 

50  ., 

,,  T.VIII  F.  5 

o 

140° 

80° 

? ? 

? 

®ic  oorliegenben  ca.  50  Steinferne  finb  in  ber  großen  9Reßrgaßl  teils  unuollftänbig, 
teils  meßr  ober  roeitiger  gerbrüdt,  jeboeß  befinbett  fid)  and)  einige  feßr  gut  auSgebilbete 
bantnter,  unb  bie  übrigen  ergangen  einanber  auf§  befte.  ®ie  tppifeße  gönn  ift  ein 
[Recßted  begra.  Qnabrat,  beffett  norbere  untere  Mute  fd)räg  abgefdjnitten  ift,  roie  fie  gig.  la 
unb  b auf  Staf.  2 unb  $ig.  3 auf  STaf.  3 barftellt.  Sott  ba  auSgcßenb,  oariiert  bie  SIrt 
einesteils  fo,  baß  bie  SSorberfeite  faft  in  geraber  ßiuie  naeß  bem  Unterranbe  oerläuft  unb 
formen  entfteßen,  roie  fie  £af.  8 gig.  4 geigt,  anbernteilS  roölbt  fieß  ber  [Rüefett  in 
bie  Sreitc  auf  Mften  beS  Flügels,  ein  foldjeS  ©jemplar  ift  auf  £af.  8 $ig.  5 bar= 
geftellt.  ®ic  21rt  ift  als  gleicßflappig  angufpreeßen,  roenn  aueß  infolge  ber  uerfeßiebem 
artigen  95er=  unb  gerbrüduugen  fanin  ein  Stücf  oorliegt,  au  bem  bieS  genau  feft= 
guftellen  ift.  [Sie  Sdjalen  finb  aufgebläßt,  bie  S)idc  ift  in  oorfteßenber  Tabelle  ba,  roo 
fie  meßbar  roar,  eingetragen.  ®aS  93erßältniS  oon  Hänge  : §öße  feßeint  ungefäßr  gleicß 

— 54  [22]  — 


3it  fein,  gumeift  fittb  bie  ©tiidc  roo  1)1  etioad  tjö^er  ald  lang,  ©eroöhnlid)  ift  ber  biinne 
^lügcl  mehr  ober  roeniger  abgebrochen,  mar  er  annäl)ernb  ermatten,  fo  roitrbe  bie  ßättge 
gefd)öljt,  boef)  bitrftc  fie  rooljl  nie  31t  grojj  angenommen  fein.  Güinige  ©rcmplare,  mie 
3.  V.  m oorftcfj'enber  2litf5äfjlung,  fiitb  länger  ald  fmä)/  feboef)  gehören  and)  fie  alle  in 
eine  gormenreifje. 

SD  er  Vorbcrraub  ift  unter  bent  SEöirbcl  eingebrüdt,  bei  beit  angenommen  normalen 
formen  ift  er  uom  Söirbcl  anfgefjenb  nad)  norm  gerichtet,  biegt  etroa  in  ber  üftitte  ber 
@d)ale  nnt  nnb  uertänft  fdjräg  nad)  nuten.  ©iefed  [ffieljeu  bed  Vorberranbed  ift  eine 
febr  d)aratteriftifd)c  ©igentümlidjfeit  ber  2trt,  meint  and)  an  einigen  abnormen  @£emplaren 
ber  Vorberranb  faft  fenfredjt  nnb  gerabe  31ml  ltnterranbe  abfteigt  (©af.  8 $ig.  4)  ober 
fdjräg  nach  oorn  bis  nuten  3ieljt  nnb  fdgarf  311m  ltnterranbe  umbiegt  (©af.  8 gig.  5). 
©er  Unterraitb  bilbet,  je  nad)bcm  ber  Vorberranb  fo  ober  fo  nach  unten  oerläuft,  eine 
gtö|jere  ober  tleincre  fRunbung  unb  biegt  bei  allen  Variationen  in  3iemlicfj  fd)arfem  Vogen 
311111  fenfred)t  anffteigenben  ltnterranbe  um.  ©iefer  31'igt  au  ber  [flügelanfapftelle 
gemölmlid)  eine  ©infdjnürung,  an  biefe  fetjt  fiel)  ber  ^lügel  raeit  nad)  aitfjen  biegenb  an. 
2ln  bem  ©af.  3 fyig.  3 bargeftellten  ©rentplar  ift  letzterer  angenommen  faft  00 11= 
ftänbig,  jebod)  befipe  id)  nod)  ein  fleinered,  febjr  3erbrodjened,  bad  i£)it  im  Ver= 
bältnid  nod)  bebeutenb  größer  3eigt.  2lit  bem  ©remplar  ©af.  8 [fig.  5 fept  ber  Flügel 
fdjon  au  ber  Umbiegung  bed  Uitterranbed  311m  ^ünterranbe  ein.  ©er  ©djlofranb  ift  lang 
nnb  gerabe.  2lu  bem  Original  31t  ©af.  8 [ftg.  4 fann  man  auf  1 cm  10  f leine  Vaub= 

gruben  3äl)leit.  ©ad  Verljältnid  bed  ©djlofsranbed  311m  Vorberraitbe  oariiert  3roifd)en  105° 

nnb  140°.  2lld  normal  föuneit  120°  gelten.  140  0 haben  bie  breiten  abnormen  formen 
mie  fie  ©af.  8 ffig.  5 barftcllt.  ©er  Vßinfel  rmn  ©djlofjranb  : 2ld)fc  beträgt  im  ilftittel  75°. 
©er  9 Ui  den  ber  ©ctjale  ift  E)oc£)  geroölbt  unb  fällt  ringdum  fteit  ab.  Vei  beit  normalen 
[formen  (©af.  2 ffig.  la  unb  b,  ©af.  3 [fig.  3)  ift  ber  grofje  ^lügcl  fd)arf  abgefe^t,  jebod) 

liegen  and)  ©teinlerne  oor,  mie  ©af.  8 ffig.  5,  roo  ber  9Uideit  nur  in  einer  fanften  ©in= 

bieguug  in  ben  [f  lüget  iiberge£)t.  ©ie  Söirbel  fitib  fpip  unb  überragen  ben  ©djlofjranb. 

©ie  Oberfläche  ift  mit  fräftigen,  abgernnbeten  foii3entrifd)en  SBiilften  unb  galten 
bebedt,  bie  befonberd  ftar!  an  ber  fdgräg  nad)  unten  abgeftupteu  Vorberfeite  anftreten 
unb  fid)  gegen  ben  ffliigel  t)iu  allmählich  oerlieren.  2luf  biefeu  gehen  fie  in  ber  9tegel 
nicht  ober  nur  fcbiuad)  über,  audnahmdmeife  finb  fie  jebod)  auch  bort  nod)  fräftig  oor= 
hanben,  mie  3.  V.  and  nuferer  [fig.  5 ©afel  8 erfid)tlid)  ift.  2tudj  bie  2lnroad)dftreifen 
finb  häufig  febr  gut  ficfjtbar,  mie  bied  befonberd  nufere  Slbbilbungen  ©afel  2 ffig.  la  nnb  b 
miebergeben.  ©ie  über  ben  Vüdcn  lanfenbe  furche  bei  [fig.  la  auf  ©af.  2 beutet  nur 
eine  Vrucf)linie  an  unb  fehlt  an  alten  fonftigen  oorliegenben  ©tütfen,  jebod)  3eigen  fid)  auf 
ber  hödjften  ©chaleumölbung  bei  oerfd)iebenen ©remplarett  einige  rabiale  ßiniert  (©af.  2 [fig.  lb). 

©ie  21  rt  bilbet  bad  häitfigfte  f^offil  im  ©teinbritd)  bed  ©onnenberged  bei  2ßalterd= 
borf,  roo  id)  fie  gefammelt  bube.  2lud  bem  jetjt  nicht  mehr  aitfläffigeu  ©teinbrudj  am 
Vorbabhang  ber  ßaitfdje  befiubet  fie  fid)  in  ber  Sßeifefdjen  unb  Höglerfdjeit  ©ammlung, 
fomie  im  9)Uueralogifd)en  Vhtfeum  3n©redben  ltub  in  ber  geologifcfjenßanbedanftalt  3ußetp3ig. 
©d  ift  bie  2lrt,  bie  man  bidher  ald  Inoceramus  Brongniarti  Sow.  be3eid)itet  hui  nnb  auf 
grunb  bereu  ber  ©anbftein  bed  ffittauer  ©ebtrged  3m-  „Vrongniart^one"  geftempelt  roorben 
ift.  ©ie  beigegebenen  2lbbilbungen  seigen  bcutlid)  bie  llnterf chiebe,  fo  baf)  rool)l  nicht 
nötig  ift,  öarauf  rociter  eiit3ttgel)en.  ferner  hübe  id)  ein  ©tiid  meftlid)  0011t  ©reieder  unb 
3ioei  ©tüd  roeftlich  ber  ©ifenbahnftation  ,^reibit)=©eid)ftatt  beim  Vau  bed  ©ait3faaled  oor 
bem  altberühmten  ©teinbrud)  gefammelt.  2lnd  ber  2Seifcfd)eit  ©ammlung  liegt  ferner 
nod)  ein  ©tiief  00m  ®ad)dIoc£)  oor. 

©ie  fräftigen  gerunbeten  galten  mit  ungefähr  ebenfo  großen  .Qroifdjenräumen  unb 
bad  [fliehen  ber  llnterhälfte  bed  Vorberranbed  uutcrfdjeiben  itnfcre  2lrt  oou  allen  anberen 
2lrten.  In.  percostatus  CI.  Müller  ift  mit  feinem  foitfau  eingebogenen  Vorberranbe,  bem 
gan3  oorn  fteljenben  SBirbel  unb  ber  marfanten  [furche  auf  ber  hiuteren  ©d)alen= 
hälfte  gut  unterf (hieben.  ©ie  001t  Riegel  ititb  nad)  ihm  001t  ©cupin  oon  ber 
[friebrid)dgrnnber  ßeljne  an  ber  ©eufd)euer  basit  geftelltcn  ©tiide  finb  oollftänbig  ibent 
mit  nuferer  2lrt  nnb  gehören  nid)t  31t  In.  percostatus.  $d)  muff  alfo  ber  Verteibigung 
ber  2lrt  burch  [flegel  im  [faf)rb.  b.  f.  f.  geol.  9t.=2l.  ©.  230  roiberfpred)en  unb  fanit  nur 
begüglid)  ber  Vergleid)e  mit  In.  percostatus  auf  bad  bei  Veljanblung  biefer  2lrt  ©.  56 
©efagte  oerroeifen.  ©ton  ber  §eufdjeuer  liegen  fed)d  ©remplare  in  ber  ©ammlung  ber 
Unioerfität  Vredlau,  bie  bid  hoppelte  ©röpe  ber  meinigen  erreid)eit,  aber  and)  in  ber 
gleichen  oorhanben  finb.  2luch  31t  ben  breiteren  [formen  (oergl.  ©af.  8 [fig.  5)  paffen  3roei 
©tüde  ber  UniDerfitätdfammluitg.  ©in  roeniger  guted  ©jemplar  put  ^perr  ißrofeffor  ©cupin 


— 55  (23j  — 


in  öen  Beuroartf)auer  ©diid)teit  gefammelt,  baS  oielletcf)!  neben  nufere  breiteren  formen 
31t  [teilen  roäre. 

Biit  biefer  SIrt  i[t  fcfoliefsticb)  In.  bilobatus  G.  Müller1)  noct)  in  parallele  3U  [teilen, 
^cf)  habe  einen  GppSabguß  beS  an  ber  ltninerfität  Göttingen  aufberoaf)rteu  Originales  bei 
■öerrn  Sßrofeffor  ©>r.  Boef)ut  in  Berlin  gefeiert.  ®aS  ©tiid  i[t  mangelhaft  erhalten,  [0  bah 
bie  Umrißlinie  nicht  feft3uftetlen  i[t.  $n  ber  $ornt  gleicht  eS  etroa  ^ig.  4 auf  ©af.  8. 
©)ie  rabiaten  furchen  tonnten  bie  pfotge  oon  Berbrüdungen  [ein,  mie  baS  and)  an  meinem 
Gjeutplar  ©af.  2 gig.  la  ber  $all  i[t.  ©er  größte  Unter[d)ieö  befteht  in  bem  gegen  ben 
Borberranb  offenen  Sogen  ber  Büdenioötöitng  in  bem  9ftüIIerfcf)en  Gjemplar,  roät)renb  er 
an  meinen  ©Rüden  nach  be'nt  ^tüget  hin  offen  ift  nnb  nur  bei  einigen  Gr tr euren,  mie 
beut  auf  ©af.  8 gig.  4 roiebergegebenen,  eine  ziemlich  gerabe  öinie  bilbet,  ober  auch  etroa S 
gegen  ben  Borberranb  hin  geöffnet  fein  mag.  ®a  nun  leiber  bis  jeßt  bIo[3  biefe  einzige 
mangelhafte  klappe  gefunben  ift,  trifft  [ich  bie  ^bentität  beiber  formen  nicht  fidjer  crrocifen, 
roenu  fie  and)  in  ber  Gntroidetung  auSeinanber  h.etoorgegangen  fein  mögen  ober  fid)  an 
ben  oerfd)iebenen  ißläßen  gleichseitig  eigenartig  auSgebitbet  haben.  Sariabel  ift  bie  $orm, 
baS  beroeifen  31t r Genüge  bie  ©titele  oon  ber  einen  $unöftätte  am  (Sonnenberge. 


Ifnoceramus  percostatus  G.  IHullcp. 

Tafel  V Fig.  4. 

1887  Inoceramus  percostatus  Gr.  Müller,  Beitrag-  zur  Kenntnis  der  oberen  Kreide  am  nördlichen  Harz- 
rande. Jahrb.d.kgl.  preuß.  geol.  L.-A.,Taf.l7  Fig.3a — c,  S.413. 
non  1903  .,  ..  Petrascheck,  Ueber  Inoceramen  aus  der  Kreide  Böhmens  und  Sachsens. 

Jahrb.  d.  k.  k.  geol.  R.-A.,  Bd.  53,  Heft  1,  S.  165. 

non  1905  „ .,  Flegel,  Heuscheuer  und  Adersbach -Weckelsdorf.  Inaugural-Dissert.,  S.  25. 

non  1907  ..  .,  5 cupin,  Die  stratigraphischen  Beziehungen  der  obersten  Kreideschichten 

in  Sachsen  usw.  Heues  Jahrb.  f.  Min.  Beil^-Bd.  24  S.  711. 

©iefe  Brt  hat  febon  oerfhieöentlid)  9Rißöeutungen  erfahren,  iubem  man  fie  in  ben 
gleichaltrigen  Gebieten  oon  Söhnten2)  nnb  ©d)tefien3)  roiebergufinben  geglaubt  hatte.  ®ie 
oon  s[3etrafd)ed  oon  üreibiß  hier3it  geftettten"  Gjemplare  haben  fid)  31t m größten  Seit  atS 
In.Kleini  M.  erroiefen.  ®aS  Original  31t  Geiniß,  GIbthalgebirge  II,  ©af.  13  $ig.  15  erfd)eint 
mir  atS  ein  oerbriicfteS  Bruchftüd  oon  In.  Cuviei'i  var.  planus  Münster. 

®ie  non  ©leget  nnb  nad)  ihm  and)  oon  ©cupin  oon  ber  ©riebrid)Sgruuber  Sehne  an 
ber  .Sjeitfdjeucr  bamit  ibcittif gierten  ©tiide  gehören  ber  neuen  2Irt  In.  Lusatiae  an;  bie 
oon  Riegel  oon  GartSöerg  ermähnten  Gjemptare  gehören  roeber  31t  In.  percostatus,  noch 
oermag  id)  fie  .31t  einer  fonft  befannten  Brt  31t  [teilen. 

®ic  i!rfad)e  biefer  ©cf)tfd)tüffe  mag  root)t  betritt  31t  fudjen  fein,  bah  Mütter  fciner3eit 
bei  ber  Bmfftettuug  ber  Strt  roeniger  gute  ©tiide  3ur  Bearbeitung  hatte,  atS  roie  fie  gegen* 
roärtig  bie  geotogi[d)e  ÖanbeSanftalt  31t  Berlin  befißt,  nnb  bann  auch  ber  In.  percostatus 
in  auSgeroadjfenem  $u[taitbe  fo  ttnregetmä|ige  formen  annimmt,  bie  fid)  fdpoer  fchilbern 
taffen,  ^itbent  fcheiuett  attd)  oont  ipa^rctnbe  itt  (Sammlungen  nur  toenig  gan3  gute  ©tiide 
oor'hanbeit  31t  feilt,  ©ehr  cßarafteriftifcf)  für  bie  5Irt  ift  bie  oont  Böirbet  nach  bem  Unter* 
raube  auf  ber  jpinterfeite  ber  ©d)ate  oertaufenbe,  nteift  fef)r  tiefe  ©ureße. 

Bon  ber  ©tation  ©annenberg  liegt,  bejeießnet  mit  Br.  5,  in  ber  Sammlung  ber 
geotogifcßeit  fReicßSauftatt  2öien  baS  auf  ©af.  5 ©ig.  4 bargefteltte  Gjemplar,  baS  mit 
einem  f o f cf) e 1 1 ber  geologischen  ßanbeSanftatt  31t  Berlin  oont  ßößof  bei  Quebtinburg  oott= 
ftäitbig  itbercinftimntt.  Söeutt  attd)  bie  ^interpartie  beS  ©tiideS  abgebrochen  ift,  fo  3eigt 
fid)  bod)  nod)  ein  ©eit  ber  fRüdenfurcße,  nnb  bie  Ütrt  ber  Umbiegung  ber  [Rippen,  bereu 
Unregelmäßigkeit  unb  ber  fpiße  nach  oont  gebret)te  SBirbel  ftimmen  genau  mit  jenem 
Berliner  Gpcntptar  überein.  Gütige  roeitere  Bruhftüdeoon  ber  ©tation  ©annenberg,  bie  eben* 
falls  att  ber  geotogifdjen  fReid)San[taIt  liegen,  können  oietteid)t  and)  hierher  gehören.  Unter 
biefen  befinbet  fid)  ein  ©tüd,  beffett  rechte  Etappe  had)  geroötbt  ift,  roät)renb  bie  tinfe  gan3 
ffadj  gebrüdt  unb  mit  feinen  (Sprüngen  bureßfeßt  ift.  GS  bietet  ein  gutes  Beifpiel  für 
bie  Beränberung  ber  ©noceraroten  bttrd)  ißreffung  unb  ermahnt  3111*  größten  Borficßt  bei 
Beftimmung  001t  flach  gebrüdten  formen,  roie  3.  B.  auS  ben  meiften  ©01t*  unb  SJRergel* 
fd)icl)ten.  Gin  roeitereS  leiblich  gutes  Gjemplar  rourbe  1911  oon  §errn  ©abrifbefißer 
Bögler  an  ber  ©tation  ©annenberg  gefammelt. 

©onftigeS  Borfontnten:  Bisher  fid)er  nur  int  unteren  Gtnfd)er  beS  ttörblicfjcn  |mr3* 
rattbeS  nadjgeroiefen. 


Ü ©.  Bcüller,  Sitcraturoerj.  22,  ©.  414,  ©af.  18  gtg.  2.  2)  [p3etraft±)ecf  f.  0.  3)  Riegel  unb  <Scuptn  f.  0, 

— 56  [24J  — 


Inoceramus  subpercostatus  n.  $p. 

Tafel  II  Fi".  4;  Tafel  VII  Fig.  3. 

Son  biefer  Srt  liegt  nur  eine  rechte  klappe  auS  bei*  SSeifefcßen  (Sammlung  mit  ber 
gunbortSbegeicßnung  „ßaitfcße"  nor.  (Sie  fteßt  beut  In.  percostatus  G.  Müller  (ipargraub 
©af.  17  gig.  3b)  feßr  nabe,  jebod)  läßt  fid)  aufgrunb  beS  SSaterialeS,  baS  non  biefer  Srt 
au  ber  geofogifeßen  ÖaubeSauftalt  31t  SSerliu  liegt,  bie  Uebereiitftimmung  nid)t  nacßroeifeit. 
©ie  £>ößc  beS  aßgebilbeten  (EjemplareS  beträgt  75  mm,  bie  Säuge  40  mm.  ©er  23orber= 
raub  ift  unter  bem  Söirbel  etroaS  eingebogen  unb  fällt  [teil  ab.  (Er  fteigt  [entrecht  51t 
beut  einen  f pißen  Sogen  bilbenben  ilnterranbe  ab.  ©er  ipiuterraub  oerläitft  ebenfalls  in 
einer  giemlicß  fen!red)tcu  Siuie.  ©er  Scßloßranb  ift  furg  unb  gerabe,  Sanbgruben  finb 
nidßt  fidjtbar.  ©ie  (Schale  ift  fjoef)  gemölbt,  bie  ßöcßfte  SSölbung  läuft  über  bie  Siitte  beS 
Südens  in  einem  feßroaeß  ttad)  norn  geöffneten  Sogen.  Scßloßranb  unb  Sorberranb 
treffen  in  einem  SBinfel  non  95°  gufammen,  baS  SerßältniS  Scßloßranb  :Sd)fe  beträgt 
55°.  ©er  fylitgel  ift  Hein  unb  feßarf  abgefeimt,  ©er  fpiße,  über  bcu  Scßloßranb  in  eit 
-ßeroorragenbe  SSirbel  liegt  gang  norn. 

©ic  Oberfläche  ift  mit  feßarfert,  fräftigeu,  fongentrifeßen  Sippen  bebedt,  bie  flachen 
3mifd)enräumc  nehmen  im  £)ö£)eren  Slter  an  ©rößc  gu.  .Qroifcßen  beit  gröberen  Sippen 
finb  auch  nod)  feinere  fid)tbar.  Sont  Söirbel  gieht  fid)  auf  ber  oorbereu  ©cßaleußälfte  bis 
gum  Ilnterranbe  eine  flache  gureße. 

gn  biefer  gureße  unb  beu  tief  ßerabgegogenen  regelmäßigen  galten  befiehl  ber  §aupt= 
intterfd)ieb  non  ln.  percostatus.  öeßtere  Sri  befißt  bie  furche  auf  ber  hinteren  Sdfalen*. 
hälfte,  unb  bie  unregelmäßigen  galten  gießen  fid)  nur  roenig  nad)  unten  ßerab. 


Unoceramus  Moeglerä  n.  sp. 

Tafel  I Fig.  6;  Tafel  5 Fig.  6;  Tafel  7 Fig.  4. 
Maße: 

Winkel  von  Winkel  von 


F undort: 

Schloßrand  : Vorderrand  Schloßrand  : Achse  Länge  Höhe 

a]  Tannenberg 

105" 

65° 

37  mm[?]  58  mm  [?]  Sammlg.  Kögler  T.  I F.  6,  T.7  F.  4 

b]  Nassendorf 

110" 

65" 

34  „ 48  „ - „ „ Taf.  V Fig.  6 

c]  Juliushöhe 

105° 

65° 

20  23  ..  meine  Sammlung 

d] 

105° 

60" 

17  „ 20  „ 

e | „ 

105° 

55" 

19  ..  22  „ 

f ] Dachsloch 

110° 

65° 

28  i„  33  „ Sammlung  Weise. 

Sucß  biefe  Srt  fteßt  bem 

In.  percostatus 

G.  Müll,  naße,  unb  icß  ßielt  fie  and)  fo 

lange  bafür,  bis  mid)  baS  SSaterial  an  ber  geologifcßeit  SanbeSanftalt  gu  Serlin  eines 
anberen  übergeugte. 

Süßer  bem  ©jemplar  d oorfteßenber  SufgäßluTtg,  baS  als  feßr  fleiu  roenig  in  grage 
fommt,  liegen  mir  nur  linde  klappen  nor.  f geigt  neben  ber  linfen  einen  ©eil  ber  oberen 
rechten  klappe,  nach  biefem  roäre  bie  Srt  gleicßflappig.  ©er  Umriß  ber  SSufdßel  ift  ein 
aufrecht  fteßenbeS  Sedjtecf,  beffen  untere  hintere  (Ede  burd)  einen  Sogen  abgeftumpft  ift. 
©er  Sorberranb  fällt  feßr  fteil  ab  unb  gießt  in  gcraber  Siuie  gum  Ilnterranbe.  ßeßterer 
bilbet  einen  flachen  Sogen  unb  geht  als  folcßer  in  ben  fpintcrranb  über,  ber  fd)ließlid)  gum 
glügel  fenfreeßt  mit  einer  fünften  (Einbuchtung  in  ber  ÜSitte  auf  fteigt.  Sn  bem  etroaS 
gebogenen,  furgen  Stßloßtanöe  fommen  auf  einen  Zentimeter  aeßt  Sanbgruben.  (Scßloßranb 
unb  Sorberranb  ftoßeu  in  einem  SBiufel  oon  etroa  105°,  (Schloßraub  unb  Scßfe  non  65° 
gufammen.  ©er  gleichmäßig  ßoeß  geroölbte  Süden  feßt  gegen  ben  fteil  abfalleitben  Sorber= 
raub  in  feßarfer  Partie  ab,  unb  and)  ber  Heine  glügel  ift  bitrcß  eine  tiefe  gureße  oon  ißm 
getrennt,  ©er  Heine  fpiße  SSirbel  überragt  nur  roenig  ben  (Scßloßranb  unb  ift  gang  oorn  gelegen. 

©ie  Oberfläcße  ift  mit  regelmäßigen,  feßarfen,  fräftigeu  Sippen  bebedt,  groifeßen  benen 
breite  flacße  gureßen  gießen.  (Ein  Stüd  beS  SegatioS  oon  a oorfteßenber  gufammenftellung 
geigt  über  bie  gange  Scßale  gleichmäßig  oerteilte  matte  SnroacßSftreifen. 

Son  In.  percostatus  unb  subpercostatus  unterfeßeibet  ficß  bie  Srt  babureß,  baß  ißr 
Süden  ooll  geroölbt  ift,  unb  roeber  auf  ber  £>inter=  nod)  auf  ber  Sorberfeite  Snbeutungen 
einer  gureße  ober  (Einfenfung  oorßanben  finb. 

(ES  liegen  nur  bie  oorfteßenb  aufgegäßlten  Stüde  oor,  oon  benen  aueß  nur  bie  beiben 
abgebilbeten  a unb  b für  bie  Bearbeitung  oerroertet  roerben  tonnten,  ba  bie  übrigen  gu 
f lein  finb.  gene  beiben  befinben  ficß  in  ber  Sammlung  ber  Herren  Bögler  Sater  unb 
Soßn  in  Scßönlinbe,  unb  icß  glaube  einer  ©anfeSpflicßt  naeßgufommen  für  ißren  ber 
Heimat  geroibmeten  uneigennüßigen  Sammeleifer,  roenn  icß  ißneu  biefe  Srt  roibme. 


— 57  [25] 


inenberg 

125u 

85°/90° 

meine  Sammlung,  Tafel  II  Fig.  5a,  b. 

125° 

85° 

120° 

75° 

„ 

135° 

85  n 

>5 

110° 

70° 

1250 

75° 

_ 

.. 

115° 

90" 

115° 

85° 

110° 

80° 

110° 

70° 

110° 

70° 

Kgl.  miner.  Museum  Dresden,  [das.  mit  No.  14  bez.] 

©erfcßiebenartig  finb 

bie  ®ruderfcßeinungen, 

bie  fid)  an  ben  aufgegäßlten  ©jemplaren 

Inoceramus  Sturmi  n.  $p. 

Tafel  II  Fig\  5 a,  b. 

1843  Inoceramus  concentricus  Park.  Geinitz,  Kieslingswalde,  S.  15,  Taf.  3 Fig.  12. 

1891  „ simples  Stoliczka.  Langenhan  & Grundey,  Das  Kieslingswalder  Gestein  und  seine  Ver- 

steinerungen. X.  Jahrb.  d.  Glatzer  Gebirgsv.  Taf.  5 Fig.  5 — 7. 
1900  ..  Cuvieri  Sow.  Sturm,  Der  Sandstein  von  Kieslingswalde  in  der  Grafschaft  Glatz  und  seine 

Fauna.  Jahrb.  d.  kgl.  preuss.  geol.  L.-A.,  Taf.  10  Fig.  1. 

Maße: 

Winkel  von  Winkel  von 

Fundort:  Schloßrand  : Vorderrand  Schloßrand  : Achse 

a]  Sonnenbere 

b] 

c] 

d] 

e] 

f] 

ff] 

hl 
i] 
kl 
1] 

roaßrneßmen  taffen,  aud)  bie  non  IfiedlingSroalbe  norliegenben  ©titde  erfcßeinen  in  gang 
auffälliger  Söeifc  flad)  gebrüdt.  ©om  ©onnenberg  bei  SSalterSborf  (.ßittauer  ©ebirge) 
liegen  ca.  20  ©tiid  nor,  bie  fid)  al§  iibereinftimmenb  mit  ber  51rt  non  lfie§ling§roaibc 
geigen.  (Größtenteils  finb  e§  Srud)ftitde  ober  eittgelne  klappen,  ein  boppelfd)alige§  ©jentplar 
ift  auf  STaf.  11  gig.  5a  unb  b roiebergegeben.  'SbiefeS , gugleid)  ba§  größte  uom  ©ouuem 
berg,  ift  ca.  5 cm  breit  unb  5 cm  ßocf),  aber  and)  unnollftänbig  roie  alle  anbereu,  ©inige 
fleine  ©tiide  finb  ßöfjer  wie  lang,  aitbere  geigen  me^r  einen  quabratifdjen  Umriß  ©e= 
fonberd  fcßarf  finb  an  beu  ©onnenbergfteinfernen  bie  regelmäßigen  ©nroacßioftrcifen  au§= 
geprägt,  roenn  and)  nidjt  überall  fo  raie  an  bem  Original  git  £af.  II  gig.  5,  roäßrenb  fie 
in  Me§ling§roalbe,  in  einem  roeniger  reinfanbigen  ©eftein,  matter  gitm  21u§brud  fontmen, 
aber  troßbem  gut  ficßtbar  finb.  hingegen  finb  an  beu  $ie§ling§roalber  ©tiiden  beutlicße 
unb  fräftigc  ©ungeln  oorßanben,  bie  an  bcn  ßiefigen  formen  bebeutenb  fcßroäcßer  ßeroor= 
treten  ober  aud)  gang  fehlen,  ^ie  ©orberfeite  fällt  gicmlid)  fteil  ab  unb  gefjt  in  einer 
fftunbung  in  beu  geroölbten  ©iiden  über,  an  ben  fid)  in  allmählicher  5lbbad)ung  ber 
giemlicf)  breite  glügel  anfcßließt.  ©cßloßranb  unb  ©orberranb  bilben  einen  ftumpfen  Sßinfel 
non  etroa  120°  im  SDurcßfcßnitt.  ®er  ©cßfenroinfel,  ber  infolge  oon  ©erbrüdung  faitm 
ficßer  gu  beftimmen  ift,  fcßeint  etroa§  roeniger  al§  90°  gu  betragen.  ®er  SSirbel  ragt  in 
einer  fleinen  ©piße  über  beu  ©cßloßranb  biitroeg.  ®ie  ©anbgrubeu  finb  flein,  an  bem 
abgebilbeten  ©tiid  fomnten  7 — 8 auf  V2  cm-  ©oroeit  feftgeftellt  roerben  fonntc,  ift  bie 
3Irt  gleicßflappig  ober  roenig  ungleüßflappig. 

©on  biefer  Slrt  gibt  guerft  ©einiß,  ßiedlingsroalbe,  SEaf.  3 gig.  12  unter  ber  ©e= 
gcicßmtng  In.  concentricus  Park,  eine  ©bbilbung.  ©ic  geigt  jebod)  nur  grobe  galten,  troßbem, 
roie  bargelegt,  faft  bei  allen  Jtie§liitg§roalber  ©tiidcn  aucf)  bie  feineren  ©itroacßSftreifen 
roaßrguneßmen  finb.  ©tolicgfa1)  möd)te  bie  ©bbilbmtg  mit  feinem  In.  Geinitzianus  Bereinigen, 
er  fagt  roörtfid):  „Geinitz  (Kieslingswalde,  Taf.  3 Fig.  12)  ligured  a right  valve  of  an 
Inoceramus  which  most  closely  resembles  our  Indian  fossil;  it  has  beeil  perhaps  wrongly 
identified  with  I.  latus  Maut.,  for  it  shows  much  more  affinities  to  s tri  atu  s than  to 
latus,  and  if  it  does  not  belong  to  the  former  species,  it  may  very  likely  be  identical 
with  the  Indian  one.“  3>ie  neue  ©bbilburtg,  bie  ©türm,  STaf.  10  gig.  1,  non  biefcm  ©pemplar 
gibt  unb  bie  ben  Slrtcßarafter  feßr  gut  gum  ©uSbrud  bringt,  geigt  jebod)  beutlid)  bie 
ltnterfd)iebe.  ®ie  galten  unb  3Inroad)§ftreifen  biegen  fid)  bei  unferer  5lrt  gegen  ben  SBirbel 
hin  biefem  gu,  roäßrenb  fie  bei  ber  inbifcßen  auf  bem  glügel  bem  Söirbel  fließen,  unb 
ferner  bie  galten  bei  biefer  al§  bid  unb  giemlid)  gleichmäßig  gefcßilbert  roerben,  hingegen 
bei  unferer  ©rt  unregelmäßig  unb  nicßt  allgu  fräftig  finb.  ®iefe  SIrt,  fo  roie  fie  ©tolicgfa 
bargeftellt  |at,  ift  nicht  bie  unfere,  naße  fteßt  leßterer  jebod)  aucß  eine  aitbere  inbifcße, 
In.  sinrplex  Stol.,  Cret.  Fauna  of  S.  Ind.,  £af.  28  gig.  3 — 4,  inSbefonbere  gig.  4.  ®ie  meßr 
ober  roeniger  ftarfe  ©inbiegnng  be§  ©orberranbeS,  foroie  ba§  fcßiefe  ©bfteigen  be§  ©cßlojp 
ranbe§  11  ad)  ßinten  unterfcßeiben  aber  aud)  biefe  inbifcße  SIrt  genügenb  non  ber 


’)  ©tolicgfa,  Siteraturoerg.  34,  @.  407. 


— 58  f26]  — 


unferext.  Aperr  Bittmeifter  non  Apaenleiit,  bem  Saitgenßait  & ©runbet)  ©ipmidare  non 
Me§ltng§roalbe  überfanbten,  beftimmte  [io  ebenfalls  al§  In.  simplex. 

Sd)ließlid)  [teilt  (Sturm,  ber  bie  Me§liitg§ioaIber  gauna  in  trefflicher  SSeife  bearbeitet 
hat,  bie  bärtigen  formen  31t  In.  Cuvieri.  ©r  biirfte  jebod)  mit  biefer  Beftimmung  gefehlt 
ßaben.  Btit  bem  tppifcßen  In.  Cuvieri  Sow.  BorbbeutfdjlanbS  oermag  id)  fie  nid)t  31t  oer= 
einigen.  91ud)  Sßottemann1)  unb  ißetrafcßecf2)  graeifeüt  bie  Beftimmung  mit  Bcd)t  an, 
ltnb  letzterer  betont  befonberS,  baff  e§  oorgu||eßen  ift,  bie  (Stüde  als  eine  befonbere  21rt 
51t  beßanbeln.  gubent  bie§  ßier  gefcf)iet)t,  erfdßeint  e§  rooßl  gerechtfertigt,  baff  bie  für 
Medüitgdroalbe  fo  dfßrafteriftifcße  21r.t  beit  Barnen  be§  Bearbeiters  biefer  ^anna  trägt. 

Die  Brt  ftef)t  bem  In.  latus  Sow.  feßr  nafje,  jebod)  biegen  bie  galten  nnb  Bitroacߧ= 
[trafen  bei  leßterem  mehr  ober  roeniger  fcf>arf  um,  roäßrenb  fie  bei  In.  Sturmi  einen  fdjön 
gerunbeten  Bogen  bilbeit.  Bttcß  befißen  bie  mir  oorliegenben  latus=gormen  regelmäßige, 
gentnbete,  foirgentrifdje  galten,  roäßrenb  biefe  bei  In.  Sturmi  oiel  unregelmäßiger  auftrctcu. 
In.  latus  Sow.  bei  (Sturm,  Daf.  10  gig.  2,  ift  oielleicßt  and)  nur  biefe  21rt. 

In.  Sturmi  liegt  oon  Me§ling§roalbe,  00m  (Sonnenberg  bei  2Balter§borf  nnb  in  .einem 
(Stiid  ber  Unioerfität  BreSlau  oon  ber  griebridjsgntnber  Seßne  an  ber  ipeufeßeuer  oor. 
Bngufcßließen  märe  oielleid)t  nod)  ein  ©pemplar  (1  oorfteßenber  Slufgäßlung)  oon  ber  (Station 
Dannenberg,  ba§  fid)  im  Bliiteralogifdjen  Bfufeum  gu  DreSben  befiitbet.  9Benn  aitd)  bie 
©pcntplare  oon  Me§üng§roalbe  ein  etroaS  anbereS  Bilb  geben  als  bie  übrigen,  fo  fjalte  id) 
beit  Unterfcßieb  bod)  nur  bttrd)  beit  oerfdjiebenarttgen  ©efteirtSdfarafter  bebingt. 


Inoceramus  BJinktyoIdloides  n.  sp. 

Tafel  III  Fig.  1;  Tafel  4 Fig.  1;  Tafel  7 Fig.  5. 

? 1888  Inoceramus  Winkholdi  G.  Müller,  Beitrag  zur  Kenntnis  der  oberen  Kreide  am  nördlichen  Harz- 
rande. Jahrb.  d.  kgl.  preuß.  geol.  L.-A.,  S.  413,  Taf.  17  Fig.  2. 

Die  Btufcßel  ift  ungleidjflappig  ltnb  befißt  einen  breifcitig=eiförmigen  Umriß.  Die 
höße  iibertrifft  bie  Sänge  ungefähr  um  bie  Apälfte.  Der  Steinfern  ift  unter  bem  SBirbel 
eingebrüdt.  Der  Borberranb  oerläuft  in  faßt  geraber  ßinie  mäßig  ttad)  oorn  gerichtet 
gegen  ben  Unterranb,  oßtte  aber  im  entfernteren  foroeit  au§guarten  roie  bei  In.  Weisei  n.  sp., 
biegt  fefjr  feßarf  (Bbbilbitng)  ltnb  auch  mäßiger  31x11t  Unterranbe  um,  ber  fid)  im  fladjen 
Bogen  gum  ^interranbe  unb  Scßtoßranbe  aufgießt.  Der  Scßloßraub  ift  furg,  an  einem 
65  mm  ßoßeit  ©pentplar  ift  er  auf  V?  cm  mit  5 Keinen  Banbgruben  befeßt.  Scßloßraub 
unb  Borberranb  feß einen  einen  SSBinfel  oon  120 — 135°  31t  bifben,  ber  91d)fenroinfel  beträgt 
etroa  80°.  Die  red)te  klappe  ift  mäßig  geioöfbt,  bie  finfe  faft  ftaeß.  Die  größte  SBöfbung 
ber  reeßten  klappe  liegt  etroa  in  einer  im  oorbercit  Drittel  ber  Scßale  00m  Söirbel  gegen 
ben  Unterranb  gegogeneit  Sittie,  bie  ber  linfen  rneßr  in  ber  Blüte.  Der  Flügel  ift  feßr 
fleht  unb  roeitig  abgefeßt.  Der  ßoße  nnb  fpißc  Söirbel  ber  reeßten  klappe  überragt  ben 
ber  linfen,  ber  fid)  faum  über  ben  Scßloßraub  erßebt,  um  ein  beträd)tlicße§. 

Die  red)te  klappe  ift  mit  gleichmäßigen,  fcßarfeit,  bei  au^geroacßfenen  ©pemplaren 
auf  bem  Bücfeit  faft  ßorigoutalen,  edig  umbiegenben  Bippeit,  groifeßen  beiten  fid)  breite 
flacßc  .groifdjenräume  befiitben,  bebedt,  roäßrenb  bie  Bippen  ber  linfen  Mappe  bebeutenb 
enger  geftellt  finb,  fid)  giemtieß  rocit  hinunter  gießen  uitb  in  fcßöit  geformtem  runben  Bogett 
bie  Scßale  einfreifett.  gn  beit  breiten  groifdjenräunten  ber  redücit  Mappe  geroaßrt  mau 
audj  itocß  feinere  Streifen. 

©§  liegen  nur  4 ©pemplare  oor  ttitb  groar  ein  groeiflappige§  00m  Dad)§lod),  eilt 
gtoeiflappigeS  00m  Sübßange  be§  großen  griebridj§berge§  bei  Beußütte  unb  2 red)te 
klappen  roeftlicß  oont  Dreieder.  Die  beiben  erften  befiitben  fid)  in  ber  SBeifefdjen  Samm= 
lung,  bie  leßteren  in  ber  meinigen. 

Blit  ber  reeßten  Mappe  biefer  ©pemplare  ftimmen  gut  überein  folcße  oßnc  Bamen§= 
begeießnung  an  ber  geologifcßen  Saitbedanftalt  git  Berlin  oon  Dimmenrobe  am  nörblicßen 
hargranbe.  Seiber  fonnte  icß  aber  feine  eittgige  gönn  auffinben,  bie  mit  ber  linfen  Mappe 
fb ent  roäre. 

Bttcß  bie  oon  Blüller  al§  In.  Winkholdi  begeießnete  Slrt  fteßt  meinen  ©pemplaren  feßr 
itaße  unb  roürbe  biefelbe  fein,  toenn  ba§  Stücf  nießt  ttad)  ber  Sluffaffung  BliillerS  ab§ 
ünfe,  fonbern  al§  recßte  Mappe  angefeßeit  roerben  fonnte.  Dann  roürbe  auch  ber  Bilden, 


])  SSollemann,  ßiteraturoerg.  37,  ©.  67. 

2)  Betrafißecf,  Siteraturoerp  23.  ©.  165. 

<=-  59  [27]  — 


roie  Dort  if)m  gefcfjilbert,  nicfjt  nach  beirt  Mnterranbe,  fonbern  nach  Dorrt  (teil  abfalten. 
®a  itad)  bert  rechten  klappen,  bic  ict)  dop  Stimmenrobe  gefeiert  f)abe,  nufere  SIrt  bocf)  roofd 
am  nörblicfjert  -giargrattbe  Dorfotrrmcn  bitrfte,  fo  toirb  attd)  ba3  dop  ©Hitler  bargeftcttte 
©tiid  f'attm  etioaS  aitbereS  [eilt.  SDa§  Original  liegt  mir  jebod)  nicl)t  oor,  tmb  id)  mttji 
e§  Dorlünfig  al§  befonbere  Strt  gelten  taffen,  gubem  attd)  bic  tinfe  Mappe  bieroon  iitdjt 
befannt  ift. 

Ilm  ba3  nabe  ©ertjättni§  angubeuten,  begeidpte  id)  bie  f)iefigert  ©titde  mit  In. 
Winkholdioides. 


Inoceramus  subquadratus  Sc8)lilter. 

Tafel  V Fig.  7. 

1887  Inoceramus  subquadratus  Schlüter,  Yerhandl.  Naturh.  Yer.  Rheinl.  Westf.  44  S.  43. 

1909  ,,  „ Schroeder,  Unterer  Emscher  am  Harzrande  Geologie  und  Paläontologie  der 

subhereynen  Kreide,  S.  62,  Taf.  16  Fig.  2. 

©§  liegen  nur  einige  fd)Iedjtert)attene  ©teinferne  au§  bem  ©teirtbrnd)  am  ©onnem 
berge  mtb  roefttid)  nont  ®reieder  Dor,  foroie  ein  ©egatio,  rtad)  beffett  Stbgup  bie  s^3boto= 
graptjie  gefertigt  roorben  ift.  ©iuige  ©pemplare  oon  STitmnenrobe  am  ^mrgranbe  an  ber 
geotogifd)en  SanbcSanftatt  gtt  ©ertiu  ftimmen  gut  mit  bem  Slbgufj  überein.  Sind)  bie 
SIbbitbung  Staf.  1(3  gig.  2 in  ber  ©d)roeberfd)cn  Arbeit  geigt  grofge  ©et)utid)feit. 

©teilte  ©teinferne  firtb  mäfjig  geiuotbt  unb  mit  regelincifgigen  ©ippett  cerfelen,  bic 
bnrd)  ungefähr  ebertfo  breite  fyitrcbeit  getrennt  fiitb.  ^bnen  eigen  ift  ba§  attd)  in  ber 
SIbbitbung  erfidjtlidfe  minflige  Umbiegeit  ber  ©ippett  auf  bem  ©itdcit  ber  ©cfjale. 

©änttlidje  ^ttttbe  am  .fparge  meifen  nad)  ©cbroebcr  auf  tiefen  ©mfcf)er  bin-  montit 
aud)  nuferer  tporigout  übereinftimmt,  unb  fid)  bie  2öaf)rfd)eiitfid)feit  für  bie  ^bentität  ber 
©tüde  ltorf)  erf)öf)t. 


Inoceramus  cf.  Moeneni  G.  Ifiiiller. 

Tafel  V Fig.  3;  Tafel  8 Fig.  2. 

1888  Inoceramus  Koeneni  G.  Müller,  Beitrag  zur  Kenntnis_  der  oberen  Kreide  am  nördl.  Harzrande.  Jahrb. 

d.  kgl.  preuß.  geol.  L.-A.,  S.  412,  Taf.  17  Fig.  1. 

9tad)  ©ergteid)  mit  bem  reichen  ©iateriat  an  ber  geotogifdjen  ßanbeSanftatt  gu 
©erlin  glaube  id)  bie  iit  ber  SIbbifbung  roiebergegebene  tinfe  Etappe  oom  SDacf)§tod)  in 
bie  Stäbe  biefer  Strt  ftelteu  gu  fonuen.  ®er  oberfte  Seit  be§  2öirbet$  ift  abgebröefett. 
©ehr  ebarafteriftifd)  geigt  fid)  ber  oon  ©Hitler  gefebilberte  tiefe  ©iitbrud  an  ber  ©orberfeite 
unter  bem  SIBirbet.  SDie  ©orberfeite  uertäuft  fd)ief  nad)  hinten  unten,  fönnte  aber  and) 
eingebrüdt  ttttb  Derfdjoben  fein.  ®ie  Oberfläche  ift  mit  fräftigeit,  fd)arfen  jfatten  bebedt, 
groifdjen  beiten  breite  tiefe  gatrdjen  liegen.  So  nt  Söirbet  giebt  fid)  gum  ©d)toprattbe  auf 
ber  fjitneufeite  fcfjräg  nach  hinten  eine  $alte  hinab,  ©in  boppetftappige§,  teiber  Derqitct[d)te§ 
©pemptar  uoit  ber  betttfcfjeit  Unioerfität  in  Sßrag  getaugte  roäbrenb  ber  SDrudtegung  ber 
Strbeit  nod)  iit  meine  ^ättbe,  beffeu  tinfe  Mappe  mit  ber  oben  gefebitberten  übereinftimmt. 
Stie  rechte  Mappe  ift  ftarf  beforntiert,  fdjeint  aber  nid)t  fo  hocbgeroötbt  ah§  bic  tiitfe  gtt  fein. 

SDie  SIrt  ift  befonber§  oom  Söbof  bei  Quebtinburg  befannt. 


Inoceramus  ölandereri  n.  sp. 

Tafel  V Fig.  la,  b,  c:  Tafel  8 Fig.  la  und  b. 

Maße: 

F undort:  Länge  Höhe  Dicke 

a)  Dachsloch[?J  6,5  cm  13  cm  4,5  cm  Sammlung  Weise. 

b]  „ 7,5  „ 11,5  „ 6 „ 

©oit  biefer  Strt  liegt  nur  bie  iit  ber  ©bbitbuitg  bargeftettte  red)te  (a)  uitb  tinfe  (b) 
Etappe  oor,  jebod)  finb  beibe  fo  d)arafteriftifdj  auSgebilbct,  baff  fie  roobt  oerbienen,  fyhi 
aufgeführt  gu  roerbeu. 

©eibe  Mappen  liegen  getrennt,  bod)  fönnen  fie  nad)  @röpe,  $arbe  unb  ©effein 
luobt  nur  einem  $nbiüibium  aitgeEjoreit.  SDie  ©iufd)et  ift  ungteidjftappig,  bie  red)te  Etappe 
breiter  unb  mit  niebergebogenem  Söirbet,  mährenb  bie  fdftanfere  tinfe  einen  hüff)auf5 
ftrebenben  ÜEßirbet  befitjt.  ®er  ©orberranb  bitbet  einen  flacheren,  ber  Unterranb  einen 
mehr  freisförmigen  ©ogen,  ber  ^interraitb  fteigt  giemtid)  fenfredft  auf  unb  t)at  in  ber 


- 60  [28J  - 


^citte  eine  ffad)e  ©inbudjtung.  Sdjloßraub  imö  Flügel  fittb  feJjr  fitrg  unb  überhaupt 
niefjt  fiditbar,  fo  baß  eine  [Ufeffttng  ber  Söittfel  iiidjt  möglich  i(t.  R3eibe  Mappen 
[inb  fe£>r  f)od)  gewölbt,  an  ber  regten  ift  bie  SBölbitng  breiter,  roäfjrenb  an  ber 
iinfen  non  bem  fiel)  f)od)  f)inait§  bebenben  SBirbel  eine  biefem  entfpreebenbe  SBnlft 
über  beit  [Rüden  btd  an  beit  llntcrranb  fortfept.  Oer  breitere,  ttiebrigere  Söirbel  ber 
redeten  klappe  rofit  fid)  itadj  uont  ein,  tnttfjrenb  ber  [d)tnälere  ber  Iinfen  über  beit  Sd)loß= 
ranb  fenfred)t  auffteigt  tntb  fiel)  fd)Iießlidj  naef)  innen  ttnb  etiuad  ttad)  oorn  brcl)t.  ®oit 
ber  ^ltnenfeite  bed  9BirbeI§  gießt  [id),  gletdpuie  an  meinem  In.  Koeneni  eine  [d)ar[e  [falte 
fdjräg  itctcf)  hinten  51111t  @d)Io|ranb  (Oaf.  5 [füg.  1c).  Oie  Oberfläche  i[t  mit  groben, 
unregelmäßigen  SBüIfteu  bebedt.  Oie  red)te  klappe  geigt  außerbem  eine  über  bie  ÜRitte 
unb  eine  baneben  über  bie  bintere  Sd)alenl)älfte  uont  SBirbel  51111t  Unterranbe  giebenbe 
[furd)e,  bie  aber  attd)  non  einer  .Qerbrüdmtg  ber  Schale  beführen  fönnten. 

Oie  beibett  Stüde  [inb  in  ber  2öei[c[d)ett  Sammlung  mit  bem  [funbort  „Oadjdlod)" 
begegnet.  [Rad)  bem  ©eftein  erfdjeint  mir  ber  Ort  nicht  gang  fidjer,  unb  and)  fpett 
sIöei[e,  ber  bie  Stüde  mit  ber  Strobad)fd)ctt  Sammlung  (Sdjönlinbe)  erbalten  butte, 
hegte  3tr)e^fc^  mit  gegenüber,  uerficberte  aber,  baß  bie  Stüde  nur  attd  beffeu  [Rabe  [ein 
föititteit,  ba  Strobad)  mit  if)nt  [einer  $eit  in  jenem  ©ebiet  gefammelt  hübe.  Oad  ©efteiit 
ent[prid)t  ungefähr  bem  bed  ln.  Weisei  n.  sp.  (Oaf.  4 [fig.  3),  bad  non  [Reubütte,  alfo  and) 
ber  näcßften  Umgebung,  ftammt. 

©ine  biefer  nabeftebenbe  Sfrt  ift  mir  niefjt  befattitt. 


Inoceramus  protractus  Scupin. 

Tafel  III  Fig.  2. 

Oiefed  nont  Sonnenberg  [tammenbe  $3ntd)ftitd  [übre  id)  nur  auf,  ba  id)  itt  ber 
Sammlung  bed  [Realgpiunafütmd  gtt  Sömenberg  nott  [Reumartbau  ein  gang  äbnlicbed, 
aber  aud)  nid)t  nollftänbiged  Stiid  uorgefunben  habe.  [Rad)  [reunbtid)er  [Mitteilung  bed  fperrn 
[ßrofeffor  Seit p in  ift  in  ber  gegenroärtig  in  ber  [ßalaeontograpbica  non  ibut  er[d)einenbctt 
Arbeit  über  bie  Sömenberger  treibe  bad  Stiid  atd  nov.  sp.  angeführt,  unb  mciter  barauf 
bingetntefett,  baß,  tnemt  bie  Selbftänbigfeit  ber  9Irt  aufrecht  gu  erhalten  fei,  fie  mit 
In.  protractus  begeidjnet  inerben  föntte.  Ott  mir  nun  bie  gleidje  [form  uom  Sonnenberge 
norliegt,  gögere  id)  nicht,  bie  [Rrtbegeidpuittg  bttrebgufübreu.  Oad  Stiid  gehört  einer  feßr 
bideit  [form  an,  bie  mit  unregelmäßigen  [falten  unb  Slnmadjdftreifen  bebedt  ift.  Sie 
unterfeßeibet  fid)  barin  attd)  uornebmlid)  non  beit  ueriuaitbteu  Wirten  In.  Cuvieri  var.  planus 
Münst.,  In.  crassus  Petr,  unb  In.  Weisei  n.  sp.,  bereit  Oberfläche  im  ffitgenbftabium  mit 
regelmäßigen  [falten  unb  [Rippen  bebedt  ift.  Oer  SSirbel  ragt  faum  btnineg  über  beit 
gerabett  Scßloßrattb,  ber  auf  bie  Sänge  eiued  Zentimeter  mit  neun  23anbgrubem  Lief etgt  ift. 
Oer  b°be  [Rüden  fällt  bad)förmig  gttnt  [flügelranbe  ab. 


Ülußer  beit  norftebenb  bebanbelten  SIrten  liegen  mir  noch  eine  Slngaßl  non  Steinferueu 
not,  bie  aber  roegett  mangelhafter  ©||altung  bid  auf  ineitered  guriidgeftellt  roerben  müffen. 


& 

- 81  [29]  — 


Citeratur--Verzci(l)ni$. 

(Die  fortlaufende  Numerierung-  bezieht  sich  auf  die  Fussnoten.) 

J . Beck  R.  und  Hibsch  J.  Erläuterungen  zur  geologischen  Spezialkarte  des  Königreichs 
Sachsen.  Blatt  104,  Sekt.  Grosser  Winterberg-Tetschen,  Leipzig  1895. 

2.  Cotta  B.  Geognostische  Wanderungen  II,  Dresden  1837. 

3.  Credner  Herrn.  Geologische  Uebersichtskarte  des  Königr.  Sachsen,  Leipzig  1908. 

4.  Danzig  E.  Das  Quadergebirge  südlich  von  Zittau.  Sitzber.  d.  naturw.  Ges.  Isis, 

Dresden  1874. 

5.  Ders.  Gliederung  des  oberen  Quaders  südlich  von  Zittau.  Sitzber.  d.  naturw.  Ges.  Isis, 

Dresden  1893. 

6.  Elbert  J.  Das  untere  Angoumien  in  den  Osningbergketten  des  Teutoburger  Waldes. 

Yerh.  d.  Naturli.  Ver.  d.  Rheinlande,  Bonn  1901. 

7.  Flegel  Kurt.  Heuscheuer  und  Adersbach  - Weckelsdorf.  Inaugural-Dissertation,  Breslau  1905. 

8.  Ders.  Die  Kreide  an  der  böhm. -schlesischen  Grenze,  Entgegnung.  Jahrb.  d.  k.  k. 

geol.  Reichsanstalt,  Wien  1905. 

9.  Friedrich  0.  Kurze  geognostische  Beschreibung  der  Südlausitz  usw.  Progr.  z.  Einweih. 

d.  Johanne  ums  z.  Zittau,  Zittau  1871. 

10.  Fritsch  A.  Studien  im  Gebiete  der  Böhm.  Kreideformation.  V.  Die  Priesener  Schichten. 

Archiv  d.  naturw.  Landesdurchforschung  v.  Böhmen,  Bd.  IX  No.  1,  Prag  1893. 

11.  Ders.  Studien  im  Gebiete  der  Böhm.  Kreideformation.  YI.  Die  Chlomeker  Schichten. 

Archiv  d.  naturw.  Landesdurchforschung  v.  Böhmen,  Bd.  X No.  4,  Prag  1897. 

12.  Fritsch  A.  und  Laube  G.  Geologische  Karte  von  Böhmen.  Sekt,  II,  Umgebung  von 

Teplitz  bis  Reichenberg.  Archiv  d.  naturw.  Landesdurchforschung  v.  Böhmen, 
Bd.  X No.  1,  Prag  1895. 

13.  Geinitz H.  B.  DasQuadersandsteingebirgeoderKreidegebirgeinDeutschland,Freiberg  1849. 

14.  Ders.  Das  Quadergebirge  oder  die  Kreideformation  in  Sachsen  usw.,  Leipzig  1850. 

15.  Ders.  Charakteristik  der  Schichten  und  Petrefakten  des  sächs. -böhmischen  Kreide- 

gebirges usw.,  Leipzig  1850. 

IG.  Ders.  Die  Versteinerungen  von  Kieslingswalde,  Leipzig  1850. 

17.  Ders.  Das  Elbthalgebirge  in  Sachsen  I u.  II.  Palaeontographica  XX,  1871  — 75. 

18.  Goldfuss  A.  Petrefacta  Germaniae,  Düsseldorf  1826  — 40. 

19.  Katzer  Fr.  Geologie  von  Böhmen,  Prag  1890-  92. 

20.  Langenhan  A.  und  Grundey  M.  Das  Kieslingswalder  Gestein  und  seine  Versteinerungen. 

X.  Jahresber.  d.  Glatzer  Gebirgsver.,  Breslau  1891. 

21.  Mantell.  Geology  of  Sussex,  London  1822. 

22.  Müller  G.  Beitrag  zur  Kenntnis  der  oberen  Kreide  am  nördlichen  Harzrande.  Jahrb. 

d.  kgl.  preuss.  geol,  Landes- Anstalt,  Berlin  1887. 

23.  Petrascheck  W.  Ueber  Inoceramen  aus  der  Kreide  Böhmens  und  Sachsens.  Jahrb.  d. 

k.  k.  geol.  Reichsanstalt,  Bd.  LIII,  Wien  1903. 

24.  Ders.  Ueber  die  jüngsten  Schichten  der  Kreide  Sachsens.  Abh.  d.  naturw.  Ges.  Isis, 

Dresden  1904. 

25.  Ders.  Ueber  Inoceramen  aus  der  Gosau  und  dem  Flysch  der  Nordalpen.  Jahrb.  d. 

k.  k.  geolog.  Reichsanstalt,  Bd.  LVI,  Wien  1906. 


62  [30]  - 


26.  Reuss  A.  E.  Die  Versteinerungen  der  Böhm.  Kreideformation,  Stuttgart  1845 — 46. 

27.  Roemer  F.  Geologie  von  Oberschlesien,  Breslau  1870. 

28.  Schlüter  CI.  Kreide-Bivalven.  Zur  Gattung  Inoceramus.  Palaeontographica  XXIV, 

Kassel  1877. 

29.  Ders.  Einige  Inoceramen  und  Cephalopoden  der  texanischen  Kreide.  Verh.  d.  naturh. 

Ver.  d.  preuss.  Rheinlande,  Bonn  1887. 

30.  Schroeder  Henry.  Unterer  Emscher  am  Harzrande.  Geol.  u.  Paläont.  d.  subherc. 

Kreide,  Berlin  1909. 

31.  Scupin  H.  Die  stratigraphischen  Beziehungen  der  obersten  Kreideschichten  in  Sachsen, 

Schlesien  u.  Böhmen.  Neues  Jahrb.  f.  Miner.  Beilage-Bd.  XXIV,  Stuttgart  1907. 

32.  Siegert  Th.  Erläuterungen  zur  geologischen  Spezialkarte  des  Königreichs  Sachsen. 

Blatt  107,  Sekt.  Zittau — Oybin— Lausche,  Leipzig  1897. 

33.  Sowerby  G.  B.  Grossbritanniens  Mineral-Conchologie,  London  1837. 

34.  Stoliczka  F.  Cretaceous  fauna  of  Southern  India.  Bd.  III  Pelecypoda,  Calcutta 

1861—1871. 

35.  Strombeck.  Ueber  die  Kreide  am  Zeltberg  bei  Lüneburg.  Zeitsclir.  d.  deutschen  geol. 

Gesellschaft,  Berlin  1863. 

36.  Sturm  Fr.  Der  Sandstein  von  Kieslingswalde  usw.  Jahrb.  d.  kgl.  preuss.  geol. 

Landesanstalt,  Berlin  1900. 

37.  Wollemann  A.  Die  Fauna  der  Lüneburger  Kreide.  Abh.  d.  kgl.  preuss.  geol.  Landes- 

anstalt, Heft  37,  Berlin  1902. 


- 63  [31] 


Inhaltsübersicht 


93orrc>ort ©eite  33 

©efd)id)tlicf)e§  . . = 35 

3lllgcmeine§  über  bie  Qnocerameu  beb  ©ebieteS =36 

Heberficf)t  ber  2Irten  imb  gunbortc = 39 

SDer  2Iufbau  ber  £reibefd)icf)ten = 40 

®a§  2llter  be§  Slreibig=3<ttauer  <SanbfteingebirQe§ =41 

Inoceramus  latus  Mantell = 43 

Cuvieri  Sowerby ; 44 

— var.  planus  Münster  (Elbert) = 45 

cripsioides  Elbert = 46 

— crassus  Petrascheck = 46 

Weisei  n.  sp = 47 

Kleini  G.  Müller = 48 

— Frech  i Flegel = 51 

Glat.ziae  Flegel = 52 

Waltersdorfensis  n.  sp = 53 

— Dachslochensis  n.  sp = 53 

Lusatiae  n.  sp = 54 

— percostatus  G.  Müller = 56 

— subpercostatus  n.  sp = 57 

Koegleri  n.  sp.  .....  57 

Sturmi  n.  sp.  . : 58 

Winkholdioides  n.  sp = 59 

subquadratus  Schlüter . 60 

cf.  Koeneni  G.  Müller = 60 

Wandereri  n.  sp 5 60 

protractus  Scupin 61 

SiteraturoerseidintS = 62 


2B 


— 64  [32] 


Talei  1. 


Fig.  1.  Inoceramus  Glcitziae  Flegel.  Linke  Klappe,  natiirl.  Größe. 

Fundort:  Dachsloch  bei  Innozenzidorf;  Emscher 8.  52 

Fig\  2.  Inoceramus  Cuvieri  var.  planus  Münster  (Elbert).  Rechte 
Klappe,  natiirl.  Größe.  Fundort:  an  der  .Jurascholle  bei  Nassen- 
dorf;  Cuvierizone S.  45 

Fig.  :>.  Inoceramus  Glatziae  Flegel.  Linke  Klappe,  Höhe  50  mm. 

Fundort:  Sonnenberg  bei  Waltersdort;  Emscher 8.  52 

Fig.  4 a u.  b.  Inoceramus  Glatziae  Flegel,  a)  rechte,  b)  linke  Klappe, 

natiirl . Größe.  Fundort:  Sonnenberg  bei  Waltersdorf;  Emscher  8.  52 

Fig.  5.  Inoceramus  Cuvieri  var.  planus  Münster  (Elbert).  Rechte 
Klappe,  natürl.  Größe.  Fundort:  an  der  Jurascholle  bei  Nassen- 
dorf;  Cuvierizone • . . 8.  45 

Fig.  6.  Inoceramus  Koegleri  n.  sp.  Rechte  Klappe,  natürl.  Größe. 

Fundort:  Eisenbahneinschnitt  a.  d.  Station  Tannenberg;  Emscher  8.  57 

Fig  7.  Inoceramus  Kleini  G.  Müller.  Linke  Klappe,  natürl.  Größe. 

Fundort:  Dachsloch  bei  Innozenzidorf;  Emscher 8.  48 

Fig.  Sau.  b.  Inoceramus  Frechi  Flegel,  a)  linke,  b)  rechte  Klappe, 

natürl.  Größe.  Fundort:  Sonnenberg  bei  Waltersdorf;  Emscher  8.  51 

Fig.  9.  Inoceramus  Dachslochensis  n.  sp.  Linke  Klappe,  natürl.  Größe. 

Fundort:  Dachsloch  bei  Innozenzidorf;  Emscher 8.  53 

Originale  zu  Fig.  1,  7 und  9 in  der  Sammlung  des  Herrn  Ortsrichter 
Weise  f in  Ebersbach,  zu  Fig.  2,  5 und  6 in  der  des  Herrn  Fabrikbesitzer 
Kögl  er  in  Schönlinde  und  zu  Fig.  3,  4 und  8 in  meiner  Sammlung. 


Festschrift  d.  Humboldtvereins  Ebersbach  z.  50jähr.  Bestehen  1911 


Die  Inoceramen  des  Kreibitz-Zittauer  Sandsteingebirges 
von  Hermann  Ändert. 


Tafel  I. 


Photogr.  v.  Alwin  Henke,  Ebersbach. 


Lichtdruck  von  Albert  Frisch,  Berlin  \V 


-\ 


; 


Tafel  2. 


Fig.  1 a u.  b.  Inoceramus  Lusatiae  n.  sp.  a)  linke,  b)  rechte  Klappe, 

natiirl.  Größe.  Fundort:  Sonnenberg  bei  Waltersdorf;  Emscher  S.  54 

Fig.  2.  Inoceramus  Cuvieri  Sowerby.  Linke  Klappe,  natiirl.  Größe. 

Fundort:  an  der  .Jurascholle  bei  Nassendorf;  Cuvierizone  . . S.  44 

Fig.  3.  Inoceramus  Kleini  G.  Müller,  Uebergangsform.  Rechte  Klappe, 
natiirl.  Größe.  Fundort:  am  Nordhang  des  kleinen  Ahrenberges 
in  410  m Höhe;  Cuvierizone S.  48 

Fig.  -l.  Inoceramus  subpercostatus  n.  sp.  Rechte  Klappe,  natiirl. 

Größe.  Fundort:  an  der  Lausche;  Einscher S.  57 


Fig.  5a  u.  b.  Inoceramus  Sturmi  n.  sp.  a)  linke,  b)  rechte  Klappe, 


ca.  natiirl.  Größe.  Fundort:  Sonnenberg  b. Waltersdorf;  Emscher  S.  58 

Fig.  Inoceramus  Kleini  G.  Müller.  Natiirl.  Größe.  Fundort:  Eisen- 
bahneinschnitt bei  der  Station  Tannenberg;  Emscher  . . . . S.  48 

Fig.  7.  Inoceramus  Kleini  G.  Müller.  Rechte  Klappe,  ca.  natiirl.  Größe. 

Fundort:  Kreibitz,  unterm  Pickelstein,  458  in;  Emscher  . . S.  48 

Fig.  8.  Inoceramus  Kleini  G.  Müller.  Rechte  Klappe,  ca.  natiirl.  Größe. 
Fundort:  im  Walde,  unweit  westlich  der  Eisenbahnstation 
Kreibitz-Teichstatt S.  48 


Originale  zu  Fig.  1.  3,  5,  7 und  8 in  meiner  Sammlung,  zu  Fig.  2 und  6 
in  dei'  des  Herrn  Fabrikbesitzer  Kögler  in  Schönlinde  und  zu  Fig.  4 in  der 
des  Herrn  Ortsrichter  Weise  f in  Fbersbach. 


Festschrift  d.  Humboldtvereins  Ebersbach  z.  50jahr.  Bestehen  191  I 


Die  Inoceramen  des  Kreibitz-Zittauer  Sandsteingebirges 
von  Hermann  Ändert. 


Tafel  II. 


Photogr.  v.  Alwin  Henke,  Ebersbach. 


Lichtdruck  von  Albert  Frisch,  Berlin  W. 


Tafel  3. 


Fig.  1.  Inoceramus  Winkholdioides  n.  sp.  Linke  Klappe,  12  cm  hoch. 

Fundort:  Dachsloch  bei  Innozenzidorf ; Emscher S.  59 

Fig.  2.  Inoceramus  protractus  Scupin.  Linke  Klappe  und  teils  rechte, 
ca.  natürliche  Größe.  Fundort:  Sonnenberg  bei  Waltersdorf; 
Emscher  . S.  61 

Fig.  3.  Inoceramus  Lusatiae  n.  sp.  Linke  Klappe,  natürl.  Größe. 

Fundort:  Sonnenberg  bei  Waltersdorf;  Emscher  S.  54 

Fig.  4.  Inoceramus  crassus  Petraschek.  Linke  Klappe,  ca,  natürl. 

Größe.  Fundort:  Dachsloch  bei  Innozenzidorf;  Emscher  . . S.  46 


Originale  zu  Fig.  1 und  4 in  der, Sammlung  des  Herrn  Ortsrichter  Weise  f 
in  Ebersbach,  zu  Fig.  2 und  3 in  meiner  Sammlung. 


Festschrift  d.  Humboldtvereins  Ebersbach  z.  50jähr.  Bestehen  1911 


Die  Inoceranien  des  Kreibitz-Zittauer  Sandsteingebirges 
von  Hermann  Ändert. 


Tafel  III. 


Photogr.  v.  Alwin  Henke,  Ebersbach. 


Lichtdruck  von  Albert  Frisch,  Berlin  W. 


/ 


' 


I 


■ 


Tafel  4. 


Fig.  1.  Jnoceramus  Winkholdioides  n.  sp.  Rechte  Klappe,  Höhe  12  cm. 

Fundort:  Dachsloch  bei  Innozenzidorf ; Emscher S.  59 

Fig.  2.  Inoceramus  Weisei  n.  sp.  Rechte  Klappe,  natürl.  Größe.  Fund- 
ort: Dachsloch  bei  Innozenzidorf;  Emscher S.  47 


Fig.  3.  Inoceramus  Weisei  n.  sp.  Doppelklappiges  Exemplar,  gesehen 
von  vorn  oben,  Höhe  12,5  cm.  Fundort:  alter  Steinbruch  am 
Südhange  des  großen  Friedrichsberges  an  der  Straße  Neuhütte- 
Lichtenwalde;  Emscher S.  47 

Fig.  4.  Jnoceramus  latus  Mantel l.  Linke  Klappe,  30  mm  hoch.  Fund- 
ort: „Kreibitz“  bezeichnet,  wahrscheinlich  aus  den  unteren 
Schichten  stammend;  Scaphitenzone?  S.  43 


Originale  zu  Fig.  1,  2 und  3 in  der  Sammlung  des  Herrn  Ortsrichter 
Weise  f in  Ebersbach,  zu  Fig.  4 im  Königl.  mineralogisch-geologischen  Museum 
(Zwinger)  zu  Dresden  (mit  No.  15  daselbst  bezeichnet). 


Festschrift  d.  Humboldtvereins  Ebersbach  z.  50jähr.  Bestehen  1911. 


Die  Inoceramen  des  Kreibitz-Zittauer  Sandsteingebirges 
von  Hermann  Ändert. 


Tafel  IV. 


Photogr.  v.  Alwin  Henke,  Ebersbach. 


Lichtdruck  von  Albert  Frisch,  Berlin  W. 


Tafel  5. 


Fig.  la,  b und  c.  Inoceramus  Wandereri  n.  sp.  a)  rechte,  b)  linke 
Klappe,  c)  zeigt  die  Wirbelpartie  der  linken  Klappe  von  innen, 
alles  in  ungefähr  natürl.  Größe.  Fundort:  „Dachsloch“  be- 
zeichnet, vergl.  Text;  Einscher  S.  60 

Fig.  2.  Inoceramus  Wg Itersdorfen s i s n.  sp.  Rechte  Klappe,  natürl. 

Größe.  Fundort:  Sonnenberg  bei  Waltersdorf;  Enischer  . . S.  53 

Fig.  3.  Inoceramus  cf.  Koeneni  G.  Müller.  Linke  Klappe,  natürl.  Größe. 

Fundort;  Dachsloch  bei  Innozenzidorf;  Enischer S.  60 

(Der  Vorderrand  des  Originales  ist  nicht,  wie  fälschlich  dar- 
gestellt, gerade  abgeschnitten,  sondern  bildet  einen  flachen  Bogen. 

Dieser  ist  an  der  Abbildung  zu  ergänzen.) 

Fig.  4.  Inoceramus  percostatus  G.  Müller.  Rechte  Klappe,  natürl. 

Größe.  Fundort:  Eisenbahneinschnitt  an  der  Station  Tannen- 
berg; Emscher S.  56 

Fig.  5.  Inoceramus  Waltersdorfensis  n.  sp.  Linke  Klappe,  natürl. 

Größe.  Fundort:  Sonnenberg  bei  Waltersdorf;  Emscher  . . S.  53 

Fig.  6.  Inoceramus  Koegleri  n.  sp.  Rechte  Klappe,  natürl.  Größe. 

Fundort:  an  der  Jurascholle  bei  Nassendorf;  Ouvierizone  . . S.  57 

Fig.  7.  Inoceramus  subquadratus  Schlüter.  Abguß  von  dem  Negativ 
einer  linken  Klappe,  wenig  verkleinert,-  Fundort:  Sonnenberg 
bei  Waltersdorf;  Emscher S.  60 


Originale  zu  Fig.  1 und  3 in  der  Sammlung  des  Herrn  Ortsrichter 
Weise  f in  Ebersbach,  zu  Fig.  2,  5 und  7 in  meiner,  zu  big.  4 in  der  der 
k.  k.  geologischen  Reichsanstalt  Wien  und  zu  Fig.  6 in  der  des  Herrn  Fabrik- 
besitzer Kögl  er  in  Schönlinde  in  Böhmen. 


Festschrift  d.  Humboldtvereins  Ebersbach  z.  50jähr.  Bestehen  1911 


Die  Inoceramen  des  Kreibitz-Zittauer  Sandsteingebirges 
von  Hermann  Ändert. 


Tafel  V. 


Photogr.  v.  Alwin  Henke,  Ebersbach. 


Lichtdruck  von  Albert  Frisch,  Berlin  W. 


Tafel  6. 


Fig.  l.  Inoceramus  crassus  Petrascheck.  Linke  Klappe  eines  hoch- 
gewölbten  Exemplares  von  der  (Seite  gegen  den  Unterrand 
gesehen,  natiirl.  Größe.  Fundort:  Dachsloch  bei  Innozenzidorf; 
Einscher  S.  46 

Fig.  2.  Inoceramus  crassus  Petrascheck.  Linke  Klappe  (vergl.  Taf.  3 
Fig.  4)  von  vorn,  natiirl.  Größe.  Fundort:  Dachsloch  bei  Innozenzi- 
dorf; Emscher , . . . S.  46 

Fig.  3.  Inoceramus  Weisei  n.  sp.  Doppelklappiges  Exemplar  von  vorn 
(Taf.  4 big.  3),  Höhe  12,5  cm.  Fundort:  alter  Steinbruch  am 
Südabhange  des  großen  Friedrichsberges  an  der  Straße  Neu- 
hütte-Lichtenwalde;  Emscher S.  47 


Originale  in  der  Sammlung  des  Herrn  Ortsrichter  Weise  f in  Ebersbach. 


Festschrift  d.  Humboldtvereins  Ebersbach  z.  50jähr.  Bestehen  1911 


Die  Inoceramen  des  Kreibitz-Zittauer  Sandsteingebirges 
von  Hermann  Ändert. 


Tafel  VI. 


Lithogr  u.Druck  v.  Franz  Slrobach,  Ebersbach 


Tafel  7. 


Fig.  1.  Inoceramus  Glatziae  Flegel.  Linke  Klappe,  natürl.  Größe. 
Fundort:  Friedrichsgrunder  Lehne  an  der  Heuscheuer  (Graf- 
schaft Glatz;  Emscher S.  52 

Fig.  2.  Inoceramus  Glatziae  Flegel.  Ein  doppelklappiges  Exemplar 
von  vorn,  natürl.  Größe.  Fundort:  Dachsloch  bei  Innozenzidorf; 
Emscher  8.  52 

Fig.  3.  Inoceramus  subpercostatus  n.  sp.  Rechte  Klappe  von  vorn, 

natürl.  Größe  (vergl.  Taf.  2 Fig.  4).  Fundort:  Lausche;  Emscher  S.  57 

Fig.  4.  Inoceramus  Koegleri  n.  sp.  Rechte  Klappe  von  vorn,  natürl. 

Größe  (vergl.  Taf.  1 Fig.  6).  Fundort:  Eisenbahneinschnitt  an  der 
Station  Tannenberg;  Emscher S.  57 

Fig.  5.  Inoceramus  Winkholdioides  n.  sp.  Ein  doppelklappiges  Exem- 
plar von  vorn,  etwas  verkleinert  (vergl.  Taf.  3 Fig.  1,  Taf.  4 
Fig.  1).  Fundort:  Dachsloch  bei  Innozenzidorf;  Emscher  . . S.  59 

Fig.  6.  Inoceramus  Frechi  Flegel.  Ein  doppelklappiges  Exemplar  von 
vorn,  ca.  natürl.  Größe  (vergl.  Taf.  1 Fig.  8).  Fundort:  Sonnen- 
berg bei  Waltersdorf;  Emscher S.  51 

Fig.  7.  Inoceramus  Dachslochensis  n.  sp.  Ein  doppelklappiges  Exem- 
plar von  vorn,  natürl.  Größe  (vergl.  Taf.  1 Fig.  9).  Fundort: 
Dachsloch  bei  Innozenzidorf;  Emscher  S.  53 

Fig.  8.  Inoceramus  Cuvieri  var.  planus  Münster  (Elbert).  Rechte 
Klappe  von  vorn,  natürl.  Größe  (vergl.  Taf.  1 big.  2).  Fundort: 
au  der  Jurascholle  bei  Nassendorf;  Cuvierizone  S.  45 

Originale  zu  Fig.  1 in  der  Sammlung  der  König].  Universität  zu  Breslau, 

zu  Fig.  2,  3,  5 und  7 in  der  Sammlung  des  Herrn  Ortsrichter  Weise  f in 

Ebersbach,  zu  Fig.  4 und  S in  der  des  Herrn  Fabrikbesitzer  Kögl  er  in  Schön- 
linde und  zu  Fig.  6 in  meiner  Sammlung. 


Festschrift  d.  Humboldtvereins  Ebersbach  z.  50jähr.  Bestehen  1911. 


Die  Inoceramen  des  Kreibitz-Zittauer  Sandsteingebirges 

von  Hermann  Ändert 


Tafel  vn. 


Lilhoyr  u. Druck  v.  Franz  Slrobach,  Ebersbach 


Tafel  8. 


Fig\  1.  Inoceramus  Wandereri  n.  sp.  a)  rechte  Klappe,  b)  linke  Klappe, 
beide  von  vorn  (verg’l.  Taf.  5 Fig.  1),  etwas  verkleinert.  Fundort: 
iDaehsloch“  bezeichnet,  vergl.  Text;  Einscher S.  60 

Fig.  2.  Inoceramus  cf.Koeneni  G.  Müller.  Tunke  Klappe  von  vorn  (vergl. 

Taf.  5 Fig.  3),  natürl.  Größe.  Fundort:  Dachsloch  bei  Innozenzi- 

dorf ; Einscher S.  60 

Fig.  3.  Inoceramus  Lusatiae  n.  sp.  Ein  doppelklappiges  Exemplar 

von  vorn  (vergl.  Taf.  2 Fig.  1),  natürl.  Größe.  Fundort:  Sonnen- 
berg bei  Waltersdorf;  Emscher S.  54 

Fig.  4.  Inoceramus  Lusatiae  n.  sp.  Rechte  Klappe,  abnorm,  natürl. 

Größe.  Fundort:  Steinbruch  am  Nordabhang  der  Lausche; 
Emscher  S.  54 

Fig.  5.  Inoceramus  Lusatiae  n.  sp.  Linke  Klappe,  abnorm,  natürl. 

Größe.  Fundort:  Sonnenberg  bei  Waltersdorf;  Emscher  . . S.  54 

Originale  zu  Fig.  1,  2 und  4 in  der  Sammlung  des  Herrn  Ortsrichter 
AN' eise  f in  Ebersbach,  zu  Fig.  3 und  5 in  meiner  Sammlung. 


Festschrift  d.  Humboldtvereins  Ebersbach  z.  50  jähr.  Bestehen  1911 


Die  Inoceramen  des  Kreibitz-Zittauer  Sandsteingebirges 
von  Hermann  Ändert. 


Tafel  VH. 


l.ithogr.  u. Druck  v.  Franz  Strobach,  Ebersbach  . 


Tafel  9. 


Fig.  1. 


Fig.  2. 


Profil  von  Nieder  kr eibitz  nach  dem  Sonnenberge  W.-O.  und 
vom  Sonnenberge  nach  dem  Steinbruch  am  Siidhang  des 
Hochwaldes  N.W.—  S.  O S.  40 

Uebersichtskarte  des  Kreibitz -Zittauer  Sandsteingebirges  . S.  35 


i 


Festschrift  d.  Humboldtvereins  Ebersbach  z.  50jähr.  Bestehen  1911. 


Die  Inoceramen  des  Kreibitz-Zittauer  Sandsteingebirges 
von  Hermann  Ändert. 


Tafel  IX. 


Litliogr.  u. Druck  v.  Franz  Strobach,  Ebersbach